Farbenblindheit

Das Licht breitet sich in elektromagnetischen Wellen aus. Das Spektrum des sichtbaren Lichtes (das weiße Licht) reicht von den Farben Rot bis Violett. Infrarotes und ultraviolettes Licht sind für uns unsichtbares Licht.
In der Dämmerung und bei geringer Beleuchtung können wir mit den Stäbchen Hell und Dunkel unterscheiden und mit den Zapfen bei ausreichender Beleuchtung Farben sehen.

In der Netzhaut unseres Auges gibt es drei verschiedene Zapfentypen, die je einen spezifischen Sehfarbstoff besitzen. Sie werden durch Licht der Grundfarben Rot, Grün und Blau erregt. Eine gleich starke Erregung aller drei Zapfentypen ruft den Eindruck Weiß hervor. Werden durch rotes und grünes Licht nur die Rotzapfen und Grünzapfen erregt, sehen wir die Farbe Gelb. Spektralfarben können also gemischt werden. Durch unterschiedliches Mischen der Grundfarben Rot, Grün und Blau erhält man alle Farben.

In unserem Auge wird jede Farbe durch ein für sie typisches Erregungsverhältnis der drei Zapfentypen widergespiegelt. Dadurch kann unser Auge 150 bis 200 verschiedene Farben und ca. 7 Millionen Farbtöne unterscheiden. Bei einigen Menschen können die Zapfen für eine der Grundfarben oder sogar für mehrere Farben gestört sein oder ganz fehlen. Es kommt dann zu Farbsinnstörungen ( Farbenfehlsichtigkeit ) oder zur Farbenblindheit .

Eine totale Farbenblindheit kommt bei Menschen jedoch sehr selten vor. Hierbei handelt es sich dann um einen genetischen Defekt auf der Netzhaut, der x-chromosomal rezessiv vererbt wird. Betroffene Menschen können keinerlei Farben unterscheiden. Umgangssprachlich wird die Rotgrünsehschwäche als Farbenblindheit bezeichnet. Das ist nicht korrekt. Hierbei handelt es sich um eine Farbenfehlsichtigkeit.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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