Beschreibung

Was ist eine Beschreibung und wozu dient sie?

Eine Beschreibung ist eine vorwiegend informierende, sachbetonte und wirklichkeitsnahe Darstellungsform.
Die Beschreibung dient dazu, einen konkreten bzw. abstrakten Gegenstand, Zustand, Zusammenhang, Sachverhalt, eine Person oder einen wiederholten bzw. wiederholbaren Vorgang mit sprachlichen Mitteln so darzustellen, dass der Adressat eine genaue Vorstellung davon gewinnt. Dabei werden die Merkmale in ihrer räumlichen, d. h. äußeren Beschaffenheit und ihrer zeitlichen und funktionalen Anordnung logisch und systematisch erfasst. Vorgänge werden dabei immer dynamisch dargestellt, Gegenstände und Zustände dagegen vor allem ruhend/statisch.
Beim Beschreiben wird das Erfassen des Typischen und Allgemeingültigen angestrebt, das Besondere und Zufällige weggelassen. Das Beschreiben von Vorgängen kann dem Bericht sehr nahe kommen, im Unterschied dazu geht es jedoch beim Beschreiben von Vorgängen um Wiederholbares, die zu verwendende Tempusform ist das Präsens.

Was ist beim Beschreiben zu beachten?

Die Beschreibung ist in genauer, eindeutiger und übersichtlicher sprachlicher Form abzufassen. Die Verwendung von Fremdwörtern ist dem Adressatenkreis anzupassen.

Arten von Beschreibungen

Es gibt verschiedene Arten von Beschreibungen, die sich in Inhalt und Umfang unterscheiden, bedingt durch deren Ziel, Aufgabe und Bedingung.

  • Die Gegenstandsbeschreibung  informiert den Adressaten über Merkmale und Eigenschaften von Gegenständen, Zuständen und Lebewesen.
     
  • Die Raumbeschreibung erfasst das äußere Bild eines Raumes und seine Wirkung auf den Beschreibenden. Dabei wird auf die Größe des Raumes, auf dessen Gestaltung (Einrichtungsgegenstände, vorherrschende Farben und Formen, Lichteinwirkung) und auf den Eindruck, den der Raum vermittelt, eingegangen. Der Adressat soll in die Lage versetzt werden, sich diesen Raum vorzustellen und ihn nach der Beschreibung bei Eintritt auch wiedererkennen.
    Die Raumbeschreibung ist eine Unterform der Gegenstandsbeschreibung.
     
  • Die Landschaftsbeschreibung gibt dem Adressaten die Möglichkeit, sich die beschriebene Landschaft in ihrer Gesamtheit vorzustellen. Der Beschreibende beobachtet und erfasst die objektiven Gegebenheiten (Landschaftsform, Pflanzen, Tiere, Gebäude, vorherrschende Farben) und beschreibt die Wirkung der Landschaft auf ihn.
    Die Landschaftsbeschreibung ist eine Unterform der Gegenstandsbeschreibung.
     
  • Die Vorgangsbeschreibung bezieht sich auf wiederholbare Vorgänge oder Teilvorgänge. Sie soll den Adressaten über die we-sentlichen Merkmale des Vorgangs (Tätigkeiten, Bewegungen, Veränderungen) und seiner Teil- bzw. Einzelvorgänge informieren.
     
  • Die Bildbeschreibung vermittelt einen Gesamteindruck von einem Bild. Als Resultat einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Bild, seinem Aufbau, den verwendeten Farben und mit der Bildaussage wird es dem Adressaten möglich, sich das Bild vorzustellen und in seiner Aussage zu erfassen. Voraussetzung dafür sind die Zuordnung zu einem bestimmten Genre, eine eingehende Bildbetrachtung und die Erfassung des Bildes.
     
  • Die Personenbeschreibung vermittelt ein Gesamtbild einer Person. Dem Adressaten ist es damit möglich, die beschriebene Person in ihrer Ganzheit zu erfassen. Man unterscheidet folgende Arten von Personenbeschreibungen:
    die Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes einer konkreten oder literarischen Person, das Selbstporträt und
    die charakterisierende Personenbeschreibung.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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