Ei , Vogelkörper

Fortpflanzung der Vögel

Vögel legen kalkschalige Eier, die von Alttieren ausgebrütet werden. Die Fortpflanzungsorgane sind bei allen Vögeln ähnlich. Wenn es zur Paarung kommt, steigt das Männchen auf das sich duckende Weibchen und presst seine Kloake auf die des Weibchens. Die Samenzellen (Spermien), die in den Hoden des Männchens gebildet wurden, werden so in das Weibchen übertragen.

Die Spermien wandern im Eileiter entlang und treffen im oberen Teil des Eileiters auf die Eizellen. Die Befruchtung (Verschmelzung von Ei- und Samenzelle) findet statt. Es ist eine innere Befruchtung.

Das Ei befindet sich auf seinem Weg durch den Vogelkörper, die Eientwicklung beginnt.

Entwicklung des Vogeleies

Die Bildung von Eizellen erfolgt im Eierstock. Einige entwickeln sich zu Dotterkugeln. Sie werden vom Trichterorgan des Eileiters aufgefangen. Hier kann die Befruchtung durch die Spermien stattfinden. (Handelsübliche Hühnereier sind dagegen meist unbefruchtet, aus ihnen könnte sich kein Küken entwickeln. Die Wegnahme des Geleges führt zum Nachlegen ohne erneute Kopulation, was man sich in der Hühnereiproduktion schon seit Urzeiten zunutze macht.) Im Eileiter wandert die Dotterkugel weiter und erhält eine Hülle aus Eiklar. Die Hagelschnüre bilden sich.

An der Schalendrüse des Eileiters angekommen, werden die Dotterkugel und das Eiklar mit der Kalkschale umgeben. Über die Kloake verlässt das fertige Ei den Vogelkörper.

Bevor jedoch das Ei gelegt werden kann, bauen viele Vögel ein Nest. Für den Bau der Nester verwenden die Vögel die verschiedensten Materialien, beispielsweise kleine Zweige, Federn, trockene Grashalme. Die Eier werden in die Nester gelegt, manchmal liegen sie jedoch auf der bloßen Erde. Man spricht von Eigelegen.

Die Eier werden von den Altvögeln bebrütet. Die Form, Größe und Farbe der Eier in Gelegen verschiedener Vögel unterscheiden sich. Sehr kleine Eier legen beispielsweise die Kolibris und die Sommergoldhähnchen, die größten Eier findet man im Gelege des Afrikanischen Straußes.

Während der Brut wird die Körperwärme der Elternvögel auf die Eier übertragen. Diese Wärme ist notwendig, damit sich im Ei ein Küken entwickeln kann. Während des Brütens entwickelt sich aus der Keimscheibe ein Embryo, ein Keimling.

Der Embryo verbraucht die im Eiweiß und Dotter enthaltenen Nährstoffe. Nach einer entsprechenden Anzahl von Tagen ist seine Entwicklung abgeschlossen. Das junge Vogelküken schlüpft, indem es die Kalkschale von innen her aufbricht. Nun beginnt die Entwicklung des jungen Vogels.

Das Ei auf dem Weg durch den Vogelkörper (Eientwicklung)

Das Ei auf dem Weg durch den Vogelkörper (Eientwicklung)

Ei: schematischer Aufbau

Ei: schematischer Aufbau

Ei , Vogelkörper - Schematische Aufbau

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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