Objekte

Einteilung der Objekte nach ihrem Kasus (Fall)


Genitivobjekt = Objekt im 2. Fall:
Frage: Wessen?
Typische Verben, die den Genitiv verlangen, sind: erinnern, gedenken, anklagen. Das Genitivobjekt wird heute nur noch selten gebraucht.

Wir erinnern uns unseres Freundes.Wessen erinnern wir uns?
Sie gedenken der Opfer.Wessen gedenken sie?
Das Gericht klagt ihn des Betruges an.Wessen klagt das Gericht ihn an?

Anstelle des Substantivs/Nomens kann auch ein Pronomen stehen (Ersatzprobe):

Wir erinnern uns seiner.
Sie gedenken ihrer.
Das Gericht klagt ihn dessen an.

Dativobjekt = Objekt im 3. Fall: Das Dativobjekt sagt im Satz aus, wem etwas geschieht.
Verben, die ein Dativobjekt fordern, sind unter anderem: helfen, danken, gratulieren.

Klaus hilft seinem Sohn.Wem hilft Klaus?
Die Klasse dankt der Lehrerin.Wem dankt die Klasse?
Der Trainer gratuliert dem Sieger.Wem gratuliert der Trainer?

Auch hier können Substantive wieder durch Pronomen (Ersatzprobe) ersetzt werden:

Klaus hilft ihm.
Die Klasse dankt ihr.
Der Trainer gratuliert ihm.

Akkusativobjekt = Objekt im 4. Fall: Verben, die ein Akkusativobjekt verlangen, heißen transitive Verben. Transitiv heißt zielend, die Verben zielen auf ein konkretes Objekt.
Das sind zum Beispiel: sehen, erkennen, hören, lesen, bemerken, kaufen.
Sicher fallen dir jetzt noch weitere Verben ein.

Tino sieht den kleinen Hund.Wen oder was sieht Tino?
Die Kinder hören den Zug.Wen oder was hören die Kinder?
Mario liest das Buch.Wen oder was liest Mario?
Die Schüler bemerken den Fehler.Wen oder was bemerken die Schüler?
Die Mutter kauft die Zeitschrift.Wen oder was kauft die Mutter?

Formt man einen Satz mit einem Akkusativobjekt in einen Passivsatz um, passiert Folgendes:

Tino sieht den kleinen Hund. (Aktiv)
Umformung:
Der kleine Hund wird von Tino gesehen.

Das Akkusativobjekt im Aktivsatz (... den kleinen Hund)  wird zum Subjekt (im Nominativ) im Passivsatz (Der kleine Hund ...).
Diese Methode der Umformung nennt man Passivtransformation.

Ebenso wie bei den anderen Objekten können beim Akkusativobjekt Substantive/Nomen durch Pronomen ersetzt werden:

Tino sieht ihn.
Die Kinder hören ihn.
Mario liest es.
Die Schüler bemerken ihn.
Die Mutter kauft sie.

Präpositionalobjekt:
Anders verhält es sich mit dem Präpositionalobjekt. Bei diesem Objekt wird der Kasus (Fall) nicht vom Verb regiert, sondern von einer Präposition. Die Präposition wiederum wird bestimmt vom Verb, z. B.:

VerbPräpositionKasus
schreibenanAkkusativ
wartenaufAkkusativ
enttäuscht seinvonDativ
erfreut seinüberAkkusativ
befreundet seinmitDativ
Jan schreibt an seinen Briefpartner.An wen schreibt Jan?
Die Kinder warten auf die Eltern.Auf wen warten die Kinder?
Maria war enttäuscht von diesem Film.Wovon war Maria
enttäuscht?
Die Künstlerin war erfreut über den Applaus.Worüber war die
Künstlerin erfreut?
Tina ist befreundet mit Martin.Mit wem ist Tina
befreundet?

Wenn man sich die Fragen genau anschaut, bemerkt man, dass in den Fragen ebenfalls jeweils eine Präposition steckt.

Auch Präpositionalobjekte in Form von Substantiven/Nomen können durch Pronomen ersetzt werden (Ersatzprobe):

Jan schreibt an ihn.
Die Kinder warten auf sie.
Maria war enttäuscht von ihm.
Die Künstlerin war erfreut über ihn.
Tina ist befreundet mit ihm.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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