Republik Jemen (Yemen)

Die Landschaft Jemen (in der Antike „Arabia Felix“ = „das glückliche Arabien“; arabisch Al Yaman = „Land zur Rechten“ von Mecca) liegt an der Südspitze der Arabischen Halbinsel.
Zum Staatsgebiet gehören die Koralleninseln Kamaran Islands im Roten Meer, die vulkanische Insel Perim Island in der Meerenge Bab el-Mandeb sowie die Inselgruppe Sokotra vor dem „Horn von Afrika“.
 

Wichtige Daten zum Land

Fläche:527 968 km²
Einwohner:20,7 Mio.
Bevölkerungsdichte:39 Einw./km²
Bevölkerungswachstum:3,5 %/Jahr
Lebenserwartung:58 Jahre
Landeshauptstadt:Sanaa (Sana'a)
Staatsform:Republik
Sprachen:Hocharabisch, jemenitischer Dialekt
Religionen:Moslems 99 % (davon Sunniten 53 % und Schiiten 47 %), Juden 1 %
Klima:subtropisches bis tropisches Klima
Bodennutzung:Ackerland 3,1 %, Wald (4 000 km² Waldreste)
Wirtschaftssektoren
(Anteil der Beschäftigten):
Landwirtschaft 48,5 %, Industrie 15 %, Dienstleistungen 36,5 %
Exportgüter:Rohöl
Bruttoinlandsprodukt:10 831Mio. US-$ (2003)
Bruttosozialprodukt:520 US-$ / Einw. (2003)

 

Jemen und Nachbarländer

Jemen und Nachbarländer

Naturraum

Der Naturraum wird unter den Gesichtspunkten Großlandschaften, Geotektonik und Klima betrachtet.

Großlandschaften

Der Jemen gliedert sich in fünf Großlandschaften, den Küstenstreifen, das Hochland des Jemen im Westen, den Gebirgsabfall, die Sand- und Kieswüsten im Osten und die Djol-Hochfläche im Südosten (Bild 2).

Jemen - Naturräume (Karte: Volker Höhfeld)

Jemen - Naturräume (Karte: Volker Höhfeld)

  1. Küstenstreifen der Tihamah
    Im Westen und Süden erstreckt sich der halbwüstenartige Küstenstreifen der Tihamah (Bild 3), eine 40 bis 70 km breite Küstenebene einschließlich eines niederen Gebirgsanstiegs (Gebirgstihamah) mit tief in den Gebirgshang greifenden Talebenen. An der Südküste, am Golf von Aden, breiten sich – soweit nicht Steilküste vorherrscht – teilweise Lavafelder mit aufgesetzten Vulkankegeln aus. Die Stadt Aden liegt in einem aus Schlacken bestehenden Doppelkrater.
     
  2. Hochland des Jemen
    Tihamah und Gebirgstihamah grenzen an das Hochland des Jemen zwischen Asir (Saudi-Arabien) im Norden, dem Golf von Aden im Süden, dem Roten Meer im Westen und den Ausläufern der Wüsten Saudi-Arabiens im Osten. Die höchste Erhebung des Hochlandes (und gleichzeitig der höchste Berg der Arabischen Halbinsel) ist der Jabal Nabu Shu'aib mit 3760 m.
    Dieses Hochland durchziehen in 2600-2200 m Höhe breite Becken (z. B. Becken von Sadah, Becken von Sana'a) (Bild 4). Mit mittleren Gipfelhöhen von 3000 m liegt die Wasserscheide auf der im Westen gelegenen Hochkante des Plateaus.
     
  3. Gebirgsabfall
    Nach Westen bzw. Süden hin bricht das Hochland zur Tihamah hin mit einem von Brüchen begleiteten markanten Gebirgsabfall scharf ab (Bild 5), der speziell auf der Westseite auf breiter Front durch tief eingeschnittene Wadis in zahlreiche isolierte Berg- und Gebirgsstöcke aufgelöst ist.
     
  4. Rub al-Chali
    Nach Osten hin dacht sich das Hochland als Schichtstufenlandschaft mit einer teilweise markanten Bruchkante ab. Dahinter beginnt die Wüste Rub al-Chali (Große Arabische Wüste) mit ihren ausgedehnten Kiesflächen (Serir), Sand- und Dünenfeldern (Erg) (Bild 6).
     
  5. Djol-Hochfläche
    An die östlichen Südküste, am Golf von Aden, schließt sich nach Norden hin die sterile Felswüste (Hamadah) der Djol-Hochfläche (Bild 7) an, ein Kalk-Hochplateau aus der Zeit des Eozäns. Der Djol ist von über 300 m tiefen steilwandigen Wadis zerschnitten. Bedeutend ist vor allem das fast 200 km küstenparallel verlaufende Wadi Hadramaut, das sich als Wadi Masilah (Maseila) der Küste zuwendet.
    Der Djol senkt sich nach Norden zur Rub al-Chali ab. Die höchsten Erhebungen (2469 m ü. M.) des Plateaus liegen auch hier auf der Wasserscheide des Plateaus über der nach Süden, zum Golf gerichteten Stirnseite. Von hier aus eilen tief eingeschnittene Wadis nach Norden dem Wadi Hadramaut zu. Nur in ihnen ist landwirtschaftlicher Anbau möglich (Bild 8).
Dünenfelder in der Tihamah

Dünenfelder in der Tihamah

Becken von Yarim

Becken von Yarim

Abbruchkante des jemenitischen Hochlandes bei Mahwit

Abbruchkante des jemenitischen Hochlandes bei Mahwit

Dünen in der Rub al-Chali

Dünen in der Rub al-Chali

Kalkhochplateau des Djol

Kalkhochplateau des Djol

Palmen an Bewässerungsgräben im Wadi Hadramaut

Palmen an Bewässerungsgräben im Wadi Hadramaut

Geotektonik

Infolge seiner Lage am Ostrand des tektonisch aktiven Grabens des Roten Meeres sind neben Kreidesandsteinen, Jurakalken (Kalkplateau von Khamir-Kawkaban) und kristallinem Grundgebirge (präkambrische Granite und Gneise) über 1000 m mächtige vulkanische Decken (Trappdecken) aus mehreren Perioden zwischen Oberkreide und Quartär am geologischen Bau beteiligt. Mit dem Einbruch des Roten-Meer-Grabens stießen am Grabenrand und der östlichen Abdachung junge Vulkane (Bild 9) durch die alten Gesteine. Deren unfruchtbare, unwegsame Lavenfelder (Harra) stehen im Gegensatz zu den fruchtbaren Böden der verwitterten älteren tertiären Lavadecken. Auffällig bis in die Gegenwart sind Erdbeben (tektonische Instabilität) und heiße Quellen (nachvulkanische Tätigkeiten).

Junge Vulkane bei Marib

Junge Vulkane bei Marib

Klima

Aufgrund der Lage südlich des nördlichen Wendekreises (Wendekreis des Krebses) herrscht subtropisches bis tropisches Klima mit zwei Regenzeiten pro Jahr. Sie bringen allerdings keine verlässlichen Regenmengen (Bild 10).
Infolge der besonderen geografischen Gegebenheiten lässt sich der Jemen in drei Klimagebiete aufteilen:

  1. In den niederschlagsarmen Küstenstreifen am Roten Meer und in den südlichen und südöstlichen Provinzen (Tihamah und Gebirgstihamah) sind die Sommer außerordentlich schwül. Hier herrscht feuchtheißes Tropenklima mit Sommertemperaturen über 40 °C und im Winter zwischen 30 °C und 35 °C bei einer extremen Luftfeuchtigkeit zwischen 65 % und 90 %. Nachts kühlt es kaum unter 20 °C ab.
     
  2. Das Hochland des Bergjemen einschließlich der vorgelagerten Gebirgstöcke zeichnet sich durch starke Sonneneinstrahlung mit relativ gemäßigten Tagestemperaturen im Winter (20 °C-25 °C) und großer Hitze im Sommer (25 °C-30 °C) aus. Die relative Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 20 % und 50 %, die Höchsttemperaturen erreichen im Juni/Juli bis 38 °C. Die Nächte allerdings kühlen merklich ab, im Dezember/Januar können die Temperaturen nachts sogar bis unter den Gefrierpunkt sinken.
     
  3. Im Regenschatten der Gebirge, speziell in den Wüstengebieten im Norden und Osten, zur zentralarabischen Wüste Rub al-Chali hin, herrscht stets trockenes und heißes Wüstenklima.

 

Bevölkerungszusammensetzung

In den 17 Provinzen der Republik Jemen leben überwiegend jemenitische Araber. Im Wadi Hadramaut ist der malaiische Einschlag der Bevölkerung unverkennbar; Inder und Somali haben sich an der Küste zum Golf von Aden niedergelassen.

Bevölkerungsverteilung

Der Grad der Urbanisierung liegt bei nur ca. 34 %. Nach der Hauptstadt und dem Regierungssitz Sanaa/Sana'a (2200 m hoch, ca. 2,4 Mio. Einw.) ist Taizz (1300-1500 m, ca. 600 000 Einw.) zweitgrößte Stadt im Landesinneren und letzter Sitz des Imam. Als Küstenstädte (Exporthäfen) haben Aden, die alte Hauptstadt des Protektorats Aden und des Südjemen, ca. 507 000 Einwohner und Al-Hudeidah ca. 550 000 Einwohner.

Gesundheitswesen

Zugang zu sauberem Trinkwasser haben 85 % der städtischen Bevölkerung, aber nur 64 % der Dörfler. Über sanitäre Anlagen verfügen 87 % in der Stadt, aber nur 31 % auf dem Lande. Der Anteil öffentlicher Gesundheitsausgaben (am BIP) liegt bei 2,4 %. Aufgrund schlechter medizinischer Versorgung (2 Ärzte und 6 Krankenhausbetten auf 10000 Einwohner) vor allem außerhalb der Städte ist bei einer Fruchtbarkeitsrate von 9,6 Geburten je Frau (2002) und einem Bevölkerungswachstum von 3,4 % (2002) die Hälfte der Landesbewohner in einem Alter von unter 15 Jahren.
Die Säuglingssterblichkeit pendelt um 7,6 %, die der Müttersterblichkeit bei 8,5 ‰ der Geburten. Fast die Hälfte der Kinder ist unterernährt. Niedrig ist bislang die HIV-Infektionsrate (0,01 %).

Klimadiagramme von Aden und von Sana'a

Klimadiagramme von Aden und von Sana'a

Bildung

Die öffentliche Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP) liegen bei 6,7 %. Obwohl eine allgemeine Schulpflicht besteht (6-15 Jahre, Einschulungsquote 83 %), ist die Analphabetenrate von ca. 62 % (2001) recht hoch (Männer 47 %, Frauen 74 %). Besonders der Ausbildungsgrad der Mädchen ist sehr gering. Seit 1970 gibt es in Sana'a und seit 1975 in Aden eine Universität.

Religion und Lebensweise

99 % der Jemeniten sind Moslems (53 % sunnitische Schafüten und 47 % schiitische Zayditen). Gering ist der Bevölkerungsanteil jüdischer Religion (Bild 11).
Trotz zunehmender Hinwendung zu Kulturwerten anderer, besonders westlicher Länder sind besonders im Norden des Landes traditionell-religiöse Strukturen, wie Verschleierung der Frauen (Bild 12), Großfamilie und Stammeskriegertum (Bild 13), noch auffällig aktuell. Der stützende traditionelle Familienverband spielt nach wie vor eine große Rolle, denn es gibt keine Sozialversicherung.

Siedlungsbild

Verschiedene traditionelle Haus-Baustile finden sich bis heute in Abhängigkeit von den örtlichen Materialressourcen (Lehm, Steine, Holz) in den Regionen Jemens. Besonders markant sind die bis zu neun Etagen hohen Wohntürme in Shibam/Hadramaut (Bild 14); die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, und die bis zu 30 m hohen, reich verzierten Hochhäuser in der Altstadt von Sana'a (s. Bild 19).
Zahlreiche Gebirgsdörfer liegen in z. T. schwindelerregenden Schutzlagen auf Kuppen, Spornen und Bergspitzen (Bild 15) und stehen damit im krassen Gegensatz zu den afrikanisch anmutenden Hütten der Tihamahbewohner (Bild 16).

Jüdischer Schmuckhändler in Sadah

Jüdischer Schmuckhändler in Sadah

Verschleierte Frauen in Suq ad-Dalch

Verschleierte Frauen in Suq ad-Dalch

Jemenitischer Stammeskrieger mit Dolch (Djambiyah) und Gewehr

Jemenitischer Stammeskrieger mit Dolch (Djambiyah) und Gewehr

Lehmhochhäuser in Shibam/Hadramaut

Lehmhochhäuser in Shibam/Hadramaut

Landwirtschaft

Neben der fortschreitenden Technisierung, Mechanisierung und Motorisierung (Motorpumpe) haben sich vor allem in der Landwirtschaft archaisch anmutende Strukturen und Praktiken erhalten. Noch immer erfolgen Feldvorbereitungen und Ernten mit einfachen Hakenpflügen, Eggen, nagelbewehrten Dresch-Streichbrettern und Handsicheln.
Obwohl man trotz künstlicher Bewässerung nur auf 3,1 % der Landesfläche Anbau betreiben kann, ist mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt. Etwa 30 % der Nutzflächen werden bewässert. Vom verfügbaren Süßwasser fließen über 90% in die Landwirtschaft. Die Tierhaltung (Ziegen, Schafe, Rinder, Geflügel) bildet wegen der zunehmenden Überweidung randlicher Räume ein bedenkliches Problem in der Landwirtschaft. Nomadismus dagegen spielt eine recht untergeordnete Rolle. Die Masse der Landbewohner sind sesshafte Bauern mit meist kleinbäuerlichen, 3-5 ha großen Betrieben. Weniger als 10 % der Bevölkerung sind Nomaden.
Bemerkenswert ist ein Produktionsrückgang in der Landwirtschaft von 30-40 % in den letzten 40 Jahren, der mit der steigenden finanziellen Abhängigkeit der Bauern von städtischen Kreditgebern in Verbindung steht.
Das Land war in den Randgebirgen einst mit Wald bedeckt. Er ist bis auf 4000 km² Waldreste (u. a. Wacholder) fast durchweg gerodet und besitzt außerhalb des Kulturlandes vorwiegend Savannencharakter mit Akazien und Euphorbienvegetation. Die jährliche Rodung liegt bei 92 km².
Der Fischfang ist zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden (Bild 17).

Bergdorf Hajjarah im Jabal Haraz

Bergdorf Hajjarah im Jabal Haraz

Tihamah-Dorfhütte

Tihamah-Dorfhütte

Fischereihafen von al-Hudaidah

Fischereihafen von al-Hudaidah

Industrie

An Rohstoffen wird lediglich im Süden und im umstrittenen Grenzgebiet zu Saudi-Arabien bei Marib (Bild 18) Erdöl gefördert (Energieproduktion 20,25 Mio. t ÖE).
Die mit Unterstützung des Auslandes bescheidene Industrialisierung (Textil-, Zement- und Zigarettenfabriken im Norden, Erdölraffinerien im Süden) ist gekennzeichnet durch wenig qualifizierte Arbeitskräfte, Abwanderung von Arbeitskräften, hohe Kosten für Energie (Energieverbrauch 3,14 Mio. t ÖE), begrenzte Absatzmöglichkeiten und zurückgehende Investitionen. Ursache sind oft die traditionellen Stammesstrukturen.

Außenhandel

Dank der Erölfunde erwirtschaftet der Jemen trotz hoher Auslandschulden einen Außenhandelsüberschuss. Vom Exportvolumen entfallen ca. 95% auf Rohöl. Der Import entfällt zu 20 % auf Maschinen und Transportmittel, zu 15 % auf industrielle Vorprodukte und zu 36 % auf Nahrungsmittel. Haupthandelspartner sind die arabischen Länder und zunehmend die EU-Staaten.

Ölfelder bei Safir/Marib (Jemen)

Ölfelder bei Safir/Marib (Jemen)

Tourismus

Tourismus spielt wirtschaftlich eine nicht unerhebliche Rolle. Er ist aber aufgrund bescheidener Infrastrukturen und innenpolitischer Unsicherheiten (Bürgerkriege, Entführungen, vermutete Verbindungen zum Terror-Netzwerk Al-Qaida) starken Schwankungen unterworfen. Zahlreiche attraktive Reiseziele finden sich neben dem ansprechend abwechslungsreichen Landschaftscharakter in historischen Städten mit ihren architektonischen Baudenkmälern und labyrinthartigen Gassen, wie in der Altstadt von Sana'a (Bild 19) (Weltkulturerbe) und in Resten aus der Antike, wie die Tempelanlagen von Saba oder der antike Damm bei Marib (Bild 20).

Altstadthäuser in Sana'a

Altstadthäuser in Sana'a

Reste einer Schleuse am antiken Damm bei Marib

Reste einer Schleuse am antiken Damm bei Marib

Aus der Geschichte

Seit vorchristlicher Zeit, vor allem unter der sagenhaften Königin von Saba (Sabäerreich, Marib) und dem Königreich Himyar, hatte das heutige jemenitische Gebiet wegen seiner klimatischen Gunstlage, insbesondere aber als wirtschaftliches und kulturelles Transitland an der Weihrauchstraße zwischen Indien, dem östlichen Afrika und dem Mittelmeerraum eine große Rolle gespielt.
Es gelangte nach dem dritten nachchristlichen Jahrhundert unter den Einfluss der Äthiopier und Perser und wurde nach einer kurzen christlichen und jüdischen Epoche als Teil des Kalifenreiches muslimisch.
Vom zehnten Jahrhundert an waren im Jemen saiditische Imame politisch-religöse Herrscher (Bild 21). Das Land war unabhängig, geriet dann teilweise (vor allem die Tihamah) unter den Einfluß des Osmanenreiches (1538-1630, 1849-1918). 1839 besetzten die Briten die Hafenstadt Aden als Stützpunkt für den Seeweg nach Indien.
In dem nach 1918 unabhängigen Königreich Jemen führten ein Krieg mit Saudi-Arabien (1933/34) und innenpolitische Probleme (Revolten gegen das Imamat) 1962 zum Bürgerkrieg und zur Spaltung des Landes in eine „Arabische Republik Jemen“ im Norden (Nordjemen) mit der Hauptstadt Sana'a und eine südarabische Föderation (später „Demokratische Volksrepublik Jemen“, Südjemen) mit Aden als Zentrum.

Imamspalast im Wadi Dhar bei Sana'a

Imamspalast im Wadi Dhar bei Sana'a

1990 schlossen sich die beiden Landesteile zur „Republik Jemen“ wieder zusammen. Die Hauptstadt wurde Sana'a. Heute ist der Jemen eine arabische, islamische und unabhängige Republik (arabisch: Al-Djumhuriya al-Yamaniya). Die begonnene Demokratisierung, der Boykott durch arabische Staaten (Saudi Arabien) und die USA (Entzug von Wirtschaftskrediten) wegen proirakischer Haltung des Jemen im Golfkrieg 1991 und vermutete Verbindungen zur Terrororganisation Al-Qaida führten zu innen- und außenpolitischen Konflikten. Spannungen zwischen imamtreuen Stämmen (Bild 22) (im Norden und im Osten) und regierungstreuen Kräften sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben.

Stammesversammlung in al-Qasim

Stammesversammlung in al-Qasim

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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