20. Jahrhundert bis 1945

20. Jahrhundert bis 1945

Das frühe 20. Jahrhundert wird in der Kunstgeschichte als Zeitalter der Moderne bezeichnet. Die Entwicklung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts – vom gegenwärtigen Standpunkt aus auch oft als „klassische Moderne“ bezeichnet – reicht mit ihren Ursprüngen weit bis ins 19. Jahrhundert zurück. Wegbereiter waren:

  • PAUL CÉZANNE (1839–1906),
  • PAUL GAUGUIN (1848–1903) und
  • VINCENT WILLEM VAN GOGH (1853–1890). 

Obwohl die „moderne Kunst“ besonders in ihrer Entwicklung zur „abstrakten“ Malerei meist als überwiegend formale Kunst und als Gegensatz zu allen Arten „realistischer“ – abbildender Malerei – gesehen wird, zeigen gerade die inhaltlichen Themen oft die tiefe Sehnsucht nach einem neuen Menschen in einer besseren, natürlichen Umwelt. Der Begriff Moderne ist kein Epochenbegriff, wie etwa der der Renaissance oder des Barocks. Er beinhaltet vielmehr die künstlerischen Neuerungen und die stilistische Vielfalt der Kunstrichtungen seit Impressionismus und Symbolismus. Im engeren Sinne meint Moderne also die Stilrichtungen:

  • Expressionismus,
  • Kubismus,
  • Futurismus,
  • Konstruktivismus,
  • Dadaismus,
  • Surrealismus,
  • die Neue Sachlichkeit in ihren Spielarten Verismus und magischer Realismus.

Sie alle entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Kontinuität der Kunstentwicklung vor allem in Europa. Deshalb scheint es gerechtfertigt, die Zäsuren dieser 1900er-Jahre bis zur Jahrhundertmitte einerseits bei 1900 und andererseits bei 1945 anzusetzen. Nicht nur der Dialog der Künstler bzw. der Streit der Kunstrichtungen wurde weit gehend unterbrochen durch die Emigration und Vertreibung vieler Künstler, sondern es starben auch namhafte Künstler während des Ersten Weltkrieges (die Überlebenden malten danach zum Teil völlig anders) bzw. zwischen 1933 und 1945 in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten (die Überlebenden versuchten, ihre Erlebnisse mittels der Kunst zu bewältigen) oder im Zweiten Weltkrieg. Diese letztgenannten Katastrophen machen es erforderlich, in die Kunstgeschichte die Zäsur 1945 einzufügen, als sich namhafte Künstler, beeinflusst durch ihre Erlebnisse während des Exils bzw. des Kriegs, veranlasst sahen, ihre Kunstauffassungen zu revidieren und etwas völlig Neuartiges zu schaffen.

1901

Der französische Maler und Bildhauer JEAN DUBUFFET wurde am 31. Juli 1901 in Le Havre als JEAN PHILIPPE ARTHUR DUBUFFET geboren. Er begann in den 1920er-Jahren unter dem Einfluss der Pariser Surrealisten. Seit Mitte der 1940er-Jahre experimentierte er mit Mischtechniken aus Öl, Sand, Kalk und anderen Stoffen. So entstanden plastisch hervortretende Malgründe. Später wandte er seine archaisch wirkende Kunst auch auf Skulpturen an. DUBUFFET starb am 12. Mai 1985 in Paris.

Der deutsche Maler und Grafiker HANS GRUNDIG wurde am 19. Februar 1901 in Dresden geboren. Stilistisch orientierte er sich stark an OTTO DIX (1891–1969), seine Arbeiten zeugen von hohem handwerklichem Können. Von 1940 bis 1944 war der Kommunist GRUNDIG Häftling im Konzentrationslager Sachsenhausen, danach musste er in einem Strafbataillon in den Krieg ziehen. Dort lief GRUNDIG zur Roten Armee über. Seine Erlebnisse verarbeitete er in Grafikzyklen. GRUNDIG starb am 11. September 1958 in Dresden.

1902

Der deutsche Maler ERNST WILHELM NAY wurde am 11. Juni 1902 in Berlin geboren. Er begann als Autodidakt, wurde 1927 Meisterschüler CARL HOFERs (1878–1955) an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin. Seine Werke wurden von den Nationalsozialisten als „entartete Kunst“ diffamiert. NAY malte noch Figurenbilder, schon stark abstrahiert. 1940 wurde er zum Kriegsdienst verpflichtet, durfte schon 1945 wieder als Maler arbeiten. Seine Hekate-Bilder von 1945 bis 1948 sind bereits abstrakt. 1949–1951 entstanden die „Fugalen Bilder“, sie stehen zwischen Gegenständlichem und Abstraktem, bestehen aus in sich verschlungenen Farbfeldern. Ab 1951 entstanden Serien, die sich ganz der Abstraktion verpflichtet fühlen. NAY starb am 8. April 1968 in Köln.

1903

1903 zeigten die „Fauves“, die „Wilden“, wie eine erschreckte Kunstkritik sie nannte, ihre Werke, die in der Nachfolge von PAUL CÉZANNE (1839–1906), PAUL GAUGUIN (1848–1903) und VINCENT VAN GOGH (1853–1890) die Farbe zum Hauptgestaltungsmerkmal ihrer Malerei erhoben. Reine, starkfarbige Flächen und kraftvolle Linien bestimmen die bildkompositorischen Überlegungen. Die Deformation der Figuren und der gegenständlichen Motive führt zu einer Steigerung der subjektiven Ausdruckskraft.

MARK ROTHKO, einer der bedeutendsten Repräsentanten des abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei, wurde am 25. September 1903 als MARCUS ROTHKOWITZ in Dwinsk, Lettland, geboren. Nach Progromen gegen die jüdische Bevölkerung emigrierte die Familie in die USA. Seine erste Ausstellung war 1928 noch mit figürlicher Kunst. Es entstanden neben Landschaftsbildern Stillleben und Genreszenen. 1940 war er Gründungsmitglied der Federation of Modern Painters and Sculptors. Seit dieser Zeit nannte er sich MARK ROTHKO. Zugleich änderte er seine Malweise vollkommen. Die Bilder mit oft mythologischen Szenen wurden surrealistisch, seit Ende der 1940er-Jahre abstrakt. Diese Zeit bis zu seinem Tod kann als die „klassische Phase“ des Künstlers genannt werden. ROTHKO starb am 25. Februar 1970 in New York.

1904

Der spanische Maler und Zeichner SALVADORE DALÍ (1904–1989) ist der wohl bekannteste Vertreter des Surrealismus („Der Surrealismus bin ich!“). Er wurde am 11. Mai 1904 als SALVADOR FELIPE JACINTO DALÍ DOMÉNECH in Figueres in der Provinz Girona (Region Katalonien) geboren. Hier befindet sich auch das von DALÍ zum Museum umgebaute Stadttheater. Ein zweites großes Museum existiert (ebenfalls bereits seit Lebzeiten des Künstlers) in St. Petersburg in Florida. DALÍ war ein Maler von hoher technischer Meisterschaft. Daneben gestaltete er

  • Illustrationen zu verschiedenen Werken der Weltliteratur,
  • Bühnenbilder und
  • Kostüme für Filme,
  • wirkte darin selbst als Darsteller mit bzw.
  • schrieb die Drehbücher.

Somit ging er auch als größter Selbstdarsteller in die Kunstgeschichte ein. DALÍ starb am 23. Januar 1989 in seiner Geburtsstadt.

Ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit war CURT QUERNER. Er wurde am 7. April 1904 in Börnchen bei Freital geboren. Seine Lehrer waren RICHARD MÜLLER (1874–1954) und OTTO DIX (1891–1969). Er malte neusachliche, z. T. sozialkritische Porträts, Dorflandschaften und vor allem Selbstbildnisse. QUERNER starb am 10. März 1976 in Kreischa.

Der amerikanische Maler niederländischer Herkunft WILLEM DE KOONING wurde am 24. April 1904 in Rotterdam geboren. Er malte Bilder, die dem abstrakten Expressionismus zugerechnet werden. DE KOONING starb 1997 in New York.

Der deutsch-jüdische Maler FELIX NUSSBAUM wurde am 11. Dezember 1904 in Osnabrück geboren. Er studierte Malerei und Grafik an der Hamburger Kunstgewerbeschule, später in Berlin, war Stipendiat der Preußischen Akademie der Künste Berlin in der Villa Massimo in Rom. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte NUSSBAUM nach Belgien. 1940, nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien, wurde er verhaftet, konnte während eines Transportes fliehen und versteckte sich in Brüssel. 1944 denunzierte man NUSSBAUM und die Wehrmacht verhaftete ihn. Er wurde am 2. August 1944 in Auschwitz ermordet.

Der deutsch-französische Maler und Grafiker HANS HARTUNG wurde am 21. September 1904 in Leipzig geboren. Er begann im Stil des Expressionismus zu malen, studierte danach klassische Malerei und Maltechnik, stellte 1931 erstmalig seine Werke in Frankreich aus. Seine Werke wurden in der Zeit des Nationalsozialismus in Frankreich und Großbritannien gezeigt, während er in Deutschland als „entarteter Künstler“ galt. Seit 1938 diente er in der französischen „Legion Etrangere“. 1946 wurde ihm die französische Staatsbürgerschaft verliehen. HARTUNG wurde in Frankreich und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hoch dekoriert. Er starb am 8. Dezember 1989 in Antibes, Frankreich.

Expressionismus (1905–1925)

Der Expressionismus ist eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschende Richtung in bildender Kunst und Literatur, die als Gegenbewegung zum Realismus, Naturalismus und Impressionismus durch Vereinfachung der Formen und starke, oft kontrastreiche Farben die subjektive, emotionale Ausdrucksfähigkeit des Künstlers in den Mittelpunkt des Schaffens stellt. Zentren des Expressionismus waren Dresden („Die Brücke“, 1905) und München („Der blaue Reiter, 1911). Zu den Künstlern der Richtung zählen u. a.:

  • WASSILY KANDINSKY (1866–1944),
  • ERNST LUDWIG KIRCHNER (1880–1938),
  • AUGUST MACKE (1887–1914, siehe Bild),
  • OTTO MUELLER (1874–1930),
  • GABRIELE MÜNTER (1877–1962),
  • OSKAR KOKOSCHKA (1886–1980),
  • PAUL KLEE (1879–1940),
  • LYONEL FEININGER (1871–1956),
  • EMIL NOLDE (1867–1956),
  • ERICH HECKEL (1883–1970),
  • MAX PECHSTEIN (1881–1955),
  • KARL SCHMIDT-ROTTLUFF (1884–1976) und
  • FRANZ MARC (1880–1916).

1905

Die expressionistische Künstlergruppe „Die Brücke“ wurde in Dresden gegründet. Als Gründungsdatum wird vielfach der 7. Juni angegeben. Gründer waren die Architekturstudenten

  • ERNST LUDWIG KIRCHNER (1880–1938),
  • FRITZ BLEYL (1880–1966),
  • ERICH HECKEL (1883–1970) und
  • KARL SCHMIDT-ROTTLUFF (1884–1976).
  • Später schlossen sich MAX PECHSTEIN (1881–1955),
  • EMIL NOLDE (1867–1956),
  • KEES VAN DONGEN (1877–1968),
  • OTTO MUELLER (1874–1930) und
  • BOHUMIL KUBISTA (1884–1918)

der Gruppe an. 1913, nach dem Umzug nach Berlin, löste sich die „Brücke“ auf.

Der namhafteste Vertreter des Colour Field Painting und der Minimalart, BARNETT NEWMAN, wurde am 29. Januar 1905 in New York geboren. Mit MARK ROTHKO (1903–1970), WILLIAM BAZIOTES (1912–1963) und ROBERT MOTHERWELL (1915–1991) gründete er die Schule „Subjects of the Artists“. Er malte stark monochrome Bilder, die oft durch vertikale Streifen gegliedert waren. NEWMAN starb am 4. Juli 1970.

1906

Der spanische Maler OSCAR DOMINGUEZ (1906–1957) ist einer der markantesten Vertreter der surrealistischen Bewegung, der allerdings sehr spät, erst 1935, zum Surrealismus kam. DOMINGUEZ ist der Erfinder der „Décalcomanie“, einer Technik zum Abziehen von Bildern. Er wurde am 07. Januar 1906 in La Laguna auf Teneriffa geboren und starb starb am 31. Dezember 1957 in Paris.

Die deutsch-jüdische Malerin und Grafikerin LEA GRUNDIG, geborene LANGER, wurde am 23. März 1906 in Dresden geboren. Sie war, mit HANS GRUNDIG, Gründungsmitglied der Dresdner Gruppe „Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands“. Mehrfach verhaftet während der Zeit des Nationalsozialismus, konnte sie nur durch die Emigration nach Palästina überleben. Nach dem Krieg kehrte sie nach Deutschland zurück und übernahm in Dresden eine Professur. Mit ihrer Kunst warnte sie schon vor 1933, aber erst recht ab 1933, vor der Gefahr des Nationalsozialismus. Davon zeugen ihre Radierzyklen „Unterm Hakenkreuz“ und „Krieg droht“. Auch in der DDR blieb sie einer stark politisch orientierten Kunst treu, so mit dem Grafikzyklus „Kampf dem Atomtod“. GRUNDIG starb am 10. Oktober 1977 in Dresden.

1907

Mitte 1907 vollendete PABLO PICASSO (1881–1973) sein Gemälde „Les Desmoiselles d’Avignon“. In diesem Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts, das in Anlehnung an die Darstellung gesellschaftlicher Außenseiter in der „blauen Periode“ PICASSOs eine Bordellszene mit fünf nackten Frauen zeigt, verbindet sich eine neue innerbildliche Räumlichkeit mit der für das beginnende Jahrhundert charakteristischen Beschäftigung mit afrikanischen Kunst- und Kultgegenständen.

1907 waren die ersten kommerziellen Farbfilme, die nach einem von den Gebrüdern AUGUSTE MARIE LOUIS NICOLAS LUMIÈRE (1862–1954) und LOUIS JEAN LUMIÈRE (1864–1948) entwickelten Verfahren „Autochromes Lumière“ benannt wurden, erhältlich.

Die mexikanische Malerin FRIDA KAHLO wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt geboren. Sie wird zuweilen dem Surrealismus zugerechnet, sie selbst wehrte sich jedoch gegen diese Einordnung. Ihre sensiblen Selbstporträts widerspiegeln die seelischen und körperlichen Qualen, denen sie seit einem schweren Unfall ausgesetzt war. 1929 heiratete sie den mexikanischen Künstler DIEGO RIVERA (1886–1957), ein Mitglied der Kommunistischen Partei Mexikos. Auch diese Beziehungen setzte KAHLO in ihren Werken um. Aber auch die mexikanische Volkskunst und Geschichte wird in den Bildern reflektiert. KAHLO starb am 13. Juli 1954 in Mexiko-Stadt.

1907/1908–1920er Jahre: Kubismus

Um 1907/1908 entstanden die ersten bildnerischen Werke des Kubismus. So bezeichnet man eine Kunstrichtung, die durch Reduktion der Formen auf einfache Flächen und Kuben die illusionistische Zentralperspektive auflöst und aus den geometrischen Formelementen eine vielschichtige Bildkomposition entwickelt. Die wichtigsten Vertreter des Kubismus waren:

  • GEORGE BRAQUE (1882–1963),
  • PABLO PICASSO (1881–1973) und
  • JUAN GRIS (1887–1927).

Die Maler zerlegten die Gegenstände in eine Komposition aus simultanen Ansichten von verschiedenen Seiten und griffen dabei auf die schon von PAUL CÈZANNE (1839–1906) beschriebene Geometrisierung aus Grundformen zurück. Wie in einem Vorstellungsbild eines Gegenstandes, von dem man weiß, dass er hinter der sichtbaren Vorderseite auch eine gerade nur verdeckte, also nicht sichtbare Rückseite hat, wurden nun gleichzeitig Facetten verschiedener Ansichten und Fragmente der Umrissformen zu Elementen einer Bildkomposition, die zugunsten einer neuen Wahrhaftigkeit die abbildhafte Illusion endgültig zerstörte.
Der Kubismus in der modernen Kunst währte von 1907/1908 bis in die 1920er-Jahre. Der Name „Kubismus“ ist eine Wortschöpfung des Kunstkritikers LOUIS VAUXCELLES. Er nannte BRAQUEs Werke „bizarreries cubiques“.

1908

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer RENÉ GRAETZ wurde am 2. August 1908 in Berlin geboren. Er war Autodidakt, begann bereits in den1930er-Jahren mit Malerei und Grafik. Seit seiner Rückkehr aus dem englischen Exil beschäftigte er sich auch mit der Skulptur. Seine Plastiken und Grafiken wurden mit den Jahren immer abstrakter, verloren aber nie ganz ihre Figürlichkeit. GRAETZ war mit der englischen Illustratorin ELIZABETH SHAW (19920–1992) verheiratet. starb am 17. September 1974 in Graal-Müritz.

Der deutsche Maler und Architekt RUPPRECHT GEIGER wurde am 26. Januar 1908 in München geboren. Er war zusammen mit WILLI BAUMEISTER (1889–1955), ROLF CAVAEL (1898–1979), GERHARD FIETZ (1910–1997), WILLI HEMPEL, BRIGITTE MEIER-DENNINGHOFF (* 1923) und FRITZ WINTER (1905–1976) Gründungsmitglied der Gruppe „ZEN 49“. In den 1950er-Jahren wurde er bekannt für seine farbintensiven Kompositionen

1909–1920er-Jahre: Futurismus

Am 20. Februar 1909 publizierte der italienische Dichter FILIPPO TOMMASO MARINETTI in der französischen Zeitung „Le Figaro“ sein erstes futuristisches Manifest und gründete damit die futuristische Bewegung. Der Futurismus ist eine Richtung in der bildenden Kunst, in der die visuelle Vergegenwärtigung von Bewegung und die Gestaltung dynamischer Energieverläufe als Darstellung der technischen Zivilisation zentrale Themen von abstrahierenden Bildkompositionen sind.

1909

Der deutsche Maler und Grafiker HAP GRIESHABER wurde als HELMUT ANDREAS PAUL GRIESHABER am 15. Februar 1909 in Rot an der Rot geboren. Er starb am 12. Mai 1981 in Eningen unter Achalm. Bekannt wurde GRIESHABER für seine ausdrucksstarken Holzschnitte.

1910

Der amerikanische Maler FRANZ KLINE gehörte zu den führenden Vertretern des abstrakten Expressionismus. Er wurde am 23. Mai 1910 in Wilkes-Barre, Pennsylvania geboren. Zusammen mit JACKSON POLLOCK (1912–1956), WILLEM DE KOONING (1904–1997) und MARK ROTHKO (1903–1970) wird er zur „New Yorker Schule“ gerechnet. KLINE starb am 13. Mai 1962 in New York.

1911

Die Künstlervereinigung „Der blaue Reiter“ wurde 1911 in München gegründet. Zu ihr gehörten

  • WASSILY KANDINSKY (1866–1944),
  • FRANZ MARC (1880–1916),
  • AUGUST MACKE (1887–1914, siehe Bild),
  • GABRIELE MÜNTER (1877–1962),
  • ALFRED KUBIN (1877–1959) und
  • PAUL KLEE (1879–1940).

Die Geometrisierung der Formen, die Verwendung der Farben nach ihrer inneren Gesetzmäßigkeit und die teils völlige Ablösung von jeglicher, wieder erkennbarer Abbildung führte bei der Gruppe „Der blaue Reiter“ zu einer erst teilweisen, dann vollkommenen Abstraktion der Bildkomposition. In einem Aufsatz von 1911 bezeichnete HERWARTH WALDEN, der Herausgeber der Zeitschrift „Der Sturm“, diesen Malstil als „Expressionismus“.

1912

Der Pionier des Action Painting sowie des Abstrakten Expressionismus (American Abstract Painting) JACKSON POLLOCK, wurde am 28. Januar 1912 in Cody, Wyoming geboren. Er begann mit naturalistischen Arbeiten, wandte sich dann dem Surrealismus zu, ohne dabei jedoch zu einer eigenen Formensprache zu finden. Seine für die Kunstgeschichte wichtigste Etappe begann erst in den 1940er-Jahren. Zwischen 1946 und 1951 malte er die für ihn typischen Bilder, ein Geflecht aus Linien, Flecken und Tropfspuren („drip painting“). POLLOCK starb am 11. August 1956 in Springs-East Hampton, New York.

Der deutsche Maler EMIL SCHUMACHER wurde am 29. August 1912 in Hagen, Westfalen geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule Dortmund. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Nachkriegskunst. Er begann mit figürlicher Malerei, orientierte sich aber bald an allen Spielarten der „art informel“, des „abstrakten Expressionismus“, des „Action painting“, des „Tachismus“ und der „art brut“. 1947 war er Mitbegründer und erster Präsident der Vereinigung „junger westen“. SCHUMACHER starb am 4. September 1999 in San José, Ibiza.

1913–1930

Der Konstruktivismus ist eine um 1913/1914 entstandene Kunstrichtung, die auf der Grundlage geometrisch-abstrakter Formen rationale Gestaltungsprinzipien für Architektur, Plastik und Malerei entwickelte und die von der nur abbildenden Wiedergabe zur freien, abstrakten Gestaltung der Wirklichkeit selbst führt.

1913

Der deutsche Fotograf, Maler und Grafiker WOLS wurde am 27. Mai 1913 in Berlin als ALFRED OTTO WOLFGANG SCHULZE geboren. Er absolvierte eine Fotografenlehre und ging 1932 nach Frankreich. Hier hatte er seine ersten gefragten Ausstellungen. Im Zweiten Weltkrieg wurde WOLS, zusammen mit anderen Deutschen, unter ihnen MAX ERNST (1891–1976), WALTER HASENCLEVER (1890–1940), FRANZ HESSEL (1880–1941) ALFRED KANTOROWICZ (1899–1979), MAX LINGNER (1888–1959) und LION FEUCHTWANGER (1884–1959), in mehreren Internierungslagern in Südfrankreich interniert. Hier begann er, in Ermangelung eines Fotoapparates, zu malen und zu zeichnen. Nach seiner Haftentlassung 1940 lebte er mit seiner Frau, halb illegal, in Südfrankreich. Nach dem Krieg begann WOLS Ölbilder zu malen. Er begeisterte sich für die surrealistische „écriture automatique“, das „Automatische Schreiben“ und für JEAN-PAUL SARTRE. Er malte seit den Endvierzigern des 20. Jahrhunderts Bilder, die später der „Abstraction lyrique“, dem „Informel“ oder dem „Tachismus“ zugeordnet wurden. WOLS starb am 1. September 1951 in Paris.

1914

Der dänische Künstler ASGER JORN wurde am 3. März 1914 als OLUF JØRGENSEN in Vejrum auf Jütland, Dänemark, geboren. 1937 gestaltete er zusammen mit FERNAND LÉGER (1887–1975) die großformatigen Dekorationen für LE CORBUSIERS (1887–1965) „Pavillon des Temps Nouveaux“ auf der Pariser Weltausstellung. Er war nach 1945 Mitglied der Künstlergruppe „Høst“ sowie Mitbegründer der Gruppe „CoBrA“. JORN war mit GUY DEBORD (1931–1994) Haupt der Bewegung „Situationistische Internationale“. Er starb am 1. Mai 1973.

1916

Der Dadaismus wurde, der Legende nach, am 5. Februar 1916 im Züricher Cabaret „Voltaire“ in der Spiegelgasse 1 gegründet.

1919

1919 gründete WALTER GROPIUS (1883–1969) in Weimar das Bauhaus, dessen Direktor er bis 1928 war. 1928 wurde HANNES MEYER (1889–1954) GROPIUS’ Nachfolger als Leiter des Bauhauses, mit dem sich ein materialistischer, produktionsorientierter Funktionalismus durchsetzte. Als LUDWIG MIES VAN DER ROHE (1886–1969) 1930 die Leitung des Bauhauses übernahm und bis zur Schließung der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 inne hatte, wurde das Bauhaus vornehmlich zu einer Architektenschule mit Betonung handwerklicher und materialbezogener Qualität.

1920

Der Surrealismus ist eine ab 1920 aus dem Dadaismus entstandene Kunstbewegung, die sich, beeinflusst durch die Psychoanalyse, zum Ziel setzte, die widersprüchlichen Erfahrungen von Traum und Wirklichkeit in einem erweiterten Bewusstsein als komplexe Überwirklichkeit erfahrbar zu machen. Als Vorläufer des Surrealismus gilt die Malerei der italienischen „Pittura Metafisica“ (deutsch: metaphysische Malerei), mit der ab 1917 GIORGIO DE CHIRICO (1888–1978) und CARLO CARRA (1881–1966) ihre psychologisch-philosophische Sichtweisen in traditioneller, malerischer Form gestalteten.

1921

Der Maler, Grafiker und Actionkünstler JOSEPH BEUYS wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren. Es ging BEUYS nicht nur um das Zusammenführen von Kunst und Wissenschaft, sondern vor allem um die Verbindung, ja Gleichsetzung von Kunst und Leben. Mit seiner Devise „Jeder Mensch ist ein Künstler“ und seiner Theorie von der „sozialen Plastik“ zielte er auf die vollständige Durchdringung von Kunst und Leben. Seinem künstlerischen Schaffen liegt die Suche nach dem verlorenen „ganzen“ Menschen zugrunde, in dem Natur und Kultur, Mythos und Wissenschaft wieder eins werden. BEUYS starb am 23. Januar 1986 in Düsseldorf.

Der deutsche Maler und Grafiker WILLI SITTE wurde am 28. Februar 1921 in Kratzau (heute Chrastava, Tschechien) geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er sich zunächst in Mailand niedergelassen, kehrte aber 1947 in die damalige Sowjetische Besatzungszone zurück, wo er Mitglied der Hallenser Künstlervereinigung „Die Fähre“ wurde. In den 1950er-Jahren näherte er sich den malerischen Intentionen von FERNAND LÉGER (1881–1955) und PABLO PICASSO (1881–1973) an, wurde daraufhin als Formalist denunziert. Danach entstanden oft monumentale Simultanbilder bzw. Mehrtafelbilder. SITTE lebt in Halle (Saale).

Der niederländische Maler, Bildhauer und Mitbegründer der Künstlergruppe „CoBrA“, KAREL APPEL, wurde am 25. April 1921 in Amsterdam geboren.

1923

Der amerikanische Maler ROY FOX LICHTENSTEIN ist einer der bekanntesten Vertreter der Pop Art. Er wurde am 27. Oktober 1923 in Manhattan geboren. Bekannt wurde er mit seinen Bildern nach Art des Comic Strips, die wie massenhaft produzierte Siebdrucke aussehen sollten. LICHTENSTEIN starb am 29. September 1997 in Manhattan.

1925

in Deutschland wird 1925 die Kleinbildkamera für kleinformatigen Film eingeführt. Die Leica, so hieß die Kamera, wurde aufgrund ihrer Kompaktheit, Wirtschaftlichkeit und optischen Vorteile bei Amateur- und Berufsfotografen schnell beliebt.

Der Schweizer Maler, Bildhauer und Experimental-Künstler JEAN TINGUELY wurde am 22. Mai 1925 in Fribourg geboren. Der Mitbegründer der „Nouveaux Realistes“ schuf seit Ende der 1950er-Jahre seine berühmten „Métamatics“, die „Zeichenmaschinen“. Die Maschinenplastiken aus den 1960er-Jahren enthielten Produkte der Wegwerfgesellschaft: TINGUELY fand, was er suchte, auf Schrottplätzen. Später wurden seine beweglichen Skulpturen monumentaler, er stapelte Autokarosserien zu Bergen. Er war u. a. mit der Künstlerin NIKI DE SAINT PHALLE (1930–2002) verheiratet. TINGUELY starb am
30. August 1991 in Bern.

Der deutsche Maler BERNHARD HEISIG wurde am 31. März 1925 in Breslau geboren. Seinen Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg leistete er als Kriegsfreiwilliger in der Waffen-SS. Er geriet in sowjetische Gefangenschaft. Nach 1945 begann er ein Kunststudium, das er jedoch abbrach. Er wird mit WERNER TÜBKE (1929–2004) und WOLFGANG MATTHEUER (1927–2004) zur „Leipziger Schule“ gezählt. Seine Bilder wurden nach der Wende als „Staatskunst“ diffamiert, ohne dass die Kritiker das Oeuvre des Malers kannten. HEISIG lebt und arbeitet in Strodehne (Brandenburg).

1927

1927 fand die Werkbundausstellung „Die Wohnung“ statt.

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer WOLFGANG MATTHEUER wurde am 7. April 1927 in Reichenbach/Vogtland geboren. Nach einjähriger Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und Kriegsgefangenschaft studierte er seit 1946 an der Kunstgewerbeschule in Leipzig, die bald in Hochschule für Grafik und Buchkunst umbenannt wurde. Seit 1965 hatte er dort eine Professur inne. WOLFGANG MATTHEUER gehört zu den Gründervätern der „Leipziger Schule“ der frühen 1970er-Jahre neben WERNER TÜBKE (1929–2004) und BERNHARD HEISIG (* 1925). Er war mit der Grafikerin URSULA MATTHEUER-NEUSTÄDT verheiratet. MATTHEUER starb am 7. April 2004 in Leipzig.

1929

Das Museum of Modern Art (MoMA) wurde am 7. November 1929 im New Yorker Stadtteil Manhattan als erstes Museum für moderne Kunst in der USA unter dem deutschen Kurator ALFRED H. BARR eröffnet.

Der deutsche Maler Werner Tübke wurde am 30. Juli 1929 in Schönebeck (Elbe) geboren. Er gehörte, wie BERNHARD HEISIG (* 1925), WOLFGANG MATTHEUER (1927–2004) und HEINZ ZANDER (* 1939) zur „Leipziger Schule“. TÜBKE malte in einem sehr akademischen, fast altertümlich anmutenden Stil. In seiner Malweise orientierte er sich an LUCAS CRANACH (1472–1553), ALBRECHT DÜRER (1471–1528) und den italienischen Renaissancemalern. Sein gewaltigstes Werk ist das monumentale Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen. TÜBKE bemalte eine Fläche von 1 722 Quadratmeter Leinwand. Der Maler starb am 27. Mai 2004 in Leipzig.

1930

Der deutsche Bildhauer, Maler, Grafiker und Dichter WIELAND FÖRSTER wurde am 12. Februar 1930 in Dresden geboren. Als 13-jähriger erlebte er das Inferno der Zerstörung seiner Heimatstadt, wurde im Jahr darauf vom sowjetischen Geheimdienst NKWD zu siebeneinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Vier Jahre brachte er in Zwangsarbeitslagern zu. Diese existenziellen Erfahrungen materialisiert FÖRSTER in seinen Arbeiten. Er wandelt – nach BAUDELAIRE – das „Schreckliche zur Schönheit“. FÖRSTER lebt und arbeitet in Wensickendorf bei Berlin.

Die französische Malerin und Bildhauerin NIKI DE SAINT PHALLE wurde am 29. Oktober 1930 in Neuilly-sur-Seine als CATHERINE MARIE-AGNÉS FAL DE SAINT PHALLE geboren. Sie wurde durch ihre „Nanas“, das sind überdimensionierte, bunt bemalte Frauenfiguren, und ihren „Giardino dei Tarocchi“, den Tarot-Garten in Capalbio in der Toskana, berühmt. Sie starb am 21. Mai 2002 in San Diego.

Der Schweizer Maler und Grafiker FRANZ GERTSCH wurde am 8. März 1930 in Mörigen, Kanton Bern geboren. Er ist ein Vertreter des Fotorealismus. Ausgangspunkt der meist großformatigen Bilder sind Diapositive, die GERTSCH bildkünstlerisch umsetzt. Der Künstler lebt in Rüschegg, Schweiz.

1931

Die englische Malerin BRIDGET RILEY ist eine der führenden Vertreterinnen der Op-Art. Sie wurde am 25. April 1931 in London geboren.

Der deutsche Maler und Regisseur JÜRGEN BÖTTCHER wurde am 8. Juli 1931 in Frankenberg bei Chemnitz geboren. Als Maler nennt er sich STRAWALDE. An der Volkshochschule war BÖTTCHER u. a. Lehrer von A. R. PENCK (eigentlich RALF WINKLER,* 1939).

1932

Der deutsche Maler GERHARD RICHTER wurde am 19. Februar 1932 in Dresden geboren. Er studierte an der Dresdener Kunstakademie, siedelte noch vor dem Mauerbau 1961 nach Düsseldorf über. Er ist heute einer der gefragtesten Künstler Deutschlands. Anfänglich orientierte er sich an den in den 1960er- und 1970er-Jahren populären Fluxus und Neo-Dada bis er zu seinem eigenen, unverwechselbaren, expressiven Stil fand. RICHTER lebt in Köln.

Der deutsche Maler, Happeningkünstler und Bildhauer WOLF VOSTELL wurde am 14. Oktober 1932 in Leverkusen geboren. Ihm wird das künstlerische Prinzip der Décollage zugeschrieben. 1962 gründete er die Zeitschrift „décoll/age“. Sein künstlerisches Credo wurde „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“. VOSTELL begriff das Happening in diesem Sinne durchaus auch als politische Demonstration. Die Studentenbewegung hat 1968 das Politische des Happenings erkannt und für ihre Ziele genutzt. Gemeinsam mit einigen Künstlerkollegen gründete VOSTELL 1962 die Gruppe „Fluxus“. Der Begriff ist dem Lateinischen entlehnt, wo er „fließen“ bedeutet. Fluxus als künstlerische Strömung bezeichnet eine Form der Aktionskunst, bei der Künstler mit Akteuren versuchen, Veränderungs- und Wandlungsprozesse als Prinzipien der Wirklichkeit sichtbar zu machen. Dabei sollen die Grenzen zwischen Malerei, Musik und Theater, die Grenzen zwischen Künstlern und Publikum aufgehoben werden. Das erste Happening VOSTELLS als kollektivistischer Fluxus nannte der Künstler „Neun-Nein-dé-coll/agen“. Manche Kunsthistoriker halten ihn deshalb für den Begründer des Happenings in Deutschland. Den Begriff und die Kunstrichtung hatte allerdings ALLAN KAPROW (* 1927) 1958 bereits in den USA eingeführt. Seit den 1970er-Jahren wurde in Deutschland dafür der Begriff „Aktionskunst“ benutzt. Zu den Aktionskünstlern zählen neben VOSTELL JOSEPH BEUYS (1921–1986), GEORGE BRECHT (* 1925), BAZON BROCK (* 1936), ROBERT FILLIOU (1926–1987) und CLAES OLDENBURG (1929). In den letzten der 1970er-Jahre beschäftigte sich VOSTELL mit Environments und fertigte Großskulpturen. Er starb am 3. April 1998 in Berlin.

1935/1936

Die Farbumkehrfilme Kodachrome (1935) und Agfacolour (1936) wurden 1935/1936 auf dem Markt eingeführt. Durch diese beiden Filme wurde die Farbfotografie sehr bekannt. Der 1941 eingeführte Kodacolour-Farbnegativfilm kurbelte die Verbreitung weiter an.

1937

Nach Jahren neoklassizistischer und antikisierender Figurenbilder gestaltet PABLO PICASSO (1881–1973) 1937 für den spanischen Pavillon der Weltausstellung das monumentale Gemälde „Guernica“, das als das bedeutendste Ereignis- und Anti-Kriegsbild in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen ist.

1939

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer A.R. PENCK wurde am 5. Oktober 1939 in Dresden unter dem Namen RALF WINKLER geboren. Er wurde wegen mangelnden Talents von den renommierten Kunsthochschulen in Dresden und Berlin (Ost) abgelehnt und bildete sich autodidaktisch weiter. 1980 siedelte PENCK in die Bundesrepublik über, da hatte ihm die Akademie der Künste in Berlin (West) bereits den Willi-Grohmann-Preis verliehen, PENCKs Atelier war von der Staatssicherheit der DDR zerstört, seine Arbeiten beschlagnahmt worden. Seine Werke wirken sehr archaisch, sie ähneln eigenwilligen Piktogrammen.

1940

Der deutsche Maler ARNO RINK wurde 1940 in Schlotheim/Thüringen geboren. Er studierte von 1962 bis 1967 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei BERNHARD HEISIG (* 1925). Von  1987 bis 1995 war er ihr Rektor. RINK ist einer der Väter der Neuen Leipziger Malerschule.

1941

Der Maler und Zeichner des postmodernen Realismus, SIGMAR POLKE, wurde am 13. Februar 1941 in Oels (polnisch: Olesnica), Niederschlesien, geboren. Er arbeitet auch als Fotograf und Objektkünstler. POLKE betrachtet seinen Stil als Kapitalistischen Realismus. Er lebt in Köln.

1944

Die deutsche Bildhauerin und Medienkünstlerin REBECCA HORN wurde am 24. März 1944 in Michelstadt geboren. Sie studierte an der HfBK in Hamburg. Bekannt wurde sie mit ihren körperbezogenen Skulpturen, die völlig neue Raum-Erfahrungen ausprobierten, den Einzelnen in seiner seelischen Eingeschlossenheit zeigten. Bald zeigte sie kinetische Plastiken – die Federn und Fächer, die anfangs noch statisch den Raum ausfüllten, begannen sich zu bewegen. Andere Figuren kamen hinzu, Schmetterlinge, die auch stets von Kameras erfasst und in Filmen verarbeitet wurden: Diese Entwicklung führte hin zu abendfüllenden Spielfilmen, u. a. mit DONALD SUTHERLAND (* 1935) und MARTIN WUTTKE (* 1962). HORN lebt und arbeitet in Berlin, New York and Paris.

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Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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