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Deutsche Schriftsprache

Zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert kam das Wort „deutsch“ auf. KARL DER GROSSE nannte die Sprache des germanischen Frankenstammes und der anderen Germanenstämme „Lingua theudisca“. Um 1000 tauchte die Bezeichnung „in diutscun“ = „auf Deutsch“ auf.
Ungefähr um das Jahr 750 begannen gelehrte Schreiber, Texte in deutscher Sprache zu schreiben. Seitdem hat sich die deutsche Sprache deutlich verändert. Die Veränderungen vollzogen sich in bestimmten Stufen.
In zeitlicher Reihenfolge werden untergliedert:

  1. Althochdeutsch (ahd.) – etwa 750 bis 1050,
  2. Mittelhochdeutsch (mhd.) – 1050 bis 1350,
  3. Frühneuhochdeutsch (frnhd.) – 1350 bis 1650,
  4. Neuhochdeutsch (nhd.) – seit 1650.

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Ursprung des Wortes „deutsch“

Zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert kam das Wort „deutsch“ auf. KARL DER GROSSE nannte die Sprache des germanischen Frankenstammes und der anderen Germanenstämme „Lingua theudisca“. Das war ein künstlich gebildetes Wort, abgeleitet aus dem germanischen theuda = das Volk. Um 1000 tauchte die Bezeichnung „in diutscun“ = „auf Deutsch“ auf.

Entwicklung der deutschen Sprache

Auf deutschem Boden begannen gelehrte Schreiber ungefähr um das Jahr 750, Texte in der Sprache des eigenen Volkes zu schreiben. Vorher hatten sie jahrhundertelang nur lateinisch geschrieben. Bis heute sind es also bereits zwölf Jahrhunderte, aus denen schriftliche und seit dem 15. Jahrhundert auch gedruckte Texte überliefert sind.
Wie sich die deutsche Sprache in einem solch großen Zeitraum verändert hat, zeigen schon wenige Zeilen aus dem „Vaterunser“.

  • Um 825 schrieb ein Mönch im Kloster Fulda:
    „si giheilagot thin namo,
    queme thin rihhi,
    si thin willo, so her in himile ist, so si her in erdu.“

     
  • Im Kloster Millstatt in Kärnten lautet der Gebetstext um 1200:
    „geheiliget werde din name,
    zuchom uns din rich,
    din wille werde hie uf der erde als da zu himele.“

Und in MARTIN LUTHERS Bibel von 1544 heißt es:
„Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich kome.
Dein Wille geschehe auff Erden wie im Himel.“

Dieses Beispiel zeigt, dass sich die Sprache in bestimmten Stufen entwickelt hat. Die vollen Endvokale des Textes von 825 (namo, willo, erdu, rihhi) sind um 1200 zu „e“ geworden oder verschwunden (name, wille, erde, rich, geheiliget). Das lange „i“ der betonten Silbe (din, rihhi) tritt erst bei LUTHER als „ei“ (dein, Reich) auf.

Vier Sprachperioden

Durch die zweite Lautverschiebung, die etwa im 6. Jahrhundert einsetzte, trat eine Spaltung des Hochdeutschen in Oberdeutsch und Mitteldeutsch ein. Das Niederdeutsche blieb beim alten Lautstand der Konsonanten, wie ihn die anderen germanischen Sprachen aufwiesen. Es wurde erst nach 1500 durch das Hochdeutsche verdrängt. Bis heute ist es in verschiedene Mundarten gegliedert als Plattdeutsch erhalten geblieben.

Die Geschichte der deutschen Sprache wird in vier Zeitabschnitte untergliedert:

  1. Althochdeutsch (ahd.) – die Sprache vorm Einsetzen der schriftlichen Überlieferung (etwa 750 bis 1050),
  2. Mittelhochdeutsch (mhd.) – die Sprache von 1050 bis 1350,
  3. Frühneuhochdeutsch (frnhd.) – die Sprache von 1350 bis 1650,
  4. Neuhochdeutsch (nhd.) – die Sprache seit 1650.
Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Deutsche Schriftsprache." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch/artikel/deutsche-schriftsprache (Abgerufen: 08. January 2026, 13:53 UTC)

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Benrather Linie

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Etwa 2000 v. Chr. begann mit der Neubesiedlung des westlichen Ostseeraumes die Abtrennung der germanischen Sprachen aus dem Indoeuropäischen. Dies war ein Prozess, der etwa 500 v. Chr. beendet war.

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Erste Lautverschiebung

Etwa 2000 v.Chr. begann mit der Neubesiedlung des westlichen Ostseeraumes die Abtrennung der germanischen Sprachen aus dem Indoeuropäischen. Dieser Prozess beinhaltete eine Reihe von sprachlichen Veränderungen:

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Der Prozess war etwa 500 v.Chr. beendet.
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