Ergänzungsstoffe

Eine zusammenfassende Betrachtung der Ergänzungsstoffe einschließlich Wasser:

Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung, da sie an fast allen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Vitamine können vom Körper nicht hergestellt weden, sie müssen also mit der Nahrung zugeführt werden.
In früheren Jahrhunderten starben ganze Schiffsbesatzungen, weil sie durch fehlendes Frischobst und einseitige Ernährung an Skorbut (Vitamin-C-Mangel) erkrankten.

Übersicht über die Nahrungsbestandteile

Vitamine werden in fettlösliche und wasserlösliche Vitamine eingeteilt. Die wasserlöslichen Vitamine können vom Körper kaum gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören Vitamin C, B1, B2, B6, B12 zu den fettlöslichen Vitaminen gehören, A, D, E, K.

Vitamine sind vor allem in Gemüse, Obst, Milch- und Vollkornprodukten enthalten. Auf die schonende Zubereitung sollte geachtet werden, da durch zu langes Garen Vitamine verloren gehen.

Der Name ist zusammengesetzt aus dem lateinischen vita = leben und Amin und bezog sich ürsprünglich auf das Thiamin (Vitamin B1) als "lebensnotwendiges Amin". Die Bezeichnung wurde später auf alle Substanzen mit ähnlicher Bedeutung ausgedehnt, auch wenn die meißten diese Substabzen keine Amine sind sondern chem. sehr uneinheitlich.
Vitamine werden heute als organische Substanzen deffiniert, die zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus notwendig sind, und mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind anorganische Bestandteile der Nahrung, die wichtige Nährelemente enthalten. Zu den vielen Mineralstoffen, die unerlässlich für den menschlichen Körper sind, zählen Natrium (Na), Kalium (K), Calcium (Ca), Magnesium (Mg), Phosphor (P), Eisen (Fe) u.a.
Natrium-Ionen beispielsweise haben wichtige Funktionen für Nerven, Muskeln, die Regelung des Wasserhaushaltes und Erhaltung der Gewebespannung.

Kalium-Ionen ist wichtig für die Erhaltung der Gewebsspannung, für die Enzymaktivierung und die Muskeltätigkeit. Calcium-Ionen sind ein Baustoff für unsere Knochen und Zähne, fördern die Erregbarkeit der Nerven und Muskeln und sind wichtig für die Blutgerinnung. Magnesium-Ionen spielt für die Knochen und für die Muskelarbeit eine große Rolle.

Vitamin B 12 ist ein wasserlösliches Vitamin.
Vitamin K 1, 2 und 3 sind fettlösliche Vitamine.

Spurenelemente

Der Bedarf an Spurenelementen ist mengenmäßig gering, aber für die Gesunderhaltung des Körpers sind sie unerlässlich. Zu diesen Stoffen zählen u.a. Iod (I), Fluor (F), Zink (Zn), Mangan (Mn), Molybdän (Mb) und Kupfer (Cu).

Das Element Eisen ist unerlässlich für die Bildung von Hämoglobin, dem Farbstoff der roten Blutkörperchen (Bild 4). Fehlen Eisenverbindungen in der täglichen Nahrung, so führt dies zu Müdigkeit und Konzentrationsschwächen, da die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff von der Lunge in andere Körperregionen transportieren, nicht ausreichen.

Ein Mangel an chemisch gebundenem Iod kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Schilddrüsenfunktion führen.

Deutschland wird leider immer noch als „Iodmangelgebiet“ eingestuft. Dem Iodmangel kann man vorbeugend entgegenwirken, indem man ausschließlich iodiertes Speisesalz verwendet. Teilweise wird auch schon dem Trinkwasser Iod in geringen Konzentrationen beigemischt.

Das Element Fluor ist besonders für Kinder unerlässlich, da Fluorid-Ionen den Zahnaufbau und -schutz unterstützen. Es ist also nicht egal, welche Zahnpasta man verwendet, man sollte darauf achten, dass sie Fluorverbindungen enthält. Auch einige Speisesalze enthalten Iod- und Fluorverbindungen.

Das Element Zink ist am Muskelwachstum beteiligt und spielt eine wichtige Rolle zur Stärkung des Immunsystems. Ein Zinkmangel führt mitunter zu einer Wachstumshemmung.

Die Spurenelemente Mangan und Molybdän dienen der Aktivierung von Enzymen.
Kupfer hat Einfluss auf den Energiestoffwechsel und die Bildung der roten Blutkörperchen.

Bild

Struktur von Häm

Ballaststoffe

Dies sind die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung, z. B. Cellulose, Hemicellulose, Pektin, Lignin, Chinin, Gerbstoffe, Kollagen, Elastin.

Ballaststoffe enthalten keine für uns verwertbare Kalorien und dienen als Füllstoffe für den Darm. Sie erfordern stärkeres Kauen, regen damit die Kautätigkeit und die Speichelproduktion an. Sie quellen im Magen auf, wirken sättigend und beschränken somit die tägliche Energieaufnahme. Ballaststoffe binden nicht nur Wasser und verhindern so Verstopfung, auch schädliche Substanzen werden schneller ausgeschieden. Besonders gute Ballaststofflieferanten sind Weizenkleie, Vollkornprodukte, Haferflocken, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Beerenobst und Nüsse.

Mit durchschnittlich 15 g Ballaststoffen nehmen wir heutzutage eher zu wenig Ballaststoffe zu uns. Empfehlenswert sind ca. 30 g bei Erwachsenen und 20–25 g bei Kindern.

Wasser

Wasser (H2O) ist Bestandteil der Zellen und macht 60 Prozent des Körpergewichts eines Erwachsenen aus. Es hat vielfältige Funktionen, ermöglicht z. B. die Wärmeregulation, den Stoffaustausch in den Körperzellen und die Ausscheidung von Abfallprodukten durch die Niere. Fast alle Lebensmittel enthalten Wasser in unterschiedlichen Mengen. Beispielsweise haben Walnüsse einen Wasseranteil von 10 Prozent, Tomaten oder Salat bestehen zu 95 Prozent aus Wasser.

Wasser ist das einzig notwendige Getränk und hat nebenbei noch den Vorteil, keine Kalorien zu besitzen. Erwachsene sollten 2–3 Liter Wasser pro Tag, Kinder etwa 1,5–2 Liter zu sich nehmen, um den Flüssigkeitsverlust durch Schweiß, Urin und Atmung auszugleichen.

Neben Vollkornbrot und Knäckebrot ist vor allem Gemüse reich an Ballaststoffen.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

Lernhelfer-App für dein Smartphone oder Tablet

Lexikon Share
Beliebte Artikel
alle anzeigen

Einloggen