Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Kunst
  3. 8 Medien
  4. 8.4 Medienkunst
  5. 8.4.3 Video
  6. Animation

Animation

Die Animation ist eine Technik, bei der durch das Abspielen einzelner Bilder die Realfotos, computergeneriert oder gezeichnet sein können, ein bewegter Film entsteht. Um Animationen erstellen zu können, wurden verschiedene Techniken entwickelt. Die Computeranimationen haben sich in den letzten 15 Jahren stark gegen andere Techniken, wie der des Trickfilms durchgesetzt.

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich

  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Jetzt kostenlos mit Kim üben
Your browser does not support the video tag.

Futuristische Räume können sehr gut mithilfe von 3-D-Animationen dargestellt können. Die Animation des Künstlers wird im Raum so installiert, dass der Betrachter mit dem virtuellen Raum in Lebensgröße konfrontiert wird. Der Besucher wird quasi durch die Räumlichkeiten geführt. Die Animation ist mit einem Sound unterlegt, der den Betrachter irritiert. Es sind Geräusche zu hören, die dem Besucher das Gefühl geben, dass es zu Störungen kommen kann, was sich auf das Gemüt des Betrachters auswirkt und seine Wahrnehmung beeinflusst.

Die Videokunst, entstanden in den frühen 1960er-Jahren, ist eine Kunstform, die sich mit der Videotechnik beschäftigt. Hierbei lassen sich viele angewandte Techniken aus dem Experimentalfilm wiederfinden. Die Videokunst arbeitet aber auch mit der Präsentationsform als Videoinstallation oder Videoskulptur, wobei oft der Monitor als Leinwand oder Skulptur verstanden wird, um das Medium Video weiter auszuloten. Skulpturale und installative Aspekte treten bei der Verwendung von mehreren Monitoren oder Videoprojektionen oft in den Vordergrund.

Inhaltlich begann die Videokunst meist mit der Kritik an dem vorherrschenden Massenmedium Fernsehen und dessen Machtpotenzial. Im Laufe der Entwicklung entstanden immer mehr Arbeiten unter künstlerischen Aspekten und in Form von Installationen, die sich bewusst von den Sehgewohnheiten der Massenmedien, wie Fernsehen oder Kino abgrenzten.

So entstanden z.B. Arbeiten, die mit einer Livekamera den Betrachter in das Kunstwerk integrierten. Durch die dokumentarischen Möglichkeiten des Videos kam es zu vielen Körperperformances, die auf Video aufgenommen und gegebenenfalls verfremdet wurden, um die ästhetischen Aspekte zu verstärken.

Im Folgenden ist ein Video zu sehen, bei dem die Künstlerin zunächst ihren eigenen Körper in einem weißen Raum filmte und diese Aufnahmen später in einem Schnittprogramm zu einem Video zusammengeschnitten hat. Sie setzt dabei den Schnitt als wichtigstes Instrument ein, um das Video in einen bildnerischen Verlauf zu bringen. Die Nahansicht einer Strumpfhose mit Nähten und Maschen lässt Landschaften entstehen, die mit ihrem eigentlichen Körper nicht mehr viel zu tun haben. Das bewegte Bild wird als malerisches Mittel empfunden und eingesetzt

Ein entscheidender Punkt in der Entwicklung der Videokunst war die Verfügbarkeit der tragbaren Videotechnik für den Normalverbraucher. Jetzt konnten Künstler frei mit dem Medium Video experimentieren.

Im Video 3 sehen wir den Kopf der Künstlerin, wobei das Porträt nie zu erkennen ist. Das Video trägt den Titel „Headbanger“. Die Künstlerin filmte sich selbst vor einem schwarzen Hintergrund und bewegte ihren Kopf im Sinne des Headbangers, wie es durch Heavy Metal Konzerte bekannt ist. Das Video entspricht jedoch nicht dem eigentlichen Thema, denn es läuft in einem sehr langsamen Tempo entgegen der eigentlichen Richtung. Es läuft rückwärts. Verschiedenste Assoziationen werden beim Betrachter geweckt. Es entstehen Bilder, die mit diesem Thema für gewöhnlich nicht in Verbindung stehen. Auch hier werden die Sehgewohnheiten durch den Umgang mit Neuen Medien aus der Bahn gebracht und neu reflektiert. Die Helldunkelgestaltung ist uns bereits aus den Medien der Malerei und Fotografie bekannt.

Oft kommt es zu Überschneidungen zwischen der Videokunst und dem Musikvideo, hierbei lassen Künstlerinnen wie PIPILOTTI RIST (geb. 1962) Videos zu Musik oder Musik zu Videos verschmelzen. Die Künstlerin verfremdet Musik von Chris Isaak oder John Lennon und verbindet sie mit Bildern. Dabei baut sie bewusst Bild- und Tonstörungen in ihre Videos ein, ein bildnerisches Mittel, das bereits im Experimentalfilm eingesetzt und in der Gegenwart weiterentwickelt wird.

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Animation." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/index.php/schuelerlexikon/kunst/artikel/animation (Abgerufen: 14. March 2026, 20:25 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Musikvideo
  • Pipilotti Rist
  • Videostill
  • Videoinstallation
  • Videokunst
  • Präsentationsform
  • neue Medien
Jetzt durchstarten

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich
  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Verwandte Artikel

Bilderschrift

Die Schrift ist ein künstliches Zeichensystem. Sprache existiert nur als gesprochene Form, d. h. in Form von Schallwellen. Im Laufe der Geschichte hat der Mensch dem Gesprochenen Zeichen zugeordnet. Schrift speichert Daten und kann sie somit bewahren, archivieren. Schrift kann über Raum und Zeit transportiert werden. Heute gelingt das durch technische Entwicklung auch mit Sprache.

Die Schrift entwickelte sich vom Bild über das einfache Symbol zu den kleinsten Einheiten, dem Buchstaben. Die Bilderschrift entstand etwa 10 000 bis 3000 v. Chr.

Medien

Allgemein sprachlich bezeichnet der Begriff Medien (Sing. Medium, lat. medium = Mitte, Mittelpunkt, dazwischenliegend, in der Mitte befindlich) neben seiner bedeutung als Synonym für „Mittel“ zuallererst den Bereich der Massenmedien, was der Vielseitigkeit des Begriffs nicht entspricht. Er umfasst zunächst alle materiellen Trägersysteme, die dazu dienen, Informationen zu übermitteln.

Arbeiten mit Präsentationsprogrammen

Präsentieren heißt so viel wie „vorzeigen“ oder „vorlegen“. Einen anschaulichen Vortrag kann man also auch als Präsentation bezeichnen. Mithilfe von Präsentationsprogrammen können Multimediadokumente erstellt werden.

Computergrafik

Grafiken begegnen uns überall, und immer mehr haben sie unmittelbar mit dem Computer zu tun. Im Display des Autos können sie die optimale Reiseroute anzeigen. Die Statistiker illustrieren mit ihnen trockene Zahlen, etwa als Torten- oder Säulendiagramme. Und die meisten Anwenderprogramme laufen heute auf Grafikoberflächen und werden durch Anklicken darin enthaltener kleiner Bildchen, sogenannter Icons, mit der Maus bedient und gesteuert. Was wären schließlich die Computerspiele ohne die vielen Grafiken als Stand- oder Bewegtbilder. Fast schon erschreckend wirklichkeitsecht nachgestellt werden wir Zeuge, wie sich vielleicht ein Mensch in ein Huhn verwandelt oder wie Phantasiefiguren plötzlich lebendige Geschöpfe werden.

Multimedia

Der Begriff „Multimedia“ wurde 1994 von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gekürt und ist eigentlich eher ein Schlag- oder Modewort und nur schwer definierbar, da er nicht nur im Bereich der Computertechnik, sondern auch in vielen anderen Bereichen verwendet wird.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026