Königliches Kopenhagen

Kopenhagen, (dänisch: København), ist die Hauptstadt von Dänemark. Sie liegt am Øresund im Osten der Insel Seeland und zum Teil auf Amager. Die Stadt selbst hat knapp 540 000 Einwohner. In der Agglomeration Kopenhagen, zu der die weitgehend integrierte, aber verwaltungsmäßig selbstständige Stadt Frederiksberg und die sich nördlich anschließende Stadt Gentofte gehören, leben 1,2 Mio. Menschen und etwa ein Drittel der dänischen Bevölkerung.

Kopenhagen ist königliche Residenz und Sitz des Folketing (dänisches Parlament), der Ministerien, des Obersten Gerichtshofes und des Europäischen Umweltamtes.
Neben der 1479 gegründeten Universität gibt es eine Technische Hochschule sowie weitere Hochschulen und Akademien. Die Stadt hat bedeutende Bibliotheken, ein Opernhaus Theater und Museen, unter anderem das Torvaldsenmuseum, die Hirschsprungsche Sammlung dänischer Kunst und etwas außerhalb das Louisiana-Museum für moderne Kunst. Der 1843 eröffnete Vergnügungspark Tivoli ist eine Touristenattraktion ersten Ranges.

Kopenhagen ist auch die wichtigste Handels- und Industriestadt Dänemarks. Wichtigste Industriebranchen sind der Schiffbau, der Motorenbau, die Textil-, Nahrungsmittel-, Papier-, chemische und grafische Industrie. Neben bekannten Großbrauereien hat auch die Porzellanmanufaktur der Stadt Weltruf. Der bedeutende Handelshafen ist gleichzeitig Marinestandort und Ausgangspunkt für Fährverbindungen nach Malmö und Bornholm. Der internationale Flughafen in Kastrup liegt auf Amager.

Die 1971 auf einem ehemaligen Kasernengelände im Stadtteil Christianshavn als soziales Experiment gegründete Freistadt Christiana erhielt 1986 von der Regierung einen begrenzten legalen Status.

Anziehungspunkte für Touristen sind unter anderem die im holländischen Renaissancestil erbaute Börse, die malerischen alten Bürgerhäuser am Nyhavn und die zahlreichen Schlösser, vor allem Schloss Rosenborg, Schloss Christiansborg und die im Rokokostil erbaute Residenz der derzeitigen Königin, MARGARETHE II., Schloss Amalienborg.
Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist aber wahrscheinlich die 1913 von einem dänischen Bildhauer geschaffene Bronzefigur der „Kleinen Meerjungfrau“, die auf einem Felsen am Hafen sitzt.

Aus der Geschichte

Kopenhagen wurde im 11. Jahrhundert erstmals als Fischerdorf Havn urkundlich erwähnt.
Das Dorf entwickelte sich jedoch schon bald zu einer bedeutenden Handelssiedlung und erhielt 1254 das Stadtrecht.
Im Jahre 1416 wurde Kopenhagen Hauptstadt der seit 1397 in der Kalmarer Union vereinigten drei nordischen Königreiche Dänemark, Schweden und Norwegen.
Seit 1443 ist die Stadt königliche Residenz.

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