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  6. Verketten von Funktionen

Verketten von Funktionen

Ist für x ∈ D g eine Funktion z = g ( x ) mit dem Wertebereich W g gegeben und ferner für z ∈ W g eine Funktion y = f ( z ) , dann heißt y = f ( g ( x ) )         ( mit        x ∈ D g ) mittelbare (verkettete) Funktion von x .
Schreibweise: y = f ∘ g (gelesen: f „Kuller“ g oder f „Kringel“ g)
Anmerkungen: Es ist die Verkettungsvoraussetzung W g ⊆ D f zu beachten.
f ∘ g bedeutet: Erst g dann f anwenden (d.h. f nach g ).

Die Funktion f nennt man äußere Funktion, die Funktion g innere Funktion der verketteten Funktion y = f ( g ( x ) ) .

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Die Verkettung f ( g ( x ) ) ist definiert für alle x, für welche die Funktionswerte von g (also g ( x ) ) zum Definitionsbereich von f gehören.
Eine Verkettung von Funktionen ist nur dann möglich, wenn die Schnittmenge aus dem Definitionsbereich der äußeren Funktion und dem Wertebereich der inneren Funktion nicht leer ist.

Es ist möglich, eine Verkettung von mehr als zwei Funktionen zu bilden. So besteht z.B. die Dreifachverkettung f ∘ g ∘ h darin, unter Beachtung der Voraussetzungen erst h, dann g und danach f anzuwenden:
  f ∘ g ∘ h = f ( g ( h ( x ) ) )

Analog kann man mit beliebig vielen Funktionen (wiederum unter Beachtung der Voraussetzungen) verfahren.

  • Beispiel: Es sind die beiden möglichen Verkettungen der folgenden Funktionen zu bestimmen:
    f :       [ 0 ;   8 ] → ℝ ,       f ( x ) = 5 x − 10 g :       ℝ 0 → ℝ 0 ,       g ( x ) = x

1. Teil der Lösung:
  f ∘ g = f ( g ( x ) )

Es ist W g = ℝ 0 ⊆ [ 0 ;   8 ] = D f , aber W g ∩ D f = ℝ 0 ∩ [ 0 ;   8 ] = [ 0 ;   8 ] ≠ 0 ; d.h., wir müssen zunächst den Definitionsbereich von g so einschränken, dass g ( x ) ∈ [ 0 ;   8 ] , also 0 ≤ g ( x ) ≤ 8 ⇔ 0 ≤ x ≤ 8 ⇔ x ≤ 64.

Dann erhalten wir:
  f ∘ g = f ( g ( x ) ) = 5 x − 10,   x ∈ [ 0 ;   64 ]

2. Teil der Lösung:
  g ∘ f = g ( f ( x ) )

Es ist W f = ℝ ⊆ ℝ 0 = D g , aber W f ∩ D g = ℝ ∩ ℝ 0 = ℝ 0 ≠ 0 ; d.h., wir müssen zunächst den Definitionsbereich [ 0 ;   8 ] von f so einschränken, dass f ( x ) ∈ ℝ 0 , also f ( x ) ≥ 0 ⇔ 5 x − 10 ≥ 0 ⇔ 5 x ≥ 10 ⇔ x ≥ 2  und  x ≤ 8.

Dann erhalten wir:
  g ∘ f = g ( f ( x ) ) = 5 x − 10 ,         x ∈ [ 2 ;   8 ]

Wichtig: Es ist f ∘ g ≠ g ∘ f , d.h., bei der Verkettung von Funktionen ist die Reihenfolge zu beachten.

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Verketten von Funktionen." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/index.php/schuelerlexikon/mathematik-abitur/artikel/verketten-von-funktionen (Abgerufen: 05. March 2026, 19:05 UTC)

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