Beugung von Licht

Fällt Licht von einer Lichtquelle aus auf einen Gegenstand oder einen breiten Spalt, so entsteht hinter dem Gegenstand bzw. seitlich des Spaltes ein Schatten. Das ergibt sich aus der geradlinigen Ausbreitung des Lichtes.Untersucht man aber genauer den Bereich hinter schmalen Spalten, kleinen Hindernissen oder auch Kanten, dann stellt man fest: Licht breitet sich auch in die Schattenräume hinein aus (Bild 1).

Die Erscheinung, dass sich Licht hinter schmalen Spalten, kleinen Hindernissen und Kanten auch in Schattenräume hinein ausbreitet, wird als Beugung bezeichnet.

Beugung von Licht an einem schmalen Spalt

Beugung ist eine wellentypische Erscheinung. Sie kann nicht mit dem Modell Lichtstrahl, sondern nur mit dem Modell Lichtwelle erklärt werden.
Für Wellen gilt das huygenssche Prinzip:

Jeder Punkt, der von einer Welle getroffen wird, ist Ausgangspunkt neuer Wellen, der Elementarwellen. Diese Elementarwellen überlagern sich zu einer neuen Wellenfront.

Geht man z. B. von einem Punkt einer Kante aus, auf die Licht trifft (Bild 2), dann gilt dort ebenfalls: Der betreffende Punkt ist Ausgangspunkt von Elementarwellen, die auch in den Schattenraum hinein gelangen. Ähnlich ist das bei einem schmalen Spalt (Bild 1) oder bei einem kleinen Hindernis, dessen Abmessungen in der Größenordung der Lichtwellenlänge liegen.

Beugung tritt ständig in unserer Umgebung auf. Wir nehmen sie aber in der Regel nicht wahr, weil die Intensität des gebeugten Lichtes außerordentlich sehr gering ist.

Beugung von Licht an einer Kante

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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