Norddeutsche Backsteingotik

„Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. Architektur ist eine Sprache mit der Disziplin einer Grammatik. Man kann Sprache im Alltag als Prosa benutzen. Und wenn man sehr gut ist, kann man ein Dichter sein.“
MIES VAN DER ROHE

Dekorative Elemente stellen

  • glasierte,
  • verschiedenfarbige (gelb, rot) bzw.
  • Formsteine

dar.

Die St. Georgenkirche in Wismar wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Seit Anfang der 1990er-Jahre wird sie mit Mitteln der Stiftung Denkmalschutz wieder aufgebaut.

Die St. Georgenkirche in Wismar wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Seit Anfang der 1990er-Jahre wird sie mit Mitteln der Stiftung Denkmalschutz wieder aufgebaut.

Die Backsteingotik konnte sich dank des mittelalterlichen Städtebundes, der Hanse, verbreiten. Lübeck, als „Königin der Hanse“, war mit seiner Kirche St. Marien Vorbild für weitere Sakralbauten in Wismar, Rostock, Stralsund, Neubrandenburg, Gdansk (Danzig), Riga und darüber hinaus im gesamten Ostseeraum. Das Langschiff von Lübecks St. Marien ist mit 40 Meter das höchste Backsteingewölbe der Welt und die Kirche selbst die drittgrößte Deutschlands.

Das Holstentor zu Lübeck ist ein mächtiger zweitürmiger Backsteinbau, der zwischen 1464 und 1478 errichtet wurde.Die Mauern des Tores sind teilweise 3,50 m dick.

Das Holstentor zu Lübeck ist ein mächtiger zweitürmiger Backsteinbau, der zwischen 1464 und 1478 errichtet wurde.Die Mauern des Tores sind teilweise 3,50 m dick.

Werkstoff Backstein

Mit dem Werkstoff Backstein (Ziegelstein) ließ es sich jedoch nicht so filigran arbeiten, wie man es von den aus Haustein (zu regelmäßiger Form zugehauener Stein) gebauten Kathedralen West-und Süddeutschlands sowie Frankreichs her kannte. Das liegt am Rohstoff: Backstein wird aus Lehm- oder Tonerde hergestellt. Diese wird in eine Form (Model) gegeben und mehrere Tage im Ofen gebrannt. Das in der Tonerde vorhandene Eisenhydroxid wandelt sich beim Brennprozess bei etwa 1000 Grad ins rote Eisenoxid um.

Das Herstellen mittelalterlicher Backsteine war sehr zeitaufwendig. Insgesamt drei Jahre brauchte es, um sie zu brennen, denn bevor die Backsteine in den Ofen kamen, mussten sie jahrelang getrocknet werden. Folgende Arbeitsschritte waren nötig, um Backstein zu produzieren:

  • Im Herbst wurde der Ton gestochen und aufgehäuft.
  • Er musste im Freien überwintern, damit der Frost ihn auflockern konnte.
  • Im Frühjahr wurde der Ton mit Wasser vermischt und gestampft. Dadurch wurde er geschmeidig. Fremdkörper, wie Steine, wurden entfernt.
  • In hölzernen Modeln wurde der Ton geformt, überhängender Ton wurde mit einer Drahtschlinge abgeschnitten..
  • Der Ton musste in den Formen lange angetrocknet werden, damit er sich beim Herausnehmen nicht mehr verformte.
  • Der Ton wurde auf Brettern kreuzweise gelagert und getrocknet.
  • In Ziegelöfen wurden die getrockneten Rohziegel gebrannt.

Formsteine
Da feste Formen für das Herstellen des Backsteins verwendet werden, ist auch jeder Stein gleich groß. Um Steine anderen Aussehens herzustellen, musste man neue Formen entwickeln. So gibt es nicht nur den bekannten quaderförmigen Ziegelstein, sondern Backsteine in Form eines Kreuzes, als Rechteck mit einem Halbrund versehen usw. Weil sie eine bestimmte Form (Model) benötigen, nennt man diese Steine Formsteine.

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Die Steine wurden auch mit verschiedenfarbigen Glasuren überzogen (Glasurstein). Glasursteine wurden nur an der sichtbaren Seite glasiert.

Städtegründungen

1143 verlieh Graf ADOLF II. das Stadtrecht für eine Siedlung deutscher Kaufleute, die bald zum Haupt der Hanse werden sollte: Lubeke, heute als Lübeck bekannt. Der Slawenkreuzzug (Wendenkreuzzug) von 1147 brachte im Osten mächtige Gebietsgewinne. Sachsenherzog HEINRICH DER LÖWE (1129–1195) wollte die Westslawen, die zwischen Elbe und Oder siedelten, christianisieren und sich zugleich das eroberte Land einverleiben. Zur Besiedlung der ostelbischen Gebiete rief man deutsche und niederländische Bauern ins Land. Nach 1200 begann die massenhafte Besiedlung Nordostdeutschlands. Um 1150 wird in einer dänischen Aufzeichnung ein „Vismar Havn" beschrieben. Ein „Aqua Wissemara“ bzw. „To de Wissemer“ (An der Wissemer) gab dem Marktflecken den Namen. 1227 wurde Wismar erstmals urkundlich erwähnt. Auf einem Hügel unweit der heutigen Petrikirche soll bereits 1189 der Marktflecken Rostock mit Markt und Kirche gegründet worden sein. 1218 erhielt die Gemeinde das Lübische Stadtrecht. Rostock, Lübeck und Wismar schlossen sich 1259 zu einem Städtebund zusammen, dem sich bald Stralsund und weitere Städte des Ostseeraums anschlossen: Die Hanse¹ war gegründet.

¹ Hanse: althochdeutsch Hansa: Schar, Bund.

Backsteinarchitektur

Die Jerichower Klosterkirche ist der älteste Backsteinbau Norddeutschlands. Er ist nach 1144 entstanden, noch im Stile der Romanik. Davon zeugen u.a. das runde Kreuzgewölbe und die runden Bögen der Fenster.

Der Städtebund der Hanse machte es möglich, dass sich nach der Eroberung der ostelbischen Gebiete sehr rasch die Technologie der Backsteinarchitektur ausbreiten konnte: Den Werkstoff Tonerde gab es genug im Osten. Man gründete zahlreiche Ziegeleien, die den Werkstoff verarbeiteten.

Wände und Pfeiler der imposanten Kirchen wurden auf einem stabilen Fundament errichtet. Um die Kreuzrippengewölbe mauern zu können, konstruierte man hölzerne Lehren, auf die Formsteine gemauert wurden. Nach dem Abbinden des Mörtels konnte man die Lehren wieder entfernen.

Das Lübecker Rathaus mit seinen pfeilartigen Spitztürmen

Das Lübecker Rathaus mit seinen pfeilartigen Spitztürmen

Doberaner Münster

Das Bad Doberaner Münster ist das bedeutendste gotische Bauwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde ab 1294 im hochgotischen Stil nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet. Die Bauzeit betrug lediglich 70 Jahre. Die Kirche wurde 1368 geweiht. Man schätzt, dass fünf Millionen Backsteine verbaut wurden. Das Fundament ist 5 m tief. Es besteht aus Feldsteinen, ungelöschtem Kalk, Sand und Ziegelsteinresten. Darauf wurde eine dreischiffige Basilika gebaut. Das Mittelschiff ist 12,5 m breit und 26,5 m hoch. Die Seitenschiffe sind 12,5 m hoch. Die Querhausbauten sind zweischiffig und mit farbigen Stützpfeilern geschmückt. Die Gewölberippen sind rot und blau bemalt, während das Gewölbe selbst in schlichtes Weiß gehalten ist.

Kirchen in Rostock

Die St. Petrikirche in Rostock ist die älteste Fischerkirche der Stadt. Sie wurde wurde erstmalig 1252 urkundlich erwähnt. Der feinlinige und schlanke Korpus der St. Petrikirche thront am Rande der Stadtmauer über der höchsten Erhebung der östlichen Altstadt. Sein Turm diente den Seeleuten zur Orientierung. Die querschifflose vierjochige Basilika wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und seit den 1960er-Jahren schrittweise wieder aufgebaut. Dabei verzichtete man allerdings auf die Rekonstruktion des Kreuzgewölbes. Man gab der Kirche lediglich ein Flachdach. In den 1990er-Jahren erhielt sie wieder ihre 117 m hohe gotische Turmhaube.
 

Der feinlinige und schlanke Korpus der St. Petrikirche thront über der höchsten Erhebung der östlichen Altstadt. Sein 117 m hoher Turm diente den Seeleuten zur Orientierung.

Der feinlinige und schlanke Korpus der St. Petrikirche thront über der höchsten Erhebung der östlichen Altstadt. Sein 117 m hoher Turm diente den Seeleuten zur Orientierung.

St. Nikolai wurde 1312 geweiht. Diese frühgotische Hallenkirche ist dreischiffig, wobei alle Schiffe gleich hoch und fast gleich breit sind. Der Ostchor ist zweijochig. Aus einem ursprünglich vierjochigen Kirchenschiff wurde in der Spätgotik ein fünfschiffiges, indem ein Joch an der Westseite angebaut wurde. Die Westfront ist einturmig. Die Kirche dient heute als Konzerthaus. Im Dachstuhl sind Wohnungen eingerichtet.

Im Kirchendach von St. Nikolai sind heute Wohnungen für Kirchenmitarbeiter untergebracht.

Im Kirchendach von St. Nikolai sind heute Wohnungen für Kirchenmitarbeiter untergebracht.

St. Marien ist die größte Rostocker Kirche. Sie wurde als dreischiffige Basilika mit Umgang und Kapellenkranz aus einem Vorgängerbau entwickelt. Im Ostteil der Marienkirche befinden sich Chorhaupt und Chorumgang mit fünf radial ausstoßenden Kapellen. Die Pfeiler ahmen die französischen Bündelpfeiler nach.

Das Westwerk wurde als Einturmfassade ausgeführt, allerdings war wohl lange an eine Zweiturmplanung gedacht worden, da das Westwerk als einheitlicher Quader bis zum dritten Geschoss hoch geführt wurde.

Das Westwerk von St. Marien wurde als Einturmfassade ausgeführt, allerdings war wohl lange an eine Zweiturmplanung gedacht worden, da das Westwerk als einheitlicher Quader bis zum dritten Geschoss hoch geführt wurde.

Das Westwerk von St. Marien wurde als Einturmfassade ausgeführt, allerdings war wohl lange an eine Zweiturmplanung gedacht worden, da das Westwerk als einheitlicher Quader bis zum dritten Geschoss hoch geführt wurde.

Der Unterbau des Westwerks stammt aus dem 13., die oberen Stockwerke aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Auch die Obergaden des Mittelschiffes wurden teilweise erst im 15. Jahrhundert fertig gestellt. Ein mächtiges einschiffiges Querschiff türmt sich in Ost-West-Richtung auf.

Für den Bau der Kirche wurden zweifarbige, teilweise glasierte Backsteine benutzt. Das Querschiff weist grüne und gelbe Ziegel auf, das Mittelschiff und die Seitenschiffe rote und schwarze Ziegel.

Der Korpus von St. Marien in Rostock ist zweifarbig ausgeführt. Hellere unglasierte Backsteine wechseln mit dunkleren glasierten Steinen ab. Querschiff und Mittelschiff sind gleich hoch.

Der Korpus von St. Marien in Rostock ist zweifarbig ausgeführt. Hellere unglasierte Backsteine wechseln mit dunkleren glasierten Steinen ab. Querschiff und Mittelschiff sind gleich hoch.

Wesentlich kleiner ist die ehemalige Zisterzienser-Nonnenkirche Heilig Kreuz, die heutige Universitätskirche, eine gotische Backsteinhalle.

Eine weitere Rostocker Kirche, die St. Jacobikirche, wurde in den 1960er-Jahren gesprengt. Sie stand der Stadterweiterung in Richtung Süden im Wege.

Kirchen in Wismar

In Wismar werfen die Kirchen/ wie rote Berge auf ...“ (FRIETZ MIELERT, zitiert nach JÜRGEN BORCHERT)

„Vor den Kirchen (...Wismars) ... bekommt man noch heute ein leises, schauderndes Gefühl von der Glaubens- und Schaffenskraft des Volkes, das diese Städte baute – wenn es sich einmal aufgemacht hatte, sein Schicksal und seinen Glauben weiterzutragen in die Weite der Welt.“ PAUL FECHTER (1880–1958)

Die im 14. Jahrhundert nach Plänen des Baumeisters JOHANN GROTE errichtete siebenjochige, querschifflose Basilika mit Umgangschor und Kapellenkranz von Sankt Marien in Wismar wurde bei Bombenangriffen auf die Stadt vom 14. auf den 15. April 1945 schwer beschädigt. Sie wurde 1960 gesprengt. Übrig blieb allein der Marienkirchturm.

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Turm der St. Marienkirche in Wismar

„A usgerechnet der letzte der fünfzehn Bombenangriffe, die Wismar von 1940 bis 1945 erdulden mußte, und der frevelhafte Abriß der Reste 1960/61 schufen die kahle Weite des Platzes, die heute den einsam ragenden Turm so anklagend umgibt. Einsam: ja, indes nicht schweigend. Wenn es Wunder gibt, so ist dieses eins: Das herrliche, zwölf Glocken umfassende Geläut blieb erhalten.“
JÜRGEN BORCHERT (1941–2000)

Vorbild für die Kirche war die Lübecker Marienkirche.

Als zweite große Wismarer Kirche wurde die Sankt-Georgen-Kirche im letzten Krieg schwer zerstört. Sie stand wohl niemandem im Wege, die Distanz zum Rathaus war groß genug. Deshalb durfte die Ruine stehen bleiben. Seit den 1990er-Jahren wird sie mithilfe der deutschen Stiftung Denkmalschutz und den Spenden vieler Wismarer wieder rekonstruiert.

Die ehemalige Zisterzienser-Nonnenkirche Heilig Kreuz ist heute Universitäskirche. Sie wurde als einschiffigegotische Backsteinhalle errichtet.

Die ehemalige Zisterzienser-Nonnenkirche Heilig Kreuz ist heute Universitäskirche. Sie wurde als einschiffigegotische Backsteinhalle errichtet.

Profanbauten

Es entstanden nicht nur bedeutende Sakralbauten im Ostseeraum, sondern auch prächtige Profanbauten.

  • Bürgerhäuser
  • Rathäuser
  • Stadttore
  • Brunnen
Die Schaufassade des Stralsunder Rathauses ahmt in ihrer Siebenteiligkeit und mit den pfeilartigen, in den Himmel stechenden Spitztürmchen das Lübecker Vorbild nach.

Die Schaufassade des Stralsunder Rathauses ahmt in ihrer Siebenteiligkeit und mit den pfeilartigen, in den Himmel stechenden Spitztürmchen das Lübecker Vorbild nach.

Bürgerhäuser wurden quer zur Straße errichtet. Typisch für den Ostseeraum sind die reich verzierten Giebel zur Straßenseite.

Der „Alte Schwede“ in Wismar ist das älteste erhaltene Bürgerhaus der Stadt (erbaut 1380) und ein bedeutendes Beispiel für die profane Architektur der Backsteingotik. Typisch ist der stufenförmige Pfeilergiebel, der mit glasierten Ziegelsteinen verziert ist. Die unteren Geschosse wurden als Wohnraum genutzt, in den oberen Dachgeschossen befand sich der Speicher. Anlässlich der Rekonstruktion des „Alten Schweden“ seit den 1970er-Jahren wurde ein gotisches Dielenhaus mit Sichtmauerwerk freigelegt. Es erhielt eine Galerie. An der Rückseite des Hauses wurde ein Eichenfachwerk mit Ziegelausfachung freigelegt. Der Giebel wurde ebenfalls rekonstruiert.

Den Namen „Alter Schwede“ erhielt das Haus wegen der zeitweiligen Zugehörigkeit Wismars zu Schweden (1648–1803). Daran erinnert bis heute ein sogenannter Schwedenkopf im Tympanon des Portals.

Der „Alte Schwede“ am Wismarer Marktplatz ist das älteste Bürgerhaus der einstigen Hansestadt. Der Schaugiebel ist mit rotem Backstein und schwarzem Glasurformstein geschmückt.

Der „Alte Schwede“ am Wismarer Marktplatz ist das älteste Bürgerhaus der einstigen Hansestadt. Der Schaugiebel ist mit rotem Backstein und schwarzem Glasurformstein geschmückt.

Das Wismarer Archidiakonat wurde Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet. Es diente ursprünglich als Wohnhaus für den Archidiakon².

Der nördliche Staffelgiebel und die westliche Traufe sind sehr reich gestaltet, u.a. durch Verwendung schwarzer Glasurbacksteine sowie durch Formbacksteine. Das Haus wurde 1945 durch Bomben stark beschädigt. Als 1960 das Kirchenschiff der gegenüberliegenden Marienkirche gesprengt wurde, kam es zu weiteren Schäden am Bau. Seit 1961 wurde das Archidiakonat restauriert und teilweise rekonstruiert.

² Archidiakon: Vorsteher eines Kirchensprengels, in der evangelischen Kirche heute Prälat oder Generalsuperintendent, in der katholischen Kirche heute Generalvikar.

Der nördliche Staffelgiebel und die westliche Traufe des Wismarer Archidiakonats sind sehr reich gestaltet, u. a. durch Verwendung schwarzer Glasurbacksteine sowie durch Formbacksteine

Der nördliche Staffelgiebel und die westliche Traufe des Wismarer Archidiakonats sind sehr reich gestaltet, u. a. durch Verwendung schwarzer Glasurbacksteine sowie durch Formbacksteine

Das Stralsunder Wulflamhaus wurde als gotisches Wohnspeicherhaus um 1360 erbaut. Auftraggeber war der damalige Ratsherr und spätere Bürgermeister BERTRAM WULFLAM. Es besteht aus Diele, Galerie, zweigeschossigem Kemladen und Speicherböden sowie einem Saalgeschoss. Architektonisch auffallend ist der reich gegliederte Pfeilergiebel der Fassade, der mit der sechsteilig gegliederten Giebelwand des Rathauses am gegenüberliegenden Ende des Marktplatzes korrespondiert.

Das Stralsunder Wulflamhaus nach der Rekonstruktion

Das Stralsunder Wulflamhaus nach der Rekonstruktion

Die historischen Altstädte Stralsund und Wismar wurden im Juni 2002 gemeinsam in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Auf der Webseite der deutschen UNESCO-Kommission heißt es:

„... Wismar ist die einzige in dieser Größe und Geschlossenheit erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum. Das historische Hafenbecken vermittelt ein authentisches Bild von dem eigentlichen Rückgrat der Seehandelsstadt. Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert aufgestauten Teichen betont den mittelalterlich geprägten Stadtkörper. Stralsund war neben Lübeck im 14. Jahrhundert die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum und wurde 1370 als Ort für die Friedensverhandlungen mit Dänemark (Stralsunder Friede) ausgewählt. Von dieser Zeit zeugen die aufwändig gestalteten Kaufmannshäuser und das historische Rathaus....“
(Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission, http://www.unesco.de/c_arbeitsgebiete/welterbe_d26.htm)

Das Wassertor am Eingang zum Wismarer Alten Hafen ist der letzte Turm der einst mächtigen Stadtbefestigung.

Das Wassertor am Eingang zum Wismarer Alten Hafen ist der letzte Turm der einst mächtigen Stadtbefestigung.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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