Pflanzenbewegungen

Quellungsbewegungen

Quellung ist die Volumenvergrößerung eines lebenden oder nicht lebenden Körpers durch Wasseraufnahme. Dieser Vorgang kann wiederholt vollzogen und wieder rückgängig gemacht werden (Entquellung).
Quellungsbewegungen (hygroskopische Bewegungen) der Pflanzen beruhen auf Quellungs- und Entquellungsbewegungen und den damit verbundenen Volumenveränderungen in den unterschiedlichen Gewebeschichten. Sie sind nicht an lebendes Zellplasma gebunden.

Besonders gut lassen sich solche hygroskopischen Bewegungen bei reifen Kiefernzapfen beobachten: bei Trockenheit öffnen sie sich und geben die Samen frei, während sie sich bei Feuchtigkeit schließen, um die Samen zu schützen. (Dieser Vorgang ist umkehrbar und auch bei am Boden liegenden Kiefernzapfen zu beobachten, wodurch sich diese als „Wetteranzeiger“ eignen.)

Ein weiteres Beispiel für hygroskopische Bewegungen ist der Reiherschnabel (Erodium). Seine Teilfrüchte besitzen einen langen Sporn, der an seiner Ansatzstelle spiralig gewunden ist. In Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit kann sich diese Spirale mehr oder weniger weit aufdrehen Die Spornspitze hakt sich im Boden fest und das Samenkorn bohrt sich in den Boden.

Bewegungen zur Verbreitung von Samen und Früchten


Ist ein bestimmter Reifegrad, z. B. bei Früchten, erreicht, werden Pflanzenteile zerstört. Beispielsweise platzen die trockenen Hülsen des Besenginsters auf, die Samen werden fortgeschleudert.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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