Spezialisierung

Bei der Betrachtung uns bekannter Vogelarten wird an den ausgebildeten Schnäbeln die Spezialisierung, d. h. die Angepasstheit an die verschiedenen Ernährungsweisen, deutlich.

  • Körnerfresser: gedrungene, kräftige Schnäbel.
  • Insektenfresser: lange, spitze Schnäbel; müssen die Insekten aus Baumstämmen usw. gepickt werden, ist der Schnabel zudem sehr kräftig.
  • Nektarsauger: langer, spitzer, dünner Schnabel, um auf den Grund der Blütenkelche zu gelangen.
  • Fleischfresser: kräftiger Schnabel mit hakig gebogenem Oberschnabel, zum Zerreißen der Beute.

Auch bei der Betrachtung der Ernährungsweise der Insekten zeigen sich Spezialisierungen zum Beispiel im Bereich der Mundwerkzeuge:

  • Die Schmetterlinge saugen mit ihrem langen Saugrüssel den Nektar vom Blütengrund.
  • Die Hummel fliegt u. a. zu den Blüten von Taubnessel und Wiesensalbei. Die langrüsseligen Arten erreichen den Nektar am Grund der Blüte. Sie kriechen in die Blüte hinein, dabei bleibt Blütenstaub am Körper hängen. Die nächste Blüte wird damit bestäubt.
    Ein blühender Kirschbaum oder Brombeerstrauch wird u. a. von Bienen besucht. Der Blütenboden ist nur wenig eingesenkt, sodass die Bienen mit ihrem kurzen Leckrüssel den Nektar erreichen.
  • Stechmücken saugen mit ihrem Stechrüssel nach dem Stich in die Haut eines Tieres oder des Menschen das Blut.
  • Schaben zerkleinern mit ihrem Beißkiefer beißend ihre Nahrung.

Die Spezialisierung führt bei den Lebewesen durch Veränderung im Bau bzw. durch Ausbildung bestimmter Verhaltensweisen zu einer besseren Angepasstheit an spezifische Umweltbedingungen. Spezialisierungen können sich beispielsweise auch auf bestimmte Temperaturen (z. B. Tiere und Pflanzen in den Tropen, der Arktis, den Wüsten; Kalt- bzw. Warmwasserfische) und auf bestimmte Wasserverhältnisse (Feuchtlufttiere, Trockenlufttiere, Trockenpflanzen) beziehen.

Eine Veränderung der Umweltbedingungen (z. B. Klimaverhältnisse) kann bei speziell angepassten Organismen zum Aussterben führen, da sie aufgrund ihrer Spezialisierung im Toleranzbereich eingeengt sind.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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