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  6. Kriterien der Aufnahmesituation

Kriterien der Aufnahmesituation

Die Kriterien der Aufnahmesituation richten sich nach der Wahl des Motivs, der Wahl des Fotoapparates, des Films, des Objektivs, der Kameraeinstellungen usw., aber auch nach der Art und Dauer der Fotobearbeitung. Analoge und digitale Fotografien können mit geeigneter Bildbearbeitungssoftware digital weiter bearbeitet werden. Jede Bildbearbeitung, ob analog oder digital, hat aber ihre Grenzen.

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Aufnahmesituation

  1. Wahl des Motivs

    – Entscheidung für das Motiv und die Aussageabsicht
    – eventuell Aufbau des Motivs oder Inszenierung
    – Standpunktwahl:

    a) „Mitspieler“, wenn Kamera in Handlungsrichtung
    b) „Betroffener“, wenn Kamera entgegen der Handlungsrichtung
    c) „unbeteiligter Betrachter“, Kamera befindet sich im rechten Winkel zur Handlungsrichtung

    – Lichtverhältnisse beachten oder verändern
     
  2. Fotografieren

    – Wahl des Fotoapparates, des Films, des Objektivs, der Kameraeinstellungen
     
  3. Fotobearbeitung (klassische Fotografie)

    – Filmentwicklung
    – Wahl von Papiergröße, Gradation¹
    – Ausschnittbestimmung
    – Belichtungsmanipulation (abdunkeln, abwedeln, schablonieren, tonen)
    – Verfremdung (Fotomontage, Collage, Brûlage, Chemogramm, Solarisation, Kolorieren)
    – Präsentation

¹ Gradation, Gradationsgrad: Begriff, der die Beschaffenheit des Fotopapiers für Schwarzweißabzüge definiert – weiche Gradationen geben wenig Kontraste, harte geben starke Kontraste

Fotobearbeitung

Bei der Fotobearbeitung (digitale Fotografie) wird das Foto direkt auf den Computer geladen und dann mit Bildbearbeitungssoftware bearbeitet. Auch hier kann man den

  1. Ausschnitt bestimmen,
  2. Belichtungsmanipulation vornehmen,
  3. Farbeinstellungen ändern,
  4. verfremden (Fotomontage, Collage, Filter).

Einige Verfremdungseffekte lassen sich nicht durchführen mit digitalen Fotografien. Sie müssen mit Filtern emuliert werden (z.B. Chemogramm, Solarisation). Fotografien werden im Computer wie eine normale Pixelgrafik behandelt. Sie sind nicht skalierbar, wie etwa Vektorgrafiken.

Das bedeutet, dass einmal auf niedrigere Bildschirmauflösungen bzw. Farbwerte heruntergerechnete und gespeicherte Fotografien nicht mehr in höhere Farbwerte bzw. Bildschirmauflösungen umgewandelt werden können. Möchte man seine Fotos per E-Mail-Anhang versenden, sollte man sie unter neuem Namen „für Web speichern“. Diese Option haben heutzutage viele Bildbearbeitungsprogramme.

Geeignete Bildbearbeitungssoftware sind:

  1. Photoshop (Adobe)
  2. Paint Shop Pro (Jasc Software)
  3. fotoWORKS (IN MEDIA KG)
  4. Painter 5 (MetaCreations) u.a.

Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer Software, die z.T. auch nur für bestimmte Zwecke entwickelt worden sind.

Analoge und digitale Fotografien können mit geeigneter Bildbearbeitungssoftware digital weiter bearbeitet werden. Jede Bildbearbeitung, ob analog oder digital, hat aber ihre Grenzen. Voraussetzung für die digitale Bearbeitung analoger Bilder ist die Digitalisierung mittels optischer Lesegeräte, sogenannter Scanner.

Bildbeurteilung (Kriterien nach ANDREAS FEININGER)

  1. Klarheit und Einfachheit von Form, Farbe und Anordnung der Bildobjekte
  2. Kontrast in Hinblick auf Farbe, Tonwerte und räumliche Elemente und deren Differenzierung
  3. Formen von eindeutigem Schnitt („interessant und kühn“)
  4. Umrisslinien, die eindeutig für die Objekte sind, klare Silhouetten
  5. grafischer Aufbau, künstlerisch gelungene Anordnung im Hinblick auf Linien, Formen und Anordnung von hellen und dunklen Bildelementen
  6. Tiefe, erzeugt durch Fluchtlinien, Luftperspektive oder Objekte auf verschiedenen Bildebenen
  7. Struktur, belebende Oberflächenbeschaffenheit eines Objektes
  8. sinnvolle, klare Einzelheiten
  9. Spontaneität und Bewegung, die auf Aktionen hindeuten
  10. Muster, Rhythmus und Wiederholungen interessanter und verwandter Formen

ANDREAS FEININGER (1906–1999) war der Sohn vom Maler LYONEL FEININGER. Er studierte Architektur am Bauhaus, war Mitarbeiter von LE CORBUSIER, lebte ab 1939 in Amerika und war ab 1943 freier Fotojournalist für die Zeitschrift „Life“. FEININGER veröffentlichte Bildbände und Fachbücher („Die hohe Schule der Fotografie“, 1961), erhielt hohe Auszeichnungen für seine Arbeiten als experimenteller Fotograf und Journalist.

Die oben erwähnten Bildbeurteilungsschritte folgen dem Werk: ANDREAS FEININGER: „Die Hohe Schule der Fotografie“, Düsseldorf.

  • Digital bearbeitetes Bild

    D. Langermann, Berlin - D. Langermann, Berlin

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Kriterien der Aufnahmesituation." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/kunst/artikel/kriterien-der-aufnahmesituation (Abgerufen: 21. April 2026, 05:16 UTC)

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