Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Englisch
  3. 5 Umgang mit Texten und Medien
  4. 5.3 Literarische Texte
  5. 5.3.3 Dramatische Texte
  6. Drama, Anfänge

Drama, Anfänge

Während die Ursprünge der Erzähldichtung und Lyrik in der mittelalterlichen Literatur des Alt-Englischen liegen, setzt die Entwicklung des englischen Dramas vergleichsweise spät, erst im ausgehenden Mittelalter, ein. Erste Formen des Bühnenspiels und ihre Weiterentwicklung werden vorgestellt.

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich

  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Jetzt kostenlos mit Kim üben
Your browser does not support the video tag.

Als erste Bühnenspiele in England sind seit dem 14. Jahrhundert die sogenannten Miracle oder Mystery Plays bekannt. Sie führten biblische Ereignisse und Handlungen mit religiöser Thematik vor. Sie dienten mehr der Belehrung und Unterweisung als der Unterhaltung. Die Aufführungen fanden auf beweglichen Bühnenkarren (stage wagons) statt, die entweder in Kirchen oder auf öffentlichen Plätzen aufgebaut wurden.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts gab es allegorische Spiele, die durch ihre Komik auch zur Unterhaltung des Publikums beitrugen. Diese Interludes wurden bei privaten Festen in den Häusern von Reichen und Adeligen aufgeführt.
Ausschließlich weltliche Thematik besaßen die Historienspiele, Chronicle oder History Plays, die im späten 16. Jahrhundert beliebt wurden. Das große Interesse des Publikums an der englischen Vergangenheit war durch den Sieg der englischen Flotte über die spanische Armada im Jahr 1588 geweckt worden.
Die Historienspiele beeindruckten mit Kampfgetümmel auf der Bühne und prachtvollen Aufzügen. Aufgeführt wurden Ereignisse aus dem Leben der ersten englischen Könige; die Historienspiele dieser Zeit besaßen jedoch noch keine in sich abgeschlossene, zusammenhängende Handlung.

Erst die Dramatiker CHRISTOPHER MARLOWE und WILLIAM SHAKESPEARE gestalteten das ihnen bekannte geschichtliche Tatsachenmaterial zu einer abgeschlossenen Handlung, in der das Erleben einzelner Menschen im Mittelpunkt stand. Sie leiteten das Elisabethanische Drama zu Beginn der Neuzeit ein, die als der Höhepunkt in der Entwicklung des englischen Dramas gilt.

Bild

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Drama, Anfänge." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/englisch/artikel/drama-anfaenge (Abgerufen: 11. March 2026, 06:35 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Historienspiele
  • Chronicle Plays
  • Morality Plays
  • Mystery Plays
  • William Shakespeare
  • Miracle Plays
  • Christopher Marlowe
  • History Plays
  • Interludes
Jetzt durchstarten

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich
  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Verwandte Artikel

Tragödie

Die Tragödie stellt einen Konflikt dar, der den Helden in den Untergang führt. Schon in der griechischen Antike wurden Tragödien aufgeführt, in denen der Held der Willkür der Götter ausgesetzt ist und in einen Konflikt gerät. Er überschreitet die ihm gesetzten Grenzen und wird von den Göttern bestraft. Der griechische Philosoph ARISTOTELES legt in der Poetik seine Theorie der Tragödie dar. Für ihn besteht das Ziel der Tragödie in der emotionalen Entlastung („Reinigung“ = griech. Katharsis) des Zuschauers. Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich die Arten der Tragödien und ihrer Helden: So siedelt SHAKESPEARE den Konflikt im einzelnen Menschen selbst an – zum Beispiel behandelt Macbeth (1606) das Thema des politischen Verbrechens aus Ehrgeiz.

Komödie

Die Komödie ist neben der Tragödie die wichtigste Gattung des Dramas. Sie hat einen komischen oder heiteren Inhalt und ist gekennzeichnet durch einen glücklichen Ausgang. In ihr werden die Figuren mit einem lösbaren Konflikt konfrontiert. Ein häufig verwendetes Stilmittel der Komödie ist die Situationskomik, die sich ergibt, wenn alltägliche Situationen durch unpassende oder unerwartete Handlungen eine überraschende Wendung erhalten.

In England hat sich im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von unterschiedlichen Komödienformen entwickelt. So schuf WILLIAM SHAKESPEARE Romantic Comedies, während OSCAR WILDE an die Comedy of Manners anknüpfte. Im 20. Jahrhundert wurde die groteske Tragikomödie von HAROLD PINTER als Comedy of Menace konzipiert. Darüber hinaus entwickelte sich die politische Komödie.

Christopher Marlowe

* 06. Februar 1564 in Canterbury
† 30. Mai 1593 in Deptford (heute zu London gehörig)

CHRISTOPHER MARLOWE war vor WILLIAM SHAKESPEARE einer der bedeutendsten englischen Dramatiker. Seine Stücke wurden Ende der 1580er Jahre an den Londoner Bühnen erfolgreich aufgeführt. Im Mittelpunkt seiner Dramen stehen oft machtbesessene Charaktere, die an ihrer Maßlosigkeit scheitern. The Tragical History of Doctor Faustus (1592) ist MARLOWES bekanntestes Drama. Der Titelheld verkörpert nicht nur den Inbegriff des marloweschen Übermenschen, sondern einen zeitlosen Mythos: den des rastlos Fragenden und Gott infrage Stellenden, der sich so zum Herrn der Welt aufwerfen will. Ohne MARLOWES Vorlage wäre es wohl nie zu GOETHES Bearbeitungen des Faust-Themas gekommen.

Aristoteles

* 384 v.Chr. in Stagira (östlich Chalkidike)† 322 v.Chr. bei Chalkis (Euböa)

Der griechische Philosoph ARISTOTELES gilt neben SOKRATES und PLATON als Begründer der abendländischen Philosophietradition. Mit seinen Schriften übte er immensen Einfluss auf das christlich-europäische, jüdische und islamisch-arabische Geistesleben aus. Sein Werk umfasst neben der Metaphysik logische, naturwissenschaftliche, ethisch-politische und ästhetische Schriften. Ein großer Teil der von ihm erstmals präzisierten Begriffe (z.B. Kategorie, Substanz) sind fester Bestandteil unserer Umgangs- und Wissenschaftssprache geworden.
Von seiner Poetik, der Lehre von der Dichtkunst, sind lediglich der Teil zur Tragödiendichtung und weite Passagen einer Theorie des Epos erhalten. Obwohl es sich nur um eine kleine uns erhaltene Schrift handelt, beeinflusste die Poetik die neuzeitliche Literatur- und besonders Dramentheorie nachhaltig. Ausgangspunkt ist der Gedanke der „Mimesis“, das heißt der wirklichkeitsnachahmenden Darstellung, die ARISTOTELES als eine naturgegebene menschliche Verhaltensweise wertschätzt.

Renaissance

Als Epoche der Renaissance wird die Zeit zwischen 1350 und dem Beginn des 16. Jh. in Europa bezeichnet. Sie kennzeichnet die kulturelle Bewegung in Europa im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.

Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelten sich in Europa neue philosophische Strömungen, die die Weltanschauung stark verändern sollten und eine Gegenbewegung zur Scholastik und der damaligen kirchlichen Autorität darstellten. Die Würde und die Bedeutung eines jeden Menschen sowie seine freie geistige Entfaltung rückten in den Mittelpunkt des Humanismus. Es entstand das Bild vom Menschen als Individuum. Die Bildung rückte in den Vordergrund. Vorbild und Anreger humanistischer Ideale war die Antike, in der die Menschlichkeit am reinsten entwickelt schien.

Die Art des neuen Denkens wirkte sich u.a. auch auf die Literatur aus. Allerdings blieb die humanistische Bewegung in Deutschland auf die Gelehrten und also auf die lateinische Sprache beschränkt. Die Renaissance brach sich in Kunst und Architektur als zeitgemäßer Ausdruck des Territorialfürstentums Bahn.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026