Wirbeltiere

Der Körper der Wirbeltiere gliedert sich meist in Kopf, Rumpf, Schwanz und zwei Paar Gliedmaßen. Sie besitzen als Körperstütze ein meistens aus Knochen bestehendes Innenskelett, dessen Hauptteil die aus Wirbeln gegliederte Wirbelsäule ist.

Das Zentralnervensystem besteht aus Gehirn und Rückenmark. Das geschlossene Blutgefäßsystem wird durch ein Herz angetrieben. Die Atmung erfolgt mithilfe von Lungen oder Kiemen. Wirbeltiere pflanzen sich geschlechtlich durch Eier fort oder sind lebend gebärend.

Übersicht der Wirbeltiere

Übersicht der Wirbeltiere

Fische

Die Fische leben ständig im Wasser: sie sind Wassertiere. Alle Lebenserscheinungen, wie Fortbewegung, Ernährung, Atmung, Fortpflanzung und Entwicklung, finden im Wasser statt. Fische besitzen eine schleimige, mit Schuppen besetzte, feuchte Haut. Sie atmen durch Kiemen. Nach Besamung der abgelaichten Eier und deren äußerer Befruchtung entwickeln sich aus den befruchteten Eiern Fischlarven. Diese wachsen zum Jungfisch und erwachsenen Fisch heran.

Lurche

Die Lurche leben die meiste Zeit auf dem Land. Ihre nackte, feuchte Haut schützt sie kaum vor Austrocknung. Deshalb halten sie sich an feuchten Stellen auf dem Land auf bzw. sie leben direkt im Wasser. Ihre Fortpflanzung und Entwicklung erfolgt dabei stets im Wasser. Sie machen in ihrer Entwicklung eine Metamorphose (Gestaltwandel) durch. Die Eier werden mit Gallerte umgeben und als Klumpen oder Schnüre an Wasserpflanzen abgelegt. Lurche sind Feuchtlufttiere. Sie besitzen zum Atmen einfach gekammerte, sackförmige Lungen.

Kriechtiere

Die Kriechtiere besitzen eine trockene Haut mit Hornschuppen. Die Hornhaut verhindert die Abgabe von Wasser aus dem Körper. Deshalb können Kriechtiere auch an trockenen und sehr warmen Stellen der Erde leben. Auch ihre Fortpflanzung und Entwicklung findet auf dem Land statt. Ihre weichschaligen Eier werden auf dem Land abgelegt. Kriechtiere sind Trockenlufttiere. Sie besitzen zum Atmen einfache, mehrfach gekammerte Lungen.

Fische, Lurche und Kriechtiere sind wechselwarme Tiere.

Vögel

Die Vögel leben meistens auf dem Land. Sie bewegen sich mithilfe ihrer Flügel in der Luft fort. Ihr Körper wird durch Federn vor Wärmeverlust geschützt. Die kalkschaligen Eier werden ausgebrütet. Der Jungvogel schlüpft. Die Atmung erfolgt durch vielfach gekammerte Lungen. Sie wird durch Luftsäcke unterstützt.

Säugetiere

Die Säugetiere sind auf dem Land und im Wasser zu Hause. Sie besitzen ein Haarkleid (Fell), das die Abgabe von Wärme aus dem Körper verhindert, und eine Lunge, die aus sehr vielen Lungenbläschen aufgebaut ist. Säugetiere bringen lebende Junge zur Welt, die vom Muttertier gesäugt werden.

Vögel und Säugetiere gehören zu den gleichwarmen Tieren.

Jede Wirbeltiergruppe ist also durch bestimmte unterschiedliche Merkmale gekennzeichnet. Betrachtest du den Bau und die Lebensweise dieser fünf Wirbeltiergruppen, die in der Biologe als Klassen bezeichnet werden, dann stellst du eine Entwicklung vom Wasserleben zum Landleben fest. Damit verbunden ist auch, dass die Tiere immer unabhängiger von ihrer Umwelt werden. Die Fische können nur im Wasser leben, die Lurche vor allem an feuchten Stellen auf dem Land und im Wasser, die Kriechtiere und besonders die Vögel und Säugetiere haben alle Lebensräume erobert, das Wasser der Ozeane, trockene Wüsten, den immergrünen Regenwald, hohe Gebirge und Eisgebiete der Antarktis.

Merkmale der Wirbeltiere

Merkmale der Wirbeltiere

Merkmale der Wirbeltiere

Merkmale der Wirbeltiere

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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