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  6. Groß- und Kleinschreibung

Groß- und Kleinschreibung

Im Gegensatz zu anderen Sprachen ist im heutigen Deutsch die Großschreibung nicht nur auf Namen und Satzanfänge beschränkt. In der deutschen Sprache entwickelte sich die Großschreibung, um Wörter von speziellen Gruppen und den Anfang von Texteinheiten zu kennzeichnen und für den Leser hervorzuheben. So wird die Großschreibung zur Kennzeichnung von

  • Überschriften, Titeln von Werken und dergleichen,
  • Satzanfängen,
  • Substantiven und Substantivierungen,
  • Eigennamen mit nicht substantivischen Bestandteilen,
  • bestimmten festen Verbindungen mit nicht substantivischen Bestandteilen,
  • Anredepronomen und Anreden

verwendet.
Die Entwicklung und die Tradition der deutschen Rechtschreibung haben sich so herausgebildet, dass es notwendig ist, neben den Regeln für die Großschreibung auch Regeln für die Kleinschreibung aufzustellen. Trotzdem ergeben sich gelegentlich Schwierigkeiten, die auch durch Regeln nicht völlig behoben werden können.

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Fehlerquellen

Eine häufig auftretende Fehlerquelle besteht in der Schreibung der Tageszeiten.

Eine Übung soll helfen, mehr Sicherheit zu erlangen.

Wochentage und Tageszeiten
Regeln:

  1. Tageszeiten werden großgeschrieben.
    Ich treffe dich am Abend.
  2. Enden die Tageszeiten auf „-s“, werden sie kleingeschrieben.
    Ich treffe dich abends.
  3. Unbestimmter Wochentag: klein, Tageszeit: groß. Ich treffe dich heute Abend.
  4. Bestimmter Wochentag + Tageszeit, zusammen und groß:
    Ich treffe dich Mittwochabend.
  5. Bestimmter Wochentag + Tageszeit auf „-s“, zusammen und klein:
    Ich treffe dich mittwochabends.

Beachte: Die Bezeichnung „morgen“ kann sich außer auf die Tageszeit auch auf den nächsten Tag beziehen und wird dann kleingeschrieben (wie auch: heute, gestern usw.).

Eine zweiteÜbung soll helfen zu erkennen, wann die Substantive Angst, Bange, Leid, Pleite, Schuld groß- und wann die gleichlautenden Adjektive kleingeschrieben werden und wie Superlative geschrieben werden.

Regeln:

1. Die Substantive „Angst“, „Bange“, „Gram“, „Leid“, „Pleite“, „Schuld“ werden nur in Verbindung mit den Verben „sein“ und „werden“ kleingeschrieben, sie sind dann nicht mehr artikelfähig.

  • Ich bin es leid.
  • Er trägt (großes) Leid.
  • Ich bin schuld
  • Du hast (die) Schuld.

2. Können Superlative mit „wie?“ erfragt werden, sind sie kleinzuschreiben.

  • Er ist am besten.
  • Wie ist er? Am besten
Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Groß- und Kleinschreibung." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/index.php/schuelerlexikon/deutsch/artikel/gross-und-kleinschreibung (Abgerufen: 01. March 2026, 22:40 UTC)

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Wortbildung, Adjektiv

Ähnlich wie bei Substantiven gibt es auch bei den Adjektiven Determinativkomposita (aus Grund- [Haupt-] und Bestimmungswort) und Kopulativkomposita (gleichrangige Zusammensetzungen). Da viele Partizipformen im Satzzusammenhang adjektivische Funktion übernehmen (legen – gelegt, der abgelegte Mantel), werden sie bei den Einteilungen mitberücksichtigt.
Mithilfe der Suffixe werden vielfach aus Substantiven und Verben Adjektive gebildet. Suffixbildungen dienen beim Adjektiv also der Transposition (Übertragung einer anderen Bedeutung), aber auch der Ergänzung des Grundwortschatzes (semantische Abwandlung: alt – ältlich).

Wortbildung, Adverb

Zusammengesetzte Adverbien werden mithilfe von Adverbien, Präpositionen, Substantiven, Artikeln und Pronomen gebildet. Zusammengesetzte Adverbien können verschiedene adverbiale Beziehungen zum Ausdruck bringen:

  • temporale Beziehungen: seitdem, jederzeit, vorhin
  • lokale Beziehungen: dorthin, dahin, überall, bergauf
  • modale Beziehungen: ausnahmsweise, bedingungslos, üblicherweise
  • kausale Beziehungen: darum, deshalb, deswegen

Vervielfältigungszahlen werden auch Zahladverbien genannt. Hier handelt es sich um Ableitungen aus den Grundzahlen (Kardinalzahlen) und den Suffixen -fach und -mal. Diese Zahladverbien sind jedoch Bestandteil der Wortart Numerale.

Wortbildung, Grundbegriffe

Die Wortbildung ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit den Möglichkeiten, Regeln und Mustern befasst, wie die einzelnen Wortformen entstehen und neue Wörter gebildet werden können. Da sich die Sprache fortschreitenden gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen muss, um umfassend aussagefähig zu bleiben, entstehen ständig neue Wörter.
Grundbegriffe der Wortbildung sind:

  • das Morphem
  • das Phonem
  • das Lexem
  • das Suffix
  • das Präfix
  • die Wortfamilie
  • der Wortstamm

Zusammensetzung (Kompositum)

Eine Zusammensetzung (Kompositum) ist die Verbindung von zwei oder mehreren Wörtern.
Das neue Wort kennzeichnet meistens eine besondere Eigenschaft oder ein besonderes Merkmal (Strohhut: der Hut, der aus Stroh gefertigt wurde).
Dabei bildet der zweite Teil das Grundwort und der erste Wortbestandteil das Bestimmungswort, welches das Grundwort näher erklärt. Beide Bestandteile sind in ihrer Reihenfolge nicht beliebig austauschbar, ohne dass sich die inhaltliche Bedeutung (Semantik) verändert. Die Wortart und das Geschlecht werden durch das Grundwort bestimmt.
Fast alle Wortarten können miteinander kombiniert werden. Bei Verbzusammensetzungen handelt es sich in der Regel um trennbare Verben. Sie werden im Infinitiv zusammengeschrieben, müssen aber in der Personalform voneinander getrennt werden (zusammensetzen; ich setze das Spiel zusammen).

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