Linolschnitt

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Es empfiehlt sich, die fertige Druckplatte auf ein Holzstück zu leimen, wenn man mit der Presse drucken will. Für den Linolschnitt benötigt man allerdings keine Druckerpresse, man kann das Motiv auch mittels Handabrieb auf das nicht zu dicke, saugfähige Papier übertragen. Zum Drucken kann wasserlösliche Japanaquafarbe und nicht wasserlösliche Druckerfarbe verwendet verden.

Das Verfahren

Linoleum als Ausgangsmaterial für die Druckplatte ist sehr geschmeidig, weich und ohne großen Kraftaufwand zu bearbeiten. Mit speziellen Linolmessern in unterschiedlichen Breiten und Formen werden die Flächen ausgehoben:

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Außer Messern sind auch Stichel, Hohleisen, der Geißfuß oder Schaber zum Herausheben des Materials geeignet.

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Im Gegensatz zum Holzschnitt lassen sich etwas weichere Linien herausarbeiten.

Die druckbaren Linien und Flächen erscheinen in einem einheitlichen Ton. Wird weniger Farbe aufgetragen oder schlägt die Druckerschwärze Blasen, können die Drucke einer Aquatinta ähneln. Ungewöhnliche Werkzeuge, wie Stahlnägel, lassen außerdem die Kanten unregelmäßig brechen, so dass der Druck die Optik eines Holzschnittes bekommen kann.

Will man das Motiv durch weiße Linien auf schwarzem Grund gestalten, arbeitet man in der Weißlinientechnik. Schwarzlinientechnik bedeutet, dass die erhaben geschnittenen, im Druck schwarz erscheinenden Linien die Bildaussage wiedergeben. Die Flächentechnik wendet man an, um ganze Flächen dominieren und die natürliche Maserung des Holzes wirken zu lassen.

Linolschnitte können auch in Clair-obscur-(Hell-Dunkel)-Technik geschnitten werden, die fein abgestufte Farbwerte zeigen. Man druckt auf mehreren Druckstöcken. Der erste gibt die Linienzeichnung wieder, der zweite, dritte usw. die flächigen, jeweils andersfarbigen Partien. So wird eine nahezu malerische Wirkung erzeugt.

Neben anderen verwendeten besonders HENRI MATISSE und PABLO PICASSO den Linolschnitt für farbenfrohe Farblinolschnitte.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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