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Malte Laurids Brigge

RAINER MARIA RILKEs „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ (1910) ist ein Briefroman, den der Autor während seines Parisaufenthaltes als Sekretär des Bildhauers AUGUSTE RODIN geschrieben hat. Der Roman hat keine durchgängige Handlung, sondern besteht aus weitgehend unabhängigen Episoden und Gedankengängen. Es sind die fiktiven Tagebuchaufzeichnungen eines in Paris lebenden Dänen. Brigge ist ein junger, sensibler, jedoch nur mäßig erfolgreicher Dichter. Beschrieben werden in einer Art Dreiteilung das Leben des jungen Malte auf dem Landsitz seines Großvaters, Szenen der Großstadt als Ort des Schreckens sowie die Inhalte von Büchern, die Malte gelesen hat. Während die Kindheitsbeschreibung Harmonie und Einklang mit der Natur symbolisiert, wirkt zum anderen die Entfremdung in der Anonymität der Großstadt selbstzerstörerisch. Der Tod steht über allem als Übergang vom Leben in einen höheren Zustand. In diesem Sinne ist er das verbindende Element der drei Romanebenen.

 

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Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Malte Laurids Brigge." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/deutsch-abitur/artikel/malte-laurids-brigge (Abgerufen: 11. January 2026, 20:10 UTC)

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Décadenceliteratur

Die Décadenceliteratur verbindet die Vorliebe für das künstlich Verfeinerte mit dem Hang zum Morbiden unter Verwendung von Verfalls- und Untergangsmotiven. Die Dichter der Décadence flüchteten in eine subjektiv übersteigerte Grundhaltung. Mit OSWALD SPENGLERs „Der Untergang des Abendlandes“ (1918) fanden die Dichter der Décadence nicht nur einen Fürsprecher für ihre Haltung. Das Buch rief heftige Reaktionen hervor.

Arnold Zweig

* 10. November 1887 in Glogau
† 26. November 1968 in Ostberlin

ARNOLD ZWEIG – ein Vertreter des literarischen Impressionismus – war ein engagierter Schriftsteller und Pazifist. Nach seiner Rückkehr in die DDR 1948 wurde er dort hochgeehrt und in der Bundesrepublik weitgehend mit Nichtachtung gestraft.

Neben Essays, Dramen und Novellen schrieb er überwiegend Romane, so zum Beispiel „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ (1927), „Junge Frau von 1914“ (1931), „Erziehung vor Verdun“ (1935), „Einsetzung des Königs“ (1937), „Die Feuerpause“ (1954) und „Die Zeit ist reif“ (1957).

ARNOLD ZWEIG, Jude und Sozialist, war tief verwurzelt in der deutschen Kultur. Er träumte von einem Vaterland, welches er niemals fand.

Expressionismus

Der Expressionismus war eine sehr radikale Kunstrichtung. Er strebte die Erneuerung des Menschen an und befreite die Literatur von der herkömmlichen Ästhetik.

Der literarische Expressionismus ging erstmals eine Symbiose mit anderen Künsten ein. Bevorzugte Gattung war die Lyrik. Berühmt wurden Gedichte um Tod und Weltende. Später entstanden wichtige dramatische Werke, so u. a. das Frühwerk BERTOLT BRECHTs. Die Prosa war jedoch kaum das Feld des Expressionismus. Nur einige wenige Autoren versuchten sich in der Prosa.

Sigmund Freud

* 06.05.1856 in Freiberg/Mähren
† 23.09.1939 in London

Der Arzt, Neurologe und Begründer der Psychoanalyse SIGMUND FREUD war einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts.

Er wirkte mit seinen Ideen nicht nur auf medizinische Bereiche, sondern prägte auch Philosophen, Literaten und Literaturwissenschaftler, Maler, Musiker, aber auch Soziologen und Psychologen. Ebenso, wie er verehrt wurde, wurde er angefeindet und kritisiert:

„Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält“ (KARL KRAUS 1913).

Frühlings Erwachen


FRANK WEDEKINDs „Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie“ entstand 1891. Aber erst 1906 durfte es erstmals öffentlich aufgeführt werden.

Es ist ein Stück um die Probleme Jugendlicher, erwachsen zu werden. Zugleich richtet es sich gegen die Erziehungspolitik, gegen die Verlogenheiten und Verdrängungsmechanismen im wilhelminischen Kaiserreich. Der Titel verweist auf das Erwachen der sexuellen Bedürfnisse im Heranwachsenden, auf die Pubertät. Die Jugendlichen sind auf der Suche nach ihrer Identität, nach ihrer Art zu lieben. Sie scheitern letztendlich am Moralkodex der Erwachsenenwelt.

„Ich begann zu schreiben ohne irgendeinen Plan, mit der Absicht zu schreiben, was mir Vergnügen macht. Der Plan entstand nach der dritten Szene. Es widerstrebte mir, das Stück, ohne Ausblick auf das Leben der Erwachsenen, unter Schulkindern zu schließen. Deshalb führte ich in der letzten Szene den Vermummten Herrn an.“

(WEDEKIND)

 

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