Elektromagnetische Schwingungen

Grundsätzlich kommt es in jedem Wechselstromkreis zu elektromagnetischen Schwingungsvorgängen. Diese sind in einem Schwingkreis besonders überschaubar. Ein Schwingkreis ist ein geschlossener Wechselstromkreis, der im einfachsten Fall aus einem Kondensator und einer Spule besteht. Der Schwingkreis wird durch Aufladung des Kondensators zu Schwingungen angeregt. Beim Ladevorgang wird zwischen den Kondensatorplatten elektrische Feldenergie gespeichert. Nach dem Kurzschließen des Kreises setzt der Entladevorgang ein. Die Ladungsträger fließen dabei von den Kondensatorplatten ab, durchströmen die Spule und erzeugen dabei in ihr ein Magnetfeld. Wenn der Kondensator vollständig entladen ist, ist die gesamte ursprünglich im elektrischen Feld gespeicherte Energie als magnetische Energie im Spulenfeld enthalten. Sobald der Stromfluss aufhört, bricht das Spulenfeld zusammen und induziert dabei eine elektrische Spannung, die ihrerseits einen Stromfluss im Schwingkreis bewirkt und den Kondensator auflädt. Die Zusammenhänge sind in Bild 1 dargestellt. Dort ist auch der Verlauf der Stromstärke durch die Spule und der Spannung am Kondensator dargestellt.

Insgesamt wandeln sich in einem Schwingkreis elektrische und magnetische Energie ineinander um.

Elektromagnetische Schwingung in einem Schwingkreis

Elektromagnetische Schwingung in einem Schwingkreis

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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