Gasbrenner

Ein wichtiges Gerät für die Durchführung von chemischen Experimenten ist der Gasbrenner. Er dient als Wärmequelle.
Der Vorläufer der heute eingesetzten Brenner wurde 1855 von Robert Wilhelm Bunsen entwickelt und ihm zu Ehren als Bunsenbrenner bezeichnet.

Heute verwendet man im Labor hauptsächlich einen vom Österreicher Nicolaus Teclu entwickelten Gasbrenner, der durch eine verbesserte Luftzufuhr Temperaturen bis zu 1300 °C erreichen kann. Je nach Einstellung der Luftzufuhr erhält man unterschiedliche Flammen mit unterschiedlichen Temperaturen.

Auch innerhalb einer Brennerflamme ist die Temperatur nicht konstant. Es gibt verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Temperaturen.

Gasbrenner

Aufbau des Brenners

Der Gasbrenner besitzt einen Metallfuß. Am oberen Ende des Fußes befindet sich ein Anschluss (Metallolive), über die mit einem Schlauch die Gaszufuhr erfolgt. Manche Brenner besitzen an dieser Gaszufuhr noch eine Stellschraube oder einen Hahn, um die Gasmenge zu regulieren. Das Gas strömt durch das Brennerrohr nach oben. Im unteren Bereich des Brennerrohres befindet sich eine Öffnung, der Luftzutritt. Mit einem Stellring kann diese Öffnung verschlossen werden. Dadurch können die Anteile von brennbarem Gas und Luft und damit die Temperaturen verändert werden.

Regeln für die Handhabung eines Brenners

  1. Prüfe, ob die Luftregulierung geschlossen ist!
  2. Setze eine Schutzbrille auf!
  3. Öffne die Gasregulierung, zünde die Flamme, z.B. mit einem brennenden Streichholz, an!
  4. Öffne die Luftregulierung, um aus der Leuchtflamme eine Heizflamme zu bekommen.
  5. Zum Löschen einer Brennerflamme schließe zuerst die Luftregulierung und dann die Gasregulierung!
Aufbau eines Gasbrenners (Teclubrenner)

Brennerflamme und Flammenzonen

Wurde der Brenner nach der beschriebenen Schrittfolge entzündet, erhält man eine leuchtende Flamme. Die Leuchtflamme brennt lautlos, flackert und ist gelb gefärbt.

Durch Öffnen der Luftzufuhr am Brennerrohr wird dem Gas mehr Sauerstoff zugeführt. Ein deutliches Rauschen ist zu hören. Diese Flamme ist schwach blau und wird als entleuchtete oder rauschende Flamme bezeichnet. Die entleuchtete Flamme besitzt zwei Flammenzonen, einen inneren Kegel und einen äußeren Mantel, in denen unterschiedliche Temperaturen erreicht werden. Im Inneren der Flamme herrscht Sauerstoffunterschuss, die Flamme hat hier eine reduzierende Eigenschaft. Am Flammensaum ist Sauerstoffüberschuss, hier ist die Flamme oxidierend.

Temperaturen in der leuchtenden Flamme und der entleuchteten Flamme des Gasbrenners.
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