Jobst Bürgi

JOBST (auch JOST bzw. JOOST) BÜRGI wurde am 28. Februar 1552 im schweizerischen Lichtensteig geboren. Über seinen Ausbildungsweg ist wenig bekannt.

Von 1579 an hielt sich BÜRGI als Uhrmacher und Astronom am Hofe WILHELM DES WEISEN, des Landgrafen von Hessen, in Kassel auf. In der Kasseler Sternwarte beobachtete er gemeinsam mit dem Hofmathematiker CHRISTOPH ROTHMANN die Bewegung der Himmelskörper und war zugleich für die Wartung der astronomischen Instrumente zuständig. JOBST BÜRGI entwickelte und baute selbst eine Reihe solcher Geräte sowie auch Uhren und kosmische Modelle, insbesondere (seine berühmt gewordenen) Globen. Als Hilfsmittel für die Auswertung seiner Beobachtungen entwickelte er eine Sinustafel und im Jahre 1588 das erste (bekannte) Logarithmensystem.

BÜRGI erfand den Reduktionszirkel. Dessen Handhabung besteht darin, dass das Verhältnis zwischen den Strecken AB und ab dasselbe ist wie das zwischen den Schenkellängen AS und Sb (welche mittels verstellbarem Drehknopf S variabel wählbar sind). Mithilfe des Reduktionszirkels lassen sich somit Strecken vergrößern und verkleinern.

Proportionalzirkel, bürgischer Typ

Proportionalzirkel, bürgischer Typ

In den Jahren 1604 bis 1630 stand JOBST BÜRGI in den Diensten des Kaisers RUDOLF II. bzw. dessen Nachfolgers MATTHIAS. Am kaiserlichen Hof in Prag traf er mit JOHANNES KEPLER (1571 bis 1630) zusammen. Durch ihn wurde BÜRGI zur Veröffentlichung seiner Erkenntnisse über Logarithmen ermuntert.

Im Jahre 1631 kehrte JOBST BÜRGI nach Kassel zurück.
Hier verstarb er am 31. Januar 1632.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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