Christian Goldbach

CHRISTIAN GOLDBACH wurde am 18. März 1690 als Sohn eines Pastors in Königsberg geboren, er verstarb am 1. Dezember 1764 in St. Petersburg.

In seiner Geburtsstadt Königsberg studierte GOLDBACH hauptsächlich Jura. 1725 erhielt er eine Professur für Mathematik und Geschichte in St. Petersburg. Zudem wurde er ständiger Sekretär der Petersburger Akademie, an deren Gründung er uneingeladen teilgenommen hatte. Im Jahre 1728 ging er nach Moskau und wurde Erzieher des späteren Zaren PETER II.
GOLDBACH gilt als phantasievoller Außenseiter und Weltenbummler. Er bereiste viele Länder Europas und traf bedeutende Mathematiker wie GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ (1646 bis 1716) oder DANIEL BERNOULLI (1700 bis 1782).
1732 kehrte GOLDBACH nach St. Petersburg zurück. Ein Verdienst von ihm ist auch die Berufung der BERNOULLIs nach St. Petersburg.

Auf mathematischem Gebiet beschäftigte sich GOLDBACH vornehmlich mit der Zahlentheorie. Er führte einen regen und fruchtbaren Briefwechsel mit LEONHARD EULER, dem er z. B. FERMATs Vermutung über den Primzahlcharakter von 22n+1 zuspielte. In einem Brief an EULER vom 7. Juni 1742 äußerte er die Ansicht, dass jede natürliche Zahl n mit n2 als Summe von drei Primzahlen darstellbar sei (mit 1 als Primzahl gerechnet). Daraus entwickelte sich die sogenannte goldbachsche Vermutung :

Jede gerade Zahl n mit n4 ist als Summe zweier ungerader Primzahlen darstellbar.

Diese Vermutung konnte bis heute weder bewiesen noch widerlegt werden.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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