Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Englisch Abitur
  3. 5 Texte und Medien analysieren
  4. 5.3 Fiktionale Texte
  5. 5.3.1 Merkmale narrativer Texte
  6. Impressionismus

Impressionismus

Der Impressionismus verdankt seinen Namen CLAUDE MONETS Gemälde Impression, soleil levant (1872), das 1874 bei einer Ausstellung achtzehn junger Maler (unter ihnen EDGAR DEGAS und AUGUSTE RENOIR) in Paris gezeigt wurde. Ihre Malerei war durch Optimismus und helle, zarte Farben gekennzeichnet. Zuerst abwertend gemeint, etablierte sich der Begriff „Impressionismus“ als Bezeichnung dieser neuen Kunstrichtung.
In der Literatur zeichnet sich der Impressionismus durch die Abkehr vom Politischen aus. Charakteristisch ist die Betonung des Subjektiven und der Empfindung. Die äußerst exakte und gründliche Beschreibung von Seelenzuständen, die nicht selten zur Aneinanderreihung von Stimmungen und Bildern geriet, wurde mit Hilfe von neu geschaffenen Darstellungsmitteln zum Ausdruck gebracht.

Schule wird easy mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.
Jetzt 30 Tage risikofrei testen
Your browser does not support the video tag.

Impressionismus

Der Impressionismus in der Malerei
„Impressionismus“ ist ursprünglich die Bezeichnung einer um 1870 entstandenen Stilrichtung der Malerei. Sie beeinflusste die Kunst Europas und Nordamerikas nachhaltig. Ihren zunächst abwertend gemeinten Namen gab ihr der Journalist LOUIS LEROY in Anlehnung an CLAUDE MONETS Landschaftsbild Impression, soleil levant (1872). Die Impressionisten, die meist als Freilichtmaler tätig waren, konzentrierten sich auf das sinnliche Erscheinen ihrer Objekte, wobei Licht, Reflexe und Bewegung zugunsten der Konturen hervorgehoben wurden. Ihre Gemälde missachteten die gängigen akademischen Regeln der perspektivischen und gegenständlichen Darstellung. Zu den Hauptmotiven impressionistischer Malerei gehören Landschaften und Stadtszenen, die aufgrund des Malstils beim konservativen Publikum auf Ablehnung stießen. Als wichtigste Vertreter der impressionistischen Malerei sind CLAUDE MONET, AUGUSTE RENOIR, CAMILLE PISSARO und ALFRED SISLEY zu nennen.

  • Impressionistische Stadtszene (Tanz im 'Moulin de la Galette') von AUGUSTE RENOIR

    Directmedia Publishing

Der Impressionismus in der Musik


Um die Jahrhundertwende wurde der Begriff des Impressionismus mit Blick auf CLAUDE DEBUSSY (Prélude à l'après-midi d'un faune, 1894) und MAURICE RAVEL auf die französische Musik übertragen. Sie lösten die strengen Formen der Tonalität auf und setzten zerfließende Klangfarben an die Stelle geschlossener Melodien und thematischer Entwicklung. Durch die Aufnahme außereuropäischer Elemente (Ganztonleiter, Pentatonik) erzielte der Impressionismus Klangwirkungen von exotischem Reiz, die beim Hörer stimmungshafte Bildvisionen evozieren sollten. Wegen ihrer freischwebenden Akkorde, Klangverschiebungen und der leittonlosen Harmonik leitete die impressionistische Musik die Wende zur freitonalen Komposition ein.

Der Impressionismus in der Literatur


Auch in die Literatur fand der Begriff „Impressionismus“ Eingang, um die Abkehr vom Naturalismus zugunsten der Darstellung von Stimmungen zu kennzeichnen. Vorläufer dieses Wandels sind CHARLES BAUDELAIRE, PAUL VERLAINE, ARTHUR RIMBAUD und die Gebrüder GONCOURT. Unter den deutschen Literaten hinterließ der Ästhetizismus OSCAR WILDES (The Picture of Dorian Gray, 1891) nachhaltigen Eindruck.

Charakteristisch für diese literarische Strömung ist die Betonung des Subjektiven und der Empfindung durch die Verwendung

  • lautmalerischer Sprache,
  • erlebter Rede,
  • freier Rhythmen,
  • Parataxe
  • und Synästhesie.

Dagegen tritt die äußere Handlung in den Hintergrund. Statt eines kohärenten Handlungsstrangs dominiert die detaillierte Beschreibung von Seelenzuständen mit Hilfe neu geschaffener Erzähltechniken (innerer Monolog, Sekundenstil, stream of consciousness). Die Hinwendung zum sinnlich Wahrgenommen hat dem Impressionismus den Vorwurf der Oberflächlichkeit eingetragen.
Neben den literarischen Kurzformen der Lyrik, Skizze, Novelle und des Einakters entstanden auch großangelegte Werke im impressionistischen Stil. Seine bekanntesten literarischen Vertreter außerhalb Englands hatte der Impressionismus in MARCEL PROUST (Frankreich), ANTON TSCHECHOW (Russland) und DETLEV VON LILIENCRON, RICHARD DEHMEL und ARTHUR SCHNITZLER (Deutschland).

In England beeinflusste OSCAR WILDES Roman The Picture of Dorian Gray die deutschen Autoren nachhaltig. Ein weiterer englischer Vertreter des Impressionismus ist RUDYARD KIPLING, dessen Roman The Jungle Book 1894 erschien. Zur impressionistischen Literatur zählen außerdem die Werke des amerikanischen Schriftstellers JOSEPH CONRAD und der Engländerin VIRGINIA WOOLF, in denen die Erzähltechnik des stream of consciousness zum Einsatz kommt.

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Impressionismus." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/englisch-abitur/artikel/impressionismus (Abgerufen: 06. February 2026, 00:25 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • VIRGINIA WOOLF
  • Bewusstseinsstrom
  • CLAUDE DEBUSSY
  • Expressionismus
  • Jungle Book
  • CLAUDE MONET
  • Dorian Gray
  • innerer Monolog
  • JOSEPH CONRAD
  • Sekundenstil
  • OSCAR WILDE
  • stream of consciousness
  • Ästhetizismus
Jetzt durchstarten

Lernblockade und Hausaufgabenstress?

Entspannt durch die Schule mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack.

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.

Verwandte Artikel

Henry James

* 15. April 1843 in New York
† 28. Februar 1916 in Chelsea (heute zu London)

Schon in seiner Jugend hielt sich der amerikanische Schriftsteller HENRY JAMES mehrfach in Europa auf. Als Schriftsteller ließ er sich schließlich in England nieder. Die meisten seiner als Meisterwerke des psychologischen Realismus’ geltenden Romane thematisieren die problematischen Begegnungen unbefangener Amerikaner mit der etablierten europäischen Gesellschaft. Die Protagonisten durchlaufen meist schmerzhafte Lernprozesse oder scheitern tragisch. Mit seiner Erzähltechnik, dem Leser das Geschehen aus dem Blickwinkel einer Person (point of view) zu schildern, spiegelt JAMES die Realität durch den Ausschnitt der individuellen Wahrnehmung wider.

Joseph Conrad

* 03. Dezember 1857 in Berditschew (Ukraine)
† 03. August 1924 in Bishopsbourne (England)

Geboren wurde der englische Schriftsteller JOSEPH CONRAD als TEODOR JÓZEF KONRAD KORZENIOWSK. Er wuchs als Kind polnischer Eltern in der Ukraine auf. An eine Karriere als Schriftsteller dachte er zunächst wohl kaum: Er träumte davon, zur See zu fahren und diente erst auf französischen, dann auf britischen Handelsschiffen. Schließlich erwarb er das Kapitänspatent und befuhr die Meere Südamerikas und des Fernen Ostens. Erst mit Ende 30 ließ er sich in England nieder und begann, Romane und Erzählungen zu schreiben, die stark von seinen Erfahrungen auf See geprägt sind. Aufgrund seiner besonderen Handlungsführung, die durch den Wechsel der Erzählperspektiven eine Vielzahl von Sichtweisen hervorbringt, gilt CONRAD heute als Wegbereiter des modernen englischen Romans.

Walt Whitman

* 31. Mai 1819 in West Hills (bei Huntington, New York)
† 26. März 1892 in Camden (New Jersey)

WALT WHITMAN gilt als der bedeutendste amerikanische Versdichter des 19. Jahrhunderts. Seine 400 in dem Band Leaves of Grass (1855) zusammengefassten Gedichte sind sowohl volksverbunden wie auch vom Gedankengut der Transzendentalisten geprägt. WHITMAN, der nie eine höhere Schule besuchen konnte, hatte das in seine Werke einfließende Wissen im Selbststudium erworben: In Bibliotheken machte er sich mit den Werken SHAKESPEARES, GOETHES, HOMERS und mit der orientalischen Literatur vertraut.
Seine Lyrik besteht aus einer kraftvollen und an Naturbildern reichen Sprache. Sie sprengt überkommene Versformen und nähert sich oft der rhythmischen Prosa. Inhaltlich verlieh WHITMAN einer Weltsicht Ausdruck, die willensstarken Optimismus, den Glauben an das junge Amerika und die Demokratie, die Erfahrung der Großstadt mit pantheistischen Motiven verbindet.

James Joyce

* 02. Februar in 1882 in Rathgar bei Dublin
† 13. Januar 1941 in Zürich

Die Werke des irischen Schriftstellers JAMES JOYCE, allen voran der Roman Ulysses, gehören zu den wichtigsten literarischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts. Durch die Weiterentwicklung der Technik des inneren Monologs und sprachliche Experimente erneuerten sie die Erzählweise des Romans.
JOYCE hatte sein Heimatland Irland früh verlassen und lebte lange Zeit in Triest, Zürich und Paris, wo er unter finanziellen und gesundheitlichen Problemen litt. Im Laufe seines Lebens nahm seine Sehkraft ständig ab, bis er schließlich annähernd erblindete.
Auch die Veröffentlichung seiner Romane erwies sich als höchst problematisch, da seine Werke in Konflikt mit der Zensur gerieten. MARGARET ANDERSON und JANE HEAP, die es als erste wagten, Auszüge des Ulysses in ihrer Zeitschrift The Little Review zu veröffentlichen, wurden in New York wegen Verbreitung obszöner Schriften verurteilt. Das Manuskript wurde beschlagnahmt. Während der Roman 1922 in Frankreich erschien, blieb er in Großbritannien und den USA noch lange Zeit verboten. Heute zählt Ulysses zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur.

Edward Morgan Forster

* 01. Januar 1879 in London
† 07. Juni 1970 in Coventry

EDWARD MORGAN FORSTER gilt als einer der bedeutendsten englischen Erzähler des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Romane dienten als Vorlage für weltbekannte Filme, die nicht selten mit dem Oscar prämiert wurden. Dazu zählen A Room with a View (1986) und Howards End (1992), bei denen JAMES IVORY Regie führte. FORSTERS Romane behandeln Konflikte, die durch das Aufeinandertreffen verschiedener Welten und Wertvorstellungen hervorgerufen werden. So wird in seinem Roman A Room with a View das freiere Leben in Italien den beengten Konventionen der englischen Gesellschaft gegenübergestellt. Der bereits 1913/14 entstandene Roman Maurice wurde erst 1971 postum veröffentlicht. Er behandelt das Thema Homosexualität. FORSTER schrieb auch eine einflussreiche Romantheorie, die daran festhält, dass der Roman eine Handlung haben muss.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026