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  6. Wirkungen auf Menschen

Wirkungen auf Menschen

Der menschliche Körper leitet den elektrischen Strom. Sehr kleine Ströme sind unschädlich und werden z. B. in der Medizin genutzt. Größere Ströme können aber zu Verletzungen und sogar zum Tod führen. Deshalb muss sich der Mensch grundsätzlich vor den für ihn gefährlichen Wirkungen des elektrischen Stromes schützen.

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Der menschliche Körper leitet den elektrischen Strom. Verantwortlich für seine Leitfähigkeit sind die Körperflüssigkeiten. Im Unterschied zu Metallen erfolgt die Leitung des elektrischen Stromes durch Ionen. Solche Leiter bezeichnet man im Unterschied zu Metallen (Leiter 1. Ordnung) als Leiter 2. Ordnung.

Sehr kleine Ströme im Bereich von Mikroampere bis zu einem Milliampere sind unschädlich und werden z. B. in der Medizin genutzt (z. B. Reizstromdiagnostik und -therapie).

Größere elektrische Ströme, die durch den Körper fließen, können den Menschen verletzen oder sogar töten.
Die Wirkung von elektrischem Strom auf den Menschen hängt ab

  • von der Stromstärke durch den Körper,
  • von der Art des Stromes (Gleichstrom, Wechselstrom, hochfrequenter Wechselstrom),
  • vom Stromweg durch den Körper,
  • von der Dauer der Einwirkung des elektrischen Stromes.
  • Vorsicht! Hochspannung. Es besteht Lebensgefahr.

Die wichtigsten Stromwege durch den menschlichen Körper sind in Bild 2 dargestellt. Besonders gefährlich sind Gleichströme und Wechselströme, die über den Bereich des Herzens (also z. B. von Hand zu Hand) fließen. Sie können die Herztätigkeit beeinflussen, zum Herzstillstand und damit zum Tod führen. Größere Ströme können auch zu Verbrennungen führen.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Körperwiderstand des Menschen bei den in Bild 2 dargestellten Stromwegen im Durchschnitt etwa 1500 Ohm beträgt. Dazu kommt ein Übergangswiderstand von etwa 1000 Ohm zwischen Haut und der Spannungsquelle, mit der man in Berührung kommt. Somit beträgt im Durchschnitt der Gesamtwiderstand etwa 2500 Ohm.
Beträgt die Spannung 25 V, so erhält man einen Strom von

I = U R I = 25  V/ 2 500 Ω I = 0,01  A = 10  mA

Ein solcher Strom von 10 mA ist noch nicht lebensgefährlich, man spürt aber in der Regel schon deutlich seine Wirkungen.

Untersuchungen an Versuchspersonen mit Wechselstrom von 50 Hz ergaben für den Stromweg Hand-Hand folgende typischen Wirkungen von elektrischen Strömen:

2 mA Strom in den Handflächen gerade wahrnehmbar
3 mA leichtes Kribbeln an den Handflächen, als wenn die Hände eingeschlafen wären
4,5 mA leichtes Vibrieren der Hände, Druck in den Handgelenken
8 mA Hände werden steif und verkrampfen
15 mA allgemeiner Krampf der Armmuskulatur bis zu den Achseln reichend,
Loslassen gerade noch möglich
16,5 mA völliges Verkrampfen der Hände und Arme, Loslassen nicht mehr möglich, Auftreten von heftigen Schmerzen.
über 40 mA und Einwirkungszeiten von mehr als 2 Sekunden:
Herzkammerflimmern, mit zunehmender Durchströmungsdauer Tod wahrscheinlich.
  • Wege des Stromes durch den menschlichen Körper
Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Wirkungen auf Menschen." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/wirkungen-auf-menschen (Abgerufen: 24. March 2026, 13:40 UTC)

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  • Stromstärke
  • Übergangswiderstand
  • Stromwege
  • Leiter 2. Ordnung
  • Leitfähigkeit
  • lebensgefährliche Ströme
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  • Wirkungen auf Menschen
  • Körperwiderstand
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