Entstehung, Symptome, Diagnose und Therapie von Allergien

Das Immunsystem des menschlichen Körpers dient dazu, körperfremde Zellen (beispielsweise krankheitserregende Bakterien) oder Substanzen abzuwehren. Darüber hinaus eliminiert es entartete (z. B. maligne) körpereigene Zellen. Fieber ist nichts anderes als die heftige Reaktion des Immunsystems auf solch einen Fremdkörper, der als Antigen bezeichnet wird. Meistens wird nicht das komplette Antigen vom Immunsystem erkannt, sondern nur bestimmte Oberflächenstrukturen: die Epitope. An diese Epitope binden sich die vom Immunsystem erzeugten Antikörper (Immunglobuline) und leiten dadurch die Eliminierung des Fremdstoffs ein, an der dann viele weitere Komponenten des Immunsystems beteiligt sind, wie beispielsweise das Komplementsystem und die Makrophagen.

Die Entstehung einer Allergie

Allergien gegen irgendwelche Substanzen können sich in jedem Lebensalter bilden. Sie entwickeln sich entweder ganz allmählich oder treten schlagartig auf. Für das Entstehen einer Allergie sind sowohl genetische Faktoren als auch nicht genetische Faktoren verantwortlich. Die Gefahr an einer Allergie zu erkranken ist stark erhöht, wenn Eltern oder Geschwister ebenfalls an Allergien leiden. Zu den genetischen Faktoren gehören u. a. die überschießende Bildung von Immunglobulin E (ein an Zellen des Immunsystems gebundener Antikörper) und die verminderte Aktivität von Suppressorzellen (sie unterdrücken die übertriebene Immunantwort). Ein Allergen kann bei solch einem Überschuss an Antikörpern bzw. bei dem Fehlen der hemmenden Steuerung des Immunsystems leicht eine Allergie auslösen.

Zu den nicht genetischen Faktoren, die für die Auslösung einer Allergie verantwortlich sind, gehören die intensive Allergenexposition (erzwungene Allergie), wie sie beispielsweise bei Arbeitern in Baumwollspinnereien gegen Baumwollstaub (Byssinose) auftreten kann, und die erhöhte Durchlässigkeit der Haut- oder Schleimhautbarriere, die durch Infektionen oder Chemikalien hervorgerufen worden sein kann.

Auch die Menge an Fremdstoffen, mit denen das Immunsystem konfrontiert wird, hat einen Einfluss auf die Bildung von Allergien. Selbst psychische Faktoren kommen hier infrage. Interessanterweise verringern im Kindesalter durchgestandene Infekte das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Im Medizinerjargon hat sich hierfür der Begriff „Schmuddelkinder-Hypothese“ eingebürgert.

Der Erstkontakt mit dem Allergen zeigt meist keine direkten Folgen. Auf ihn folgt eine Sensibilisierungsphase, die mindestens fünf Tage und bis zu mehreren Jahren dauert. Nach der Sensibilisierung führt jeder weitere Kontakt mit dem Allergen zu einer allergischen Reaktion.

Entstehung einer Allergie

Entstehung einer Allergie

Typen der allergischen Reaktion

Die allergischen Reaktionen wurden 1963 von COOMBS und GELL in vier Typen eingeteilt:

Typ I (Soforttyp, anaphylaktischer Typ): Die häufigste und die typische Form der allergischen Reaktion ist die Typ I-Reaktion. Sie wird durch zellständige (an Mastzellen gebundene) Immunglobulin E-Antikörper ausgelöst, die bei Kontakt mit einem Allergen zur Freisetzung von Mediatoren (Stoffe, die physiologische Reaktionen auslösen) aus der Mastzelle führen. Diese Mediatoren sind dann für die eigentliche Reaktion des Körpers verantwortlich. Zu ihnen gehören vor allem das Histamin, aber auch Leukotriene, Prostaglandine und Thromboxan.

Dieser Reaktionstyp kann mit Antihistaminika medikamentös behandelt werden. Die allergische Reaktion setzt innerhalb von Sekunden bis Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen ein und betrifft entweder den ganzen Körper oder nur einzelne Organe. Falls der ganze Körper betroffen ist (akute allergische Allgemeinreaktion, Anaphylaxie), kommt es zu Juckreiz, Schwellungen der Haut und der Schleimhaut, Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme), zu Gefäßerweiterungen und dadurch zu Blutdruckabfall und zur Verengung der Bronchien. Im Extremfall kommt es zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock mit starkem Blutdruckabfall, Hautreaktionen und Atemnot. In diesem Fall sollte der Betroffene auf den Rücken gelegt und seine Beine sollten höher gelagert werden. Danach muss ein Notarzt verständigt werden. Wenn nur einzelne Organe betroffen sind, äußert sich die allergische Reaktion z. B. als Heuschnupfen, Bronchialasthma, allergische Bindehautentzündung oder in Form von Quaddeln.

Typ II (zytotoxischer Typ): Dieser Typ der allergischen Reaktion wird durch die Immunglobuline M und G vermittelt, die sich gegen ein Antigen auf einer Zelloberfläche richten. Diese Antigen tragenden Zellen werden daraufhin vom Komplementsystem (sehr komplexe Abfolge von Reaktionen der Immunabwehr) vernichtet. Dieser ziemlich seltene Typ äußert sich beispielsweise als hämolytische Anämie (Verminderung der Blutkörperchen). Die allergische Reaktion setzt 6 bis 12 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen ein.

Immunantwort auf Allergene

Immunantwort auf Allergene

Typ III (Immunkomplextyp, Arthus-Typ): Die allergische Reaktion läuft bei diesem Typ ebenfalls zeitverzögert ab; zwischen dem Kontakt mit dem Allergen und dem Ausbruch der allergischen Reaktion vergehen Stunden bis hin zu 2 Tagen. Auslöser ist hier das Immunglobulin G, das Antikörper-Antigen-Komplexe bildet, die im Blut transportiert werden, ins Gewebe eindringen, und dieses mithilfe des Komplementsystems schädigen. Zu diesem Typus gehören die Vogelzüchter- und die Farmerlunge (allergische Alveolitis) und einige Medikamentenallergien.

Ablauf der Immunantwort

Ablauf der Immunantwort

Entstehung, Symptome, Diagnose und Therapie von Allergien - Ablauf der Immunantwort

Typ IV (Spättyp, verzögerter Typ): Dieser recht häufige Typ der allergischen Reaktion wird von sensibilisierten T-Lymphozyten 1 bis 3 Tage nach dem Kontakt mit dem Allergen ausgelöst. Die T-Lymphozyten setzen hierbei Zytokine als Botenstoffe frei, die ihrerseits Makrophagen (Fresszellen) anlocken, welche dann eine Entzündungsreaktion auslösen. Zu diesem Typus gehören die Kontaktallergien der Haut, die Arzneimittelexantheme (Hautrötungen durch eine Arzneimittelallergie, z. B. gegen Penicillin) und die Transplantationsabstoßungen.

Die Symptome allergischer Erkrankungen

Die allergischen Reaktionen treten vor allem dort auf, wo der Körper mit dem Allergen in Berührung kommt: bei einer Pollenallergie beispielsweise in der Nase, an den Augen und in den Atemwegen. Wenn aber ein Allergen ins Blut gelangt, so kann es im ganzen Körper Reaktionen hervorrufen.

Hautallergien manifestieren sich in drei Krankheitsbildern: hauptsächlich in Ekzemen, daneben aber auch noch als Kontaktdermatitis und als Nesselsucht (Urtikaria). Ekzeme äußern sich als Hautausschlag oder durch Schuppenbildung vor allem an der Hand, an Hals und Gesicht und in den Arm- und Kniebeugen. Zu ihnen zählt auch die Neurodermitis, bei der neben dem Allergen auch psychische Faktoren eine Rolle spielen. Der direkte Kontakt mit dem Allergen führt zur Kontaktdermatitis (meistens durch vernickelte Schmuckgegenstände ausgelöst). Die Nesselsucht zeigt sich in juckenden rötlichen Quaddeln, entweder lokal begrenzt oder am ganzen Körper. Sie wird durch bestimmte Nahrungsmittel, Medikamente, aber auch durch große Hitze oder Kälte ausgelöst.

Bei der allergischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) schwillt die Bindehaut der Augen an, juckt gelegentlich und ist gerötet. Sie wird durch Nahrungsmittel, Blütenpollen und Augenkosmetika hervorgerufen.

Der Heuschnupfen ist das häufigste und bekannteste Symptom einer allergischen Erkrankung. Die Nase läuft ständig oder ist verstopft und der Patient muss andauernd niesen. Augen und Ohren können manchmal auch betroffen sein. Auslöser sind Pflanzenpollen und Pilzsporen.

Bei ca. 20 % der Patienten hat auch Asthma eine allergische Ursache. Das Asthma äußert sich durch heftigen Reizhusten und schwere Atemnot. Als Auslöser kommen Pollen, Hausstaub, Tierhaare, Medikamente und Chemikalien in Betracht.

Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind die typischen (aber nicht die einzigen) Symptome einer Lebensmittelallergie.

Migräne kann ebenfalls von Nahrungsmitteln ausgelöst werden; infrage kommen Rotwein, Schokolade, Käse und Fleisch- oder Hefeextrakt.

Das heftigste und gefährlichste Symptom einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock. Dabei kommt es zu einer starken Schwellung der Atemwege und zu extremem Blutdruckabfall. Als Gegenmittel dient intravenös gespritztes Adrenalin. Diese Reaktion wird hauptsächlich durch Insektenstiche oder durch Medikamente hervorgerufen.

Die verschiedenen Arten der Allergien

Pollenallergie : Diese Allergie wird von den Blütenpollen windbestäubter Pflanzen ausgelöst. Sie äußert sich durch Heuschnupfen und allergische Bindehautentzündung. Bei 30 bis 40 % aller Fälle entwickelt sich aus dem Heuschnupfen ein Pollen- oder Heuasthma. Dieser Vorgang wird als Etagenwechsel bezeichnet. Die Pollenallergie tritt in der Zeit auf, in der die Pflanzen, gegen die die Allergie besteht, blühen. In einem Pollenflugkalender kann man diese Zeiten nachschlagen. In Mitteleuropa sind die häufigsten Allergene im Frühjahr die Birken-, Erlen-, und Haselpollen, von Mai bis Juni die Pollen von Gräsern und danach die Pollen von Kräutern. Ein Urlaub am Meer in der fraglichen Zeit hilft, die Auswirkungen der Allergie zu vermeiden. Auf dem Land sind die höchsten Pollenkonzentrationen tagsüber messbar, in den Städten erst gegen Abend. Bei Wind ist die Pollenbelastung besonders hoch, und Pollen von weit entfernten Pflanzen (bis zu 100 km) können unerwartet auftreten.

Pollenallergiker sollten also den Aufenthalt im Freien meiden, bei Wind die Fenster schließen, die getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen, abends die Haare waschen und die Wäsche nicht im Freien trocknen, da sie dort mit Pollen belastet wird. Honig und Kräutertees können ebenfalls Pollen enthalten, die eine allergische Reaktion auslösen.

Schimmelpilzallergie : Die Auslöser dieser Allergie sind Pilzsporen, die zu einem dem Heuschnupfen ähnlichen allergischen Schnupfen und zu allergischem Bronchialasthma führen. Schimmelpilze gedeihen besonders gut in einer feuchten und warmen Umgebung. Ihre Sporen sind sowohl im Freien (Cladosporium- und Alterna-Arten) als auch im Haus (Aspergillus-, Penicillium-, Pullularia- und Muco-Arten) anwesend. Besonders häufig sind Stockflecken – dunkle Pilzrasen in feuchter Umgebung wie beispielsweise in den Fließenfugen im Bad. Pilzsporen sind in großer Zahl in Gartenerde und im Kompostmülleimer enthalten. Eine weitere Quelle sind alte Luftbefeuchter. Gegen Schimmelpilze in der Wohnung hilft häufiges Lüften und der Verzicht auf Wäscheständer mit feuchter Wäsche und auf Luftbefeuchter.

Hausstauballergie, Hausstaubmilbenallergie: Jeder Mensch stößt pro Tag ca. 1,5 Gramm Hautschuppen und Haare ab. Davon ernähren sich die 0,1 bis 0,5 mm großen Hausstaubmilben (Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae), auf deren Exkremente viele Menschen allergisch reagieren. Zu den Symptomen gehören allergischer Schnupfen, allergisches Bronchialasthma, allergische Bindehautentzündung und Hautreaktionen (Neurodermitis). Die Hausstaubmilbe ist auf hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme angewiesen. Bevorzugte Aufenthaltsorte sind textile Einrichtungsgegenstände, wie Teppiche, Kissen, Wolldecken, Vorhänge und ganz besonders Bettbezüge und Matratzen.

Die Milben lassen sich mit dem Acarex®-Test nachweisen. Bei einer Hausstauballergie empfiehlt es sich, die Luftfeuchtigkeit in den Schlafräumen auf unter 50 % (häufiges Lüften) und die Temperatur auf unter 20 °C zu halten. Ein milbenfreies Bett erreicht man durch milbendichte Bezüge für Matratzen, Kissen und Bettdecken. Auf einem Holz- oder Steinfußboden, der feucht gewischt wird, haben Hausstaubmilben keine Chance. Allergiker sollten das Staubsaugen und Staubwischen jemand anderem überlassen und möglichst auf Staubfänger (Teppiche, Trockenblumen, Plüschtiere etc.) im Schlafzimmer verzichten. Möbel aus Leder oder Holz sind Polstermöbeln vorzuziehen. Befallene Polstermöbel können mit milbentötenden Präparaten, die meist Benzylbenzoat und/oder Tanninsäure enthalten, behandelt werden.

Tierhaar- und Federallergie: Diese Allergie kann durch alle Haare und Federn tragenden Tiere ausgelöst werden. Besonders häufig sind Allergien gegen Katzen- und Pferdehaare. Die Inhalationsallergie äußert sich durch allergischen Schnupfen und Bronchialasthma. Als Quelle der Allergene kommen nicht nur lebende Tiere in Betracht, sondern auch Federbetten, Rosshaarmatratzen oder Schaffelle. Abhilfe schaffen hier das Weggeben des Haustiers und der Ersatz des Bettzeugs durch Schaumstoffmatratzen und Polyesterfüllungen.
In einigen Fällen kann auch eine Desensibilisierung (z. B. mithilfe homöopathischer Agenzien) gelingen. Auch unterscheiden sich beispielsweise die Katzenrassen hinsichtlich ihrer Allergenität für den Menschen, denn maßgeblich für die allergische Reaktion ist ein im Katzenspeichel vorhandenes Enzym, das genetischer Variabilität unterworfen ist.

Insektengiftallergie: Sie wird hauptsächlich durch die Stiche von Bienen und Wespen ausgelöst und zeigt ganz unterschiedliche Symptome, die von einer lokalen Hautreaktion an der Stichstelle über Nesselsucht oder einen Asthmaanfall bis hin zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock reichen können. Betroffene Patienten sollten im Freien immer ein Anaphylaxie-Besteck (Fertigspritze mit Adrenalin) mit sich führen und nach einem Stich auch benutzen.

Lebensmittelallergie (klinische Bezeichnung: Nahrungsmittelallergie): Lebensmittelallergien sind zum Großteil Allergien vom Typ I (Soforttyp). Daneben gibt es aber auch verzögerte Reaktionen des Typ III (Immunkomplextyp). Sie können ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen. Die allergische Reaktion kann durch bloßen Hautkontakt oder sogar nur durch das Einatmen der Kochdünste ausgelöst werden. Wenn das Nahrungsmittel die Zunge oder den Gaumen berührt, kommt es dort häufig zu einem Brennen. Die Symptome der Sofortreaktion sind sehr vielfältig und reichen vom Heuschnupfen über Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Nesselsucht und Bronchialasthma bis hin zum anaphylaktischen Schock. Die verzögerte Reaktion führt zu Verdauungsstörungen, chronischen Durchfällen und körperlichen Entwicklungsstörungen bei Kindern. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es darüber hinaus zu Ekzemen kommen.

Besonders häufige pflanzliche Auslöser allergischer Reaktionen sind Erd- und Haselnüsse, Sellerie und einige Gewürze sowie bestimmte Ölsaaten. Tierische Lebensmittel, die zu Allergien führen, sind vor allem Fisch, Hühnerei, Kuhmilch und Crustaceen. Typisch für Lebensmittelallergien sind die Kreuzallergien. Allergiker, die unter einer Pollenallergie leiden, sind oft gegen Nahrungsmittel allergisch, die ähnliche Proteine besitzen. Im Fall von Birkenpollen sind dies Haselnüsse, Äpfel, Pfirsiche, Kiwis, Kirschen, Karotten, Anis und Curry. Gräserpollen führen zu Kreuzallergien mit Erdnüssen, Soja, Melonen und Tomaten. Eine Beifußpollenallergie ist oft mit einer Allergie gegen Sellerie, Karotten, Kamille, Kümmel, Beifuß (als Gewürz), Anis, Paprika, Pfefferminze und Curry verbunden. Säuglinge und Kleinkinder leiden öfter unter Lebensmittelallergien als Erwachsene. Besonders häufig sind Allergien gegen Kuhmilch und Hühnereier, die sich aber bis zum Schulalter meistens verlieren.

Therapie von Allergien

Allergien können in manchen Fällen durch Hyposensibilisierung zum Abklingen gebracht werden. Dies gelingt allerdings nur bei Patienten mit kurzer Krankheitsdauer, die gegen einen Stoff oder nur wenige Stoffe allergisch sind. Winzige Dosen des Allergens werden dem Patienten hierbei wiederholt subkutan (unter die Haut) in den Arm injiziert. Bei Verträglichkeit wird die Dosis schrittweise erhöht. Die heftige allergische Reaktion auf die Substanz kann so verringert oder ganz abgeschafft werden. Der Prozess der Hyposensibilisierung dauert drei bis fünf Jahre, und ein Erfolg kann nicht garantiert werden.

Ansonsten ist die wichtigste Maßnahme das Meiden des Allergens (Allergenkarenz). Die allergischen Symptome können mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Antihistaminika unterdrücken die entzündlichen Wirkungen des Histamins und können als Tabletten, Nasenspray und Augentropfen verabreicht werden. Allerdings machen diese Medikamente, die vor allem bei Heuschnupfen und Nesselsucht eingesetzt werden, auch müde. Bei schweren allergischen Reaktionen kommen Corticoide wie beispielsweise Cortison als entzündungshemmende Mittel in Betracht. Wegen der starken Nebenwirkungen sind sie für eine längere Behandlung nicht empfehlenswert. Allergisches Asthma wird analog zum nicht allergischen Asthma mit Corticoiden (Spray) und Bronchodilatatoren behandelt. Bei extremen allergischen Reaktionen werden Antihistaminika und Glucocorticoide intravenös gespritzt, beim anaphylaktischen Schock Adrenalin.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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