Hunde

Der Hund – ein Säugetier

Der Hund gehört zu der Gruppe der Säugetiere. Er weist wie alle Säugetiere eine körperliche Untergliederung in Kopf, Rumpf, Gliedmaßen und Schwanz auf. Sein Skelett besteht aus vielen Knochen, welche über Gelenke oder knorpelige Gebilde miteinander verbunden sind. Über die Wirbelsäule, eines der wichtigsten Bestandteile des Skeletts, stehen die anderen Skelettteile – Schädel, Schulter-, Beckengürtel, Gliedmaßenskelett der Vorder- und Hinterbeine – miteinander in Verbindung. Aufgrund der Wirbelsäule zählt der Hund, wie alle anderen Säugetiere, zu der Gruppe der Wirbeltiere.
Sein Gebiss weist die charakteristischen Merkmale der Fleischfresser (Raubtiergebiss) auf.

Der Hund – des Menschen liebstes Haustier

Die Mannigfaltigkeit und Individualität kann man z. B. gut an den Hunderassen erkennen. Es gibt über 400 Hunderassen. Diese sind durch individuelle Merkmale gekennzeichnet. Sie unterscheiden sich z. B. in der Körpergröße, der Beinlänge, der Felldichte und -farbe, der Schnauzenform.
Trotz der Unterschiede besitzen sie allgemeine Hundemerkmale, z. B. sind sie Fleischfresser und besitzen einen gut ausgebildeten Geruchs- und Gehörsinn.

Anatolischer Schäferhund Dalmatiner Husky
Pudel Setter Bullterrier

Die vielen verschiedenen Hunderassen werden aufgrund der Richtlinien der „Féderation Cynologique“ in 10 Gruppen eingeteilt: u. a. in Hütehunde und Treibhunde (z. B. Pinscher, Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Terrier, Dachshunde, Spitze, Vorstehhunde, Apportierhunde, Stöberhunde, Gesellschafts- und Begleithunde, Windhunde.

Alle Hunde, egal wie sie aussehen, haben einen gemeinsamen Vorfahren, nämlich den Wolf.

Der Wolf  – Vorfahre des Hundes

Die Domestizierung (darunter versteht man das Einfangen und Zähmen von Wildtieren zum Zwecke der Zucht und zur Verwendung als Nutztiere) des Wolfs begann vor etwa 14 000 Jahren, wahrscheinlich im Nahen Osten oder in Asien.
Es gilt als erwiesen, dass alle uns heute bekannten Haushundrassen auf ein und dieselbe Stammform zurückgehen, den Wolf.
Das hat man beim wissenschaftlichen Vergleich der Hirnmasse und des Verhaltens von Haushunden sowie durch genotypische Untersuchungen mit den drei infrage kommenden Stammformen – Wolf, Kojote und Schakal – eindeutig festgestellt.

Der Deutsche Schäferhund – beliebtester Hund der Welt

Im Jahre 1899 wurde mit der Züchtung des Deutschen Schäferhundes begonnen. Ziel war, aus dem damals vorhandenen Hütehund einen zu hohen Leistungen veranlagten Gebrauchshund zu schaffen. Deshalb wurden ganz spezielle Rassestandards für den Deutschen Schäferhund festgelegt. Diese Rassestandards beziehen sich sowohl auf die körperliche Beschaffenheit als auch auf die Wesens- und Charaktereigenschaften.

Der offizielle „Stammvater“ des Deutschen Schäferhundes ist „Hektor Linksrhein“, genannt Horand von Grafrath. Der Rüde gehörte dem königlich-preußischen Rittmeister a. D. MAX VON STEPHANITZ (1864–1936), der von den Gründungsmitgliedern des Vereins für Deutsche Schäferhunde zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt wurde.

MAX VON STEPHANITZ beschrieb den temperamentvollen Stammvater so: Wundervoll in einer anschmiegsamen Treue zum Herrn, ..., ungebändigt in seiner überschäumenden Lebensfülle, ..., nie müßig, immer unterwegs, gutmütig ..., aber kein Schmeichler; ein Kindernarr und immer – verliebt. Seinem Beobachter ein dauernder Genuß, ... .

Der Schäferhund ist heute eine der verbreitetsten Rassen weltweit. Er wird aufgrund seiner Eigenschaften als Polizei-, Zoll-, Lawinensuch-, Rettungs-, Sanitäts-, Schutz-, Wach-, Blindenführ-, Behinderten-, Hüte-, Sport-, Begleit-, Freizeit- und Familienhund genutzt.

Körpermerkmale und Eigenschaften

Gewicht und Größe: Rüden sind bis 65 cm hoch und wiegen etwa 30 bis 40 kg. Hündinnen sind etwas kleiner, sie sind bis zu 60 cm groß und wiegen 22 bis 32 kg.
Fell und Farbe: stockhaarig mit dichtem Deckhaar, möglichst dicht, gerade, harsch und fest anliegend; buschig behaarte Rute. Schwarz mit regelmäßigen braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Weiß ist nicht erlaubt.
Aussehen: mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und bemuskelt, die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest. Ausdrucksvoller Kopf und wohlproportionierter Körper. Nicht verwechselbar.
Wesen: ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, absolut unbefangen und (außerhalb der Reizlage) völlig gutartig.
Bewegung: Ein Schäferhund will und muss sich bewegen. Hat der Deutsche Schäferhund täglich ca. 2 bis 3 Stunden Bewegung, bleibt er ausgeglichen.

Der Boxer – ein nicht nachtragender Hund

Der echte Boxer wurde aus einer Kreuzung zwischen dem Bull Mastiff und der Bulldogge 1850 in München gezüchtet.
Die Stammväter vermachten dem Boxer Eigenschaften wie mutig, Furcht einflößend, zurückhaltend. Allerdings mussten bei der Züchtung einige über lange Zeit erworbene Eigenschaften beseitigt werden, und zwar die ererbte Aggressivität und der wenig vertrauenerweckende Gesichtsausdruck.

1895 wurde diese neue deutsche Rasse erstmals bei der Hundeausstellung in München öffentlich vorgestellt. Der Boxer war schlank, anhänglich und freundlich und wurde deshalb schnell zu einem Liebling der Hundefreunde.
Seine Beliebtheit beruht wohl zum einen auf seiner „wunderschönen Hässlichkeit“, zum anderen aber auf seinem guten und aufrichtigen Charakter, auf seiner Treue, Ausgeglichenheit, Reinlichkeit und Fröhlichkeit. Die Fröhlichkeit drückt sich übrigens dadurch aus, dass der winzige Schwanz ständig in Bewegung ist.
Außerdem ist er ein Hund, der nicht nachtragend ist und daher u. a. gut mit Kindern spielen kann.
Auch als Dienst- und Gebrauchshund hat der Boxer bei der Abrichtung hervorragende Ergebnisse erreicht. Im Vergleich mit dem Deutschen Schäferhund ist er als Wachhund für Haus und Hof, aber auch für die persönliche Verteidigung ebenbürtig.

Körpermerkmale und Haltung

Größe und Gewicht: Die Rüden werden bis zu bis 63 cm groß und wiegen etwa 30 kg. Die Rute ist hoch angesetzt, die Haare sind kurz und glänzend; Farben rostrot, gelbrot, gelb, gestromt.
Wichtig ist es, den Boxer nach einem Spaziergang im Regen sorgfältig abzutrocknen. Außerdem muss man auf eine fettarme Ernährung achten, um den Boxer bei schlanker Figur zu halten. Der Zahnarzt muss regelmäßig die Zähne kontrollieren (einmal im Jahr).
Der Boxer braucht genügend Auslauf in Feldern oder Parks.

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