Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Geografie
  3. 3 Naturgeografische Grundlagen
  4. 3.7 Geografische Zonen
  5. 3.7.8 Wechselfeuchte Tropen
  6. Savannentypen

Savannentypen

Die Savanne ist die hauptsächlichste Vegetationsformation der wechselfeuchten Tropen mit sommerlichen Regen- und winterlichen Trockenzeiten. In dieser Zone ist es in der Regel recht warm, und es gibt keinen Frost. Das äußere Bild der Savanne wird von Gräsern mit unregelmäßig eingestreuten Bäumen und Sträuchern geprägt. Mit zunehmender Trockenheit wird der jahreszeitliche Wechsel von trockenkahlen und regengrünen Holzgewächsen deutlicher. Viele Pflanzen haben sich an die zeitweilige Trockenheit durch die Ausbildung spezieller Merkmale (Sukkulenz, Hartblättrigkeit, Blattabwurf, Dornigkeit) angepasst.
In Abhängigkeit von der unterschiedlichen Niederschlagsmenge, Feuchteversorgung und Nutzung gibt es auch unterschiedliche Savannentypen: Feuchtsavanne, Trockensavanne, Dornbaum- und Dornstrauchsavanne, die oft auch Regionalnamen tragen (Campos, Miombo, Llanos). Die Böden der Savannengebiete sind entsprechend der klimagesteuerten unterschiedlichen Bodenprozesse differenziert.

Schule wird easy mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.
Jetzt 30 Tage risikofrei testen
Your browser does not support the video tag.

An die immerfeuchten Tropen bzw. die äquatoriale Klimazone mit ihren immergrünen tropischen Regenwäldern schließt sich nördlich und südlich die Zone der wechselfeuchten Tropen an.

Der Zusatz „wechselfeucht“ weist auf die Saisonalität der Niederschläge hin, auf den Wechsel zwischen sommerlicher Regenzeit und winterlicher Trockenzeit, wie sie in der nebenstehenden Abbildung zum Ausdruck kommt. Die wechselfeuchten Tropen sind die Zone der Savannen der Erde (Bild 1).

Mit Zunahme der Dauer der Trockenzeit und gleichzeitiger Abnahme der Länge der Regenzeit entwickeln sich unterschiedliche Savannentypen: die Feuchtsavanne, die Trockensavanne und die Dornbaum- und Dornstrauchsavanne. Die Savannen der Erde können regional sehr unterschiedliche Bezeichnungen tragen. Im Orinocotiefland Venezuelas werden sie als Llanos bezeichnet, in Brasilien als Campos, und in afrikanischen Staaten wird von Miombo gesprochen.
Alle drei Savannentypen sind gut durch äußere und ökologische Merkmale zu unterscheiden.

  • Position der Savanne in der Klimaabfolge von feucht nach trocken in den Tropen

Zu beachten ist jedoch: Obwohl sich die Savannentypen, wie Bild 1 zeigt, großräumig gut in die Abfolge von immergrünem Regenwald, halbimmergrünem Feuchtwald, regengrünem Trockenwald, Trockenbusch, Halbwüste und Wüste einordnen lassen, sind für die Differenzierung in Feucht-, Trocken- und Dornstrauchsavanne aber meist nicht konkrete Niederschlagsmengen ausschlaggebend.
Vielmehr sind es auch Unterschiede in der Nutzung durch den Menschen und in der Feuchtespeicherfähigkeit der Böden, die die Ausbildung dieses oder jenes Typs der Savanne verursachen können. So bewirkt die Vernichtung der Baumbestände in der Feucht- und Trockensavanne zur Brennholzgewinnung und die Überweidung der ohnehin kargen Grasflächen in der Trockensavanne einen langsamen „Charakterwandel“ dieser Räume. Und von der jeweiligen Speicherfähigkeit des Bodens hängt es ab, ob (bei geringer Speicherfähigkeit) vorwiegend Bäume oder (bei großer Speicherfähigkeit) vorwiegend Gräser wachsen.
Insgesamt ist also das Bild der Savanne recht wechselhaft und keinesfalls einheitlich.

Für das eigenartige Nebeneinander von Bäumen bzw. Sträuchern und Gräsern in den Savannen gibt es folgende Erklärungsversuche:

  • Bäume und Gräser haben unterschiedliche Durchwurzelungstiefen. Dadurch ergänzen sie sich bei der Ausschöpfung unterschiedlich tiefer Feuchte- und Nährstoffreserven im Boden, sind also keine „Nahrungskonkurrenten“ (Bild 4).
     
  • Gräser profitieren durch die unmittelbare Nachbarschaft von Bäumen sowohl von der geringeren Transpirationsbelastung in ihrem Schatten als auch von den Nährstoffen aus dem Blattfall der Bäume, die wiederum die Nährstoffe aus Bodentiefen heraufgeholt haben, die für Gräser nicht erreichbar sind.
     
  • Die Savannenbrände führen langfristig zu einer Zurückdrängung der Bäume und zu einer Bevorzugung von Gräsern bis zur Etablierung eines gewissen feuerverträglich „optimalen“ Verhältnisses von Baum und Strauch.

In der Savanne sind trockenzeitliche Savannenbrände häufig, die meist die Grasflächen, aber auch Sträucher und Bäume erfassen. In der Dornsavanne sind die Brände seltener. Meist werden sie bewusst von den Menschen angelegt, um die Weideflächen zu erhalten und zu verbessern, um Wald- und Buschflächen für eine Ackernutzung zu roden und zu düngen, um das Wild fern zu halten und um Ungeziefer, z. B. Schlangen, zu vernichten.
Die „Savannifikation“, d. h. die Ausbreitung der Trocken- und Dornstrauchsavannen, kann also ähnlich wie bei der „Desertifikation“ (Wüstenausbreitung) als durch den Menschen ausgelöster, anthropogener Prozess angesehen werden.

  • Der Wurzelraum von Bäumen und Gräsern der Savannen
Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Savannentypen." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/index.php/schuelerlexikon/geografie/artikel/savannentypen (Abgerufen: 10. February 2026, 21:38 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Savanne
  • Dornbaumsavanne
  • Feuchtsavanne
  • Savannentypen
  • Trockensavanne
  • Dornstrauchsavanne
  • Savannenbrände
  • Zone der wechselfeuchten Tropen
  • anthropogener Prozess
  • Savannifikation
Jetzt durchstarten

Lernblockade und Hausaufgabenstress?

Entspannt durch die Schule mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack.

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.

Verwandte Artikel

Der Kilimandscharo – höchstes Bergmassiv Afrikas

Der Kilimandscharo ist Wahrzeichen und höchster Punkt Afrikas. Er besteht aus einem Bergmassiv von drei miteinander verbundenen Vulkanen. Der höchste von ihnen, der Kibo, ist 5 892 m hoch und trägt eine Eiskappe. Sein Gipfel heißt Uhuru (Freiheit).

Der Kilimandscharo ist eine Nachfolgeerscheinung der tertiären Bruchtektonik, wodurch der Ostafrikanische Grabenbruch entstanden ist.
Ein Europäer bekam den Kilimandscharo erstmals 1848 zu Gesicht. Die Schneebedeckung des Berges, so nahe unter dem Äquator, wurde zunächst stark angezweifelt. Die Erstbesteiger waren 1889 HANS MEYER und LUDWIG PURTSCHELLER.

Am Kilimandscharo haben sich mit zunehmender Höhe bestimmte Vegetationsstufen herausgebildet, die den Vegetationszonen auf der Nordhalbkugel entsprechen. Seit 1973 genießt der Kilimandscharo den Schutzstatus eines Nationalparks. Ganzjährig zieht der Kilimandscharo Touristen an.

Russische Föderation

Die Russische Föderation ist mit einer Fläche von 17,1 Mio. km² das größte Land der Erde. Seine Ost-West-Ausdehnung beträgt 9000 km, seine Nord-Süd-Ausdehnung etwa 4000 km.
Das Land war bis 1991 Kernland der Sowjetunion. Russland liegt auf den Kontinenten Europa und Asien. Von Westen nach Osten kann man das Land in sechs Großräume gliedern: das Osteuropäische Tiefland, den Ural, der Europa und Asien trennt, das Westsibirische Tiefland, das Mittelsibirische Bergland, das Ostsibirische Gebirgsland und die Hochgebirge im Süden.
Das Kennzeichen des Klimas in Russland ist die Kontinentalität. Die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind sehr groß. Klima-, Vegetations- und Bodenzonen sind annähernd parallel zu den Breitenkreisen angeordnet. Der größte Teil des Landes hat gemäßigtes Klima. Die Tundra im Norden und die sich nach Süden anschließende Taiga sind die typischen Vegetationszonen Russlands. Die sibirische Taiga ist das größte Waldgebiet der Erde. Die südlichen Waldsteppen sind landwirtschaftlich intensiv nutzbar.
Russland ist ein Vielvölkerstaat. Die meisten Menschen leben im europäischen Teil des Landes. Der größte Teil der Gläubigen gehört der russisch-orthodoxen Kirche an.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken) im Jahr 1991 kam es in Russland zu tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Der große Reichtum an Bodenschätzen, vor allem Eisenerz, Steinkohle und Erdölvorkommen, beförderte die Entwicklung Russlands zum Industrieland.

Republik Sambia

Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Im Westen grenzt er an Angola, im Norden an die Demokratische Republik Kongo und Tansania, im Westen an Malawi und Mosambik, im Süden an Simbabwe, Botswana und Namibia. Sambia umfasst die Rumpffläche der zentralen und östlichen Lundaschwelle mit Inselbergen. Im Nordosten liegt es im Bereich des Ostafrikanischen Grabensystems. Der Sambesi und seine Nebenflüsse durchziehen das Land.
Das tropische Hochlandklima ist mäßig warm und feucht. Regenwald und Trockenwald bedecken ein Viertel des Landes. Savannengebiete prägen den zentralen Teil.
In Sambia gibt es über 90 ethnische Gruppen. Die meisten sind Bantustämme. 45 % der Bevölkerung lebt heute schon in Städten. Drei Viertel der Bevölkerung sind Christen.
Landwirtschaft und Bergbau sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Für den Export werden Tabak, Baumwolle und Zuckerrohr angebaut. Sambia ist reich an Bodenschätzen. Wichtigster Devisenbringer ist der Kupferbergbau mit dem Nebenprodukt Kobalt. Erzverhüttung und Nahrungsmittel- und Textilindustrie, chemische- und pharmazeutische Industrie sind wichtige Wirtschaftszweige.

Sibirien

Sibirien ist eine Großlandschaft im nördlichen Asien. Es umfasst den größten Teil des asiatischen Territoriums von Russland sowie den Norden von Kasachstan. Es liegt zwischen dem Ural im Westen und dem Pazifik im Osten, zwischen dem Nordpolarmeer im Norden und der Kasachischen Schwelle sowie der Gebirgsumrahmung an den Grenzen zur Mongolei und zu China im Süden. Sibirien ist rund 16 Mio. km² groß und damit größer als Europa. Es hat jedoch nur etwa 33 Mio. Einwohner. Seine Nord-Süderstreckung beträgt rund 3500 km, die Ausdehnung von West nach Ost etwa 7000 km. Das Relief Sibiriens gliedert sich in die Großeinheiten Westsibirisches Tiefland, Mittelsibirisches Bergland, Nordsibirisches Tiefland sowie Nordsibirisches Gebirgsland. Das Klima ist kontinental mit extrem kalten Wintern und geringen Niederschlägen. Die Vegetationszonen verlaufen annähernd parallel zu den Breitengraden. Von Norden nach Süden folgen Polare Wüste, Tundra, Taiga, Waldsteppe und Steppe aufeinander. Die Bevölkerungsverteilung ist äußerst ungleichmäßig. Die Besiedlung beschränkt sich hauptsächlich auf einem Gürtel beiderseits der Transsibirischen Eisenbahn. Zwei Drittel der Bevölkerung leben in Städten. Nur der Süden Sibiriens bietet der Landwirtschaft günstige Voraussetzungen für Ackerbau. Sibirien ist reich an Erzvorkommen. Die Förderung und Nutzung fossiler Brennstoffe bilden die Grundlage für Eisen-, Bunt- und Leichtmetallindustrie sowie für Maschinenbau.
Wichtigste Verkehrswege sind die Transsibirische Eisenbahn sowie die Baikal-Amur-Magistrale (BAM). Erdöl und Erdgas werden in Pipelines zu Verarbeitungs- und Verbrauchszentren in Russland, Kasachstan und Europa transportiert.

Die Serengeti – größter und ältester Nationalpark Tansanias

Der Serengeti-Nationalpark mit einer Fläche von fast 15000 km² ist eines der größten Naturschutzgebiete der Welt. Der Name „Serengeti“ entstammt der Sprache der Masai und bedeutet „endlose Ebene“. Der Nationalpark wurde 1951 eröffnet. Mannigfaltige Landschaften wechseln sich ab. Es gibt endlose Grassavannen mit Inselbergen, savannenähnliche Gebiete mit vereinzelten Akazien, Buschsavannen, Baumsavannen und Galeriewälder an Flüssen.

Die Serengeti liegt durchschnittlich auf ca. 1300 m Meereshöhe. Weltbekannt wurde die Serengeti wegen ihrer riesigen Bestände an Huftieren und deren alljährlicher Wanderung. Die Serengeti ist Teil eines riesigen Ökosystems.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026