Sonnenofen

Auf eine senkrecht zum einfallenden Sonnenlicht aufgestellte Fläche von einem Quadratmeter würde bei Vernachlässigung des Einflusses der Erdatmosphäre je Sekunde eine Energie von etwa 1360 Ws auftreffen. Mithilfe eines Sonnenofens kann man diese durch das Licht der Sonne transportierte Energie konzentrieren und technisch nutzbar machen.

Dabei nutzt man die lichtbündelnde Wirkung eines Parabolspiegels. Da die Sonne sehr weit von der Erde entfernt ist, sind ihre Lichtstrahlen an der Erdoberfläche nahezu parallel. Daher ist ein parabolisch geformter Spiegel in der Lage, das Sonnenlicht in seinem Brennpunkt zu vereinigen. Im Brennpunkt befestigt man entweder ein Materialstück, das durch die Sonnenstrahlen erwärmt und geschmolzen werden soll, oder man montiert eine von Wasser durchströmte Auffangfläche. Das erhitzte Wasser kann dann technisch zum Antrieb von Generatoren genutzt werden.

Die Anordnung von Odeillo (Frankreich) dient Forschungszwecken. Das Sonnenlicht wird zunächst durch eine größere Anzahl von ebenen Spiegeln auf einen Parabolspiegel reflektiert und durch diesen Parabolspiegel auf einen kleinen Bereich konzentriert. Damit erreicht man beim Sonnenofen in Odeillo (Frankreich) Temperaturen bis zu 3300 °C.

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