Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Englisch Abitur
  3. 5 Texte und Medien analysieren
  4. 5.3 Fiktionale Texte
  5. 5.3.3 Der Roman (novel)
  6. Sinclair Lewis

Sinclair Lewis

* 07. Februar 1885 in Sauk Centre (Minnesota)
† 10. Januar 1951 in Rom

Der Schriftsteller SINCLAIR LEWIS erhielt für sein literarisches Werk 1930 als erster Amerikaner den Nobelpreis für Literatur. In seinen Romanen übt LEWIS auf satirische und sarkastische Weise Kritik an der amerikanischen Mittelklasse, deren Ideale er verspottet. Seine Stärke liegt vor allem in der realistischen Abbildung des amerikanischen Alltags. Seine Reisen quer durch die USA und seine genaue Beobachtungsgabe haben ihn, wie folgende Aussage dokumentiert, zu seinem literarischen Schaffen inspiriert:


“My real travelling has been sitting in Pullman smoking cars, in a Minnesota village, on a Vermont farm, in a hotel in Kansas City or Savannah, listening to the normal daily drone of what are to me the most fascinating and exotic people in the world – the Average Citizens of the United States, with their friendliness to strangers and their rough teasing, their passion for material advancement and their shy idealism, their interest in all the world and their boastful provincialism – the intricate complexities which an American novelist is privileged to portray.”

Schule wird easy mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.
Jetzt 30 Tage risikofrei testen
Your browser does not support the video tag.

Biografie

Der 1885 als Sohn eines Landarztes geborene HARRY SINCLAIR LEWIS wuchs in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA auf. In seinem Elternhaus hatte er Zugang zu der umfangreichen Bibliothek seines Vaters. LEWIS studierte an der Yale University. Nach seinem Abschluss 1908 arbeitete er als Journalist bei mehreren amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften. 1914 veröffentlichte er einige Erzählungen und seinen ersten Roman Our Mr. Wrenn. Anschließend arbeitete er für zwei Jahre als Verlagsredakteur, bevor er mit seiner Frau in den USA auf Reisen ging. Schließlich widmete er sich ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit.

Den ersten nennenswerten Erfolg hatte LEWIS mit dem Roman Main Street (1920). Als ihm für den Roman Arrowsmith (1925) der Pulitzer-Preis verliehen werden sollte, lehnte er die Auszeichnung ab. 1930 erhielt er – als erster Amerikaner – den Literatur-Nobelpreis.
Nach der Scheidung von seiner zweiten Frau im Jahr 1942 verbrachte LEWIS die meiste Zeit in Europa, vor allem in Florenz. Er starb 1951 vereinsamt in Rom an den Folgen seines Alkoholismus. Postum erschien im selben Jahr sein letzter Roman World so Wide.

Literarisches Schaffen

In seinen psychologisch-realistischen Romanen übt LEWIS Kritik an der amerikanischen Mittelklasse. Satirisch und sarkastisch stellt er deren Ideale bloß und bekämpft die Konventionen seiner Zeit, den standardisierten Massenkonsum und den auf Wohlstand ausgerichteten Konformismus.

Der Roman Main Street schildert die geistige und kulturelle Öde des Kleinstadtlebens im Mittelwesten der USA. Die emanzipierte Carol Kennicott zieht aufgrund ihrer Heirat in die Kleinstadt Gopher Prairie. Vorher hatte sie Bibliothekswissenschaft in Chicago studiert und in St. Paul (Minnesota) gearbeitet. In Gopher Prairie lernt sie schnell die provinzielle Enge des Kleinstadtlebens kennen. Main Street ist, wie es LEWIS in einem Vorwort ausdrücklich erwähnt, “the continuation of main street everywhere”. Schon bei ihrem ersten Erkundungsgang entdeckt Carol die örtliche Begrenztheit der Stadt, die sich schließlich auch auf die geistige Einstellung der Bewohner auswirkt.

LEWIS' Stärken liegen vor allem in der realistischen Abbildung des Alltags sowie in der Wiedergabe der amerikanischen Umgangssprache. So wird Carol nach ihrem kurzen Ausflug zur Main Street von ihrem Mann ganz im Jargon des Mittleren Westens begrüßt:


“Have a walk? Well, like the town? Great lawns and trees, eh?”

In dem ebenso erfolgreichen Roman Babbitt (1922) zeichnet LEWIS die Figur des wohlhabenden, aber orientierungslosen Bürgers, der versucht, aus der Konformität der Gesellschaft auszubrechen. Seine Parodie auf den Typ des fortschrittsgläubigen amerikanischen Geschäftsmannes zeigte große Wirkung.

Neben präzisen Alltagsbeschreibungen und der Wiedergabe der amerikanischen Umgangssprache verdankt LEWIS seinen dauerhaften Erfolg der satirischen, nicht aber nivellierenden Kritik am amerikanischen Bürgertum und der Verarbeitung populärer Themen.

In Arrowsmith (1925) porträtiert LEWIS das Leben eines Arztes, der zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und rein wissenschaftlicher Arbeit schwankt. Während seiner Recherchen arbeitete LEWIS mit einem Arzt eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts zusammen.

Der Roman It Can't Happen Here (1935) warnt vor der Gefahr eines amerikanischen Faschismus. Die späteren Werke LEWIS' erreichen allerdings nicht mehr das Niveau seines Schaffens aus den 1920-er Jahren.

Weitere Werken (Auswahl)

Romane
The Trail of the Hawk (1915)
The Innocents (1917)
The Job (1917)
Free Air (1919
Mantrap (1926)
The Man who Knew Coolidge (1928)
Dodsworth (1929)
Ann Vickers (1933)
Work of Art (1934)
It Can't Happen Here (1935)
The Prodigal Parents (1938)
Gideon Planish (1943)
Cass Timberlane (1945)
Kingsblood Royal ( 1947)
The Godseeker (1949)
World so Wide (1951)

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Sinclair Lewis." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/englisch-abitur/artikel/sinclair-lewis (Abgerufen: 18. January 2026, 08:11 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Mittlerer Westen
  • Arrowsmith
  • Roman
  • Durchschnittsbürger
  • Nobelpreis
  • Parodie
  • Provinz
  • Gesellschaftskritik
  • Pulitzerpreis
  • Literatur
  • Satire
  • Mittelklasse
  • Main Street
Jetzt durchstarten

Lernblockade und Hausaufgabenstress?

Entspannt durch die Schule mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack.

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.

Verwandte Artikel

Von der Great Depression zum New Deal

Nach dramatischen Kursstürzen kollabierte am 25. Oktober 1929, dem „Schwarzen Freitag“, der Börsenhandel an der New Yorker Wall Street. Rasch weitete sich die Finanzkrise zu einer globalen Wirtschaftskrise aus. Nicht nur in den USA trafen die verheerenden Auswirkungen der Great Depression große Teile der Bevölkerung. Zur Überwindung der Krise gab FRANKLIN D. ROOSEVELT als Präsidentschaftskandidat der Demokraten 1932 in Chicago die Parole vom “New Deal” aus. Durch zahlreiche Reformen versuchte er in der Folgezeit, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen.

The Modern Novel

Durch die Entwicklung neuer Erzähltechniken wie des Ich-Erzählers, des limited oder selective point of view und der personalen Erzählweise gelten JOSEPH CONRAD und HENRY JAMES als die Wegbereiter des modernen englischsprachigen Romans. An Textbeispielen wird ihre Erzähltechnik, die den allwissenden Erzähler ersetzt, vorgestellt.

William Golding

* 19. September 1911 in Saint Columb Minor (Cornwall)
† 19. Juni 1993 in Perranarworthal bei Falmouth (Cornwall)

WILLIAM GOLDING verfasste eines der erfolgreichsten Werke der englischen Literatur. Sein mehrfach verfilmter Roman Lord of the Flies (1954) handelt von einer gestrandeten Schar Jugendlicher und schildert ihren Rückfall in die Barbarei. In ihm kommt GOLDINGS pessimistisches Menschenbild deutlich zum Vorschein.
GOLDING, der lange als Lehrer arbeitete, erhielt 1983 den Literatur-Nobelpreis.

Joyce Carol Oates

* 16. Juni 1938 in Lockport (New York)

JOYCE CAROL OATES ist eine der vielseitigsten und produktivsten Schriftstellerinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Ihr literarisches Schaffen, das Ende der 1960-er Jahre einsetzte, umfasst eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, Kurzgeschichten, Dramen, Gedichten und Essays. In ihnen thematisiert OATES zentrale Aspekte der amerikanischen Gesellschaft und zeichnet ein düsteres Bild der USA. Ihre Erzählungen kreisen um den psychischen Zerfall des Menschen, die Demaskierung des “American Dream” und Formen brutaler Gewalt.
Seit 1978 lehrt OATES 1978 als Professorin an der Princeton University. Mit ihrem Mann gibt sie die Literaturzeitschrift The Ontario Review heraus.

Ernest Hemingway

* 21. Juli 1899 in Oak Park (Illinois)
† 02. Juli 1961 in Ketchum (Idaho)

Der berühmte amerikanische Schriftsteller ERNEST HEMINGWAY führte ein abenteuerliches Leben. Er nahm an mehreren Kriegen teil, betrieb Hochseefischerei und jagte am Fuß des Kilimandscharo. Außerdem zog es ihn immer wieder zum Stierkampf. Auch in seinem literarischen Werk thematisiert er die Konfrontation mit Gewalt und Tod. Seine Erlebnisse arbeitete er u.a. in den durch ihre Verfilmungen bekannt gewordenen Romanen For Whom the Bell Tolls (1943), A Farewell to Arms (1929), To Have and Have Not (1937) und zahlreichen Kurzgeschichten auf. 1954 wurde HEMINGWAY für seinen Roman The Old Man and the Sea mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026