Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Biologie Abitur
  3. 8 Evolution und biologische Vielfalt
  4. 8.2 Indizien für die Evolution der Organismen
  5. 8.2.1 Molekularbiologie und Biochemie sprechen für einen gemeinsamen Ursprung der Lebewesen
  6. Urtierchen

Urtierchen

Zu den Urtierchen gehören Wurzelfüßer (z. B. Amöben), Wimpertierchen (z. B. Pantoffeltierchen), Geißeltierchen und Sporentierchen. Einige Urtierchen leben parasitisch in Mensch und Tier. Das Pantoffeltierchen ist ein tierischer Einzeller. Die Zellmembran trägt Wimpern, die der Fortbewegung dienen.

Die Verdauung der Nahrung erfolgt in Nahrungsvakuolen, die Regulierung des Wassergehalts im Zellplasma durch pulsierende Vakuolen. Die Fortpflanzung der Pantoffeltierchen erfolgt ungeschlechtlich und geschlechtlich. Die Amöbe ist ein tierischer Einzeller, der seine Gestalt verändern kann. Scheinfüßchen dienen der Fortbewegung und Nahrungsaufnahme.

Schule wird easy mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.
Jetzt 30 Tage risikofrei testen
Your browser does not support the video tag.

Urtierchen vermehren sich hauptsächlich ungeschlechtlich durch Zellteilung, seltener geschlechtlich (z. B. Pantoffeltierchen).
Urtierchen können sich mit Scheinfüßchen, Wimpern oder Geißeln fortbewegen.

Einige Urtierchen leben parasitisch in Mensch und Tier und rufen gefährliche Erkrankungen hervor, z. B. Trypanosoma-Arten (Geißeltierchen). Von ihnen werden Krankheiten wie Schlafkrankheit, Nagana und Beschälseuche verursacht.

Das Pantoffeltierchen (Paramaecium)

Beim Mikroskopieren von Wassertropfen aus einem Heuaufguss kann man ein einzelliges Tier entdecken, das seiner Form nach Pantoffeltierchen genannt wird. Die gesamte Zellmembran, von der das Pantoffeltierchen umgeben ist, trägt Wimpern. Durch das Schlagen mit den Wimpern erfolgt die Fortbewegung der Pantoffeltierchen in ihrem Lebensraum, z. B. in stehenden Gewässern (wie Tümpeln, Pfützen).

Zur Ernährung nehmen die Pantoffeltierchen Bakterien und Algen durch den Zellmund auf. Im Zellplasma werden Nahrungsvakuolen gebildet, in denen die Nahrung verdaut wird. Dabei wandern die Nahrungsvakuolen durch die Zelle. Die unverdaulichen Reste werden durch den Zellafter ausgeschieden. Zur Regulierung des Wassergehalts im Zellplasma dienen pulsierende Vakuolen. In ihnen sammelt sich überschüssiges Wasser, das durch rhythmisches Zusammenziehen der Vakuolen nach außen abgegeben wird.

  • Bau des Pantoffeltierchens

    Walther-Maria Scheid

Die ungeschlechtliche Fortpflanzung erfolgt durch Querteilung der Mutterzelle. Nach der Teilung der Zellkerne und der Neubildung der pulsierenden Vakuolen schnürt sich das Zellplasma quer durch. Die neu gebildeten Zellbestandteile werden auf die Tochterzellen verteilt.

Das Pantoffeltierchen kann sich auch geschlechtlich fortpflanzen. Zur geschlechtlichen Fortpflanzung legen sich zwei Pantoffeltierchen aneinander. Zwischen ihnen bildet sich eine Plasmabrücke aus. In beiden Tieren löst sich der Großkern auf. Durch mehrere Teilungen des kleineren Zellkerns entstehen in jedem Pantoffeltierchen ein Wanderkern und ein Ruhekern. Über die Plasmabrücke werden die Wanderkerne zwischen den beiden Pantoffeltierchen ausgetauscht. Die ausgetauschten Wanderkerne verschmelzen jeweils mit dem im Tier verbliebenen Ruhekern. Anschließend trennen sich die Pantoffeltierchen voneinander. Jedes Pantoffeltierchen bildet einen neuen Großkern.

Diese Form der geschlechtlichen Fortpflanzung nennt man Konjugation.

  • Geschlechtliche Fortpflanzung des Pantoffeltierchens

Die Amöbe (Amoeba)

An Wasserpflanzen in Teichen oder im Schlamm stehender Gewässer findet man die Amöbe. Man nennt diesen tierischen Einzeller auch Wechseltierchen, weil er seine Gestalt immer wieder verändern kann. Durch die Bildung von Plasmafortsätzen, den Scheinfüßchen, bewegen sich die Amöben kriechend fort. Zur Ernährung nehmen sie Bakterien, andere Einzeller oder Pflanzenreste auf. Die Scheinfüßchen umfließen dabei die Nahrung. Im Zellplasma bilden sich zur Verdauung der Nahrung Nahrungsvakuolen. Die Regulierung des Wassergehalts im Zellplasma erfolgt durch die pulsierende Vakuole. Bei der Fortpflanzung entstehen durch Zellteilung zwei Tochtertiere.

Das Pantoffeltierchen und die anderen tierischen Einzeller nehmen mit der Nahrung organische Stoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) auf. Sie ernähren sich heterotroph. Diese organischen Stoffe sind zum Beispiel in den Bakterien und Algen enthalten, die das Pantoffeltierchen als Nahrung aufnimmt.

  • Bau einer Amöbe

    Urtierchen - Amöbe (Schema)

  • Nahrungsaufnahme bei einer Amöbe

    Walther-Maria Scheid

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Urtierchen." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/artikel/urtierchen (Abgerufen: 20. May 2025, 06:31 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Fortpflanzung> geschlechtliche
  • Wechseltierchen
  • Sporentierchen
  • heterotroph
  • Geißeltierchen
  • Pantoffeltierchen
  • Urtierchen
  • Amöbe
  • Nahrungsvakuole
  • Wimpertirchen
  • Konjugation
  • parasitisch
  • Fortpflanzung> ungeschlechtliche
  • Wimper
  • Geißel
Jetzt durchstarten

Lernblockade und Hausaufgabenstress?

Entspannt durch die Schule mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack.

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.

Verwandte Artikel

Darwins Weltreise und Evolutionstheorie

CHARLES DARWIN (1809-1882) war ein britischer Naturforscher und Begründer der modernen Evolutionstheorie.
Er entwickelte die Idee der natürlichen Selektion, die in einem lang dauernden Prozess zu Veränderungen der Lebensformen führt.
Seine Arbeiten beeinflussten die Biologie und die Geologie maßgeblich und haben auch auf geistesgeschichtlichem Gebiet große Wirkung ausgeübt.
DARWIN wurde am 12. Februar 1809 als fünftes Kind einer reichen englischen Familie geboren. Seinem Vater zuliebe, einem berühmten Arzt, studierte er Medizin. 1827 brach DARWIN das Studium jedoch ab um auf den ausdrücklichen Wunsch seines Vaters hin, Theologie zu studieren. Damals machte er die Bekanntschaft mit dem Geologen ADAM SEDGWICK und dem Botanikprofessor JOHN HENSLOW.
Sie förderten sein Interesse an biologischen und geologischen Problemen.
Nach dem Abschluss seines Theologiestudiums (1831) konnte DARWIN als unbezahlter Wissenschaftler an einer fünfjährigen Expedition an Bord des Königlichen Forschungs- und Vermessungsschiffes „BEAGLE“ teilnehmen.

Zeugnisse der kulturellen Evolution

In enger Verbindung mit der biologischen Evolution verlief die kulturelle Evolution des Menschen anfangs äußerst langsam, seit etwa 80000 Jahren jedoch sehr beschleunigt. Dabei handelt es sich um die Herausbildung von Traditionen und deren Weitergabe von Generation zu Generation.
Biologische und kulturelle Evolution sollten als Einheit gesehen werden, da die Leistungen des Menschen nur aufgrund seiner genetischen Ausstattung möglich sind.

Entwicklung der Herrentiere (Primaten) im Tertiär

Zahlreiche Funde belegen die Evolution des Menschen aus nicht menschlichen Vorfahren. Der Mensch gehört im natürlichen System der Organismen mit den Halbaffen (z.B. Maki) und den Echten Affen (Neuwelt- und Altweltaffen) zu den rezenten (heute lebenden) Primaten.

Out-of-Africa-Hypothese versus Multiregionale Hypothese

Bei einer Gegenüberstellung der Out-of-Africa-Hypothese mit der Multiregionalen Hypothese wird deutlich, dass beide Modelle in ihrer Argumentation Stärken und Schwächen aufweisen.

Wissenstest7, Evolution und biologische Vielfalt

Hier kannst du dich selbst testen. So kannst du dich gezielt auf Prüfungen und Klausuren vorbereiten oder deine Lernerfolge kontrollieren.

Multiple-Choice-Test zum Thema "Biologie - Evolution und biologische Vielfalt".

Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!

WISSENSTEST

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2025