Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Biologie
  3. 9 Gundlagen der Ökologie
  4. 9.6 Mensch und Umwelt
  5. 9.6.1 Arten und Biotopschutz
  6. Vorpommersche Boddenlandschaft, Nationalpark

Vorpommersche Boddenlandschaft, Nationalpark

Zwischen Rostock und Rügen erstreckt sich entlang der Ostseeküste eine amphibische Landschaft – die Vorpommersche Boddenlandschaft. Dort findet man noch einige der ursprünglichsten Teile in Deutschland: das Fischland, die Halbinsel Darß-Zingst, die Insel Hiddensee und Ummanz, die Rügenhalbinsel Bug und eine Anzahl kleinerer Inseln. Die Langunen zwischen Halbinseln und Festland nennt man Bodden.
Die Gesamtfläche des Nationalparks beträgt ca. 805 Quadratkilometer.
Die überaus vielseitige Landschaft ist reich an charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Seit altersher gilt die Ostseeküste in diesem Bereich als Fundgrube für Bernstein und Feuerstein. Den Kranich und andere Vögel kann man hier im Frühjahr und im Herbst beobachten.

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich

  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Jetzt kostenlos mit Kim üben
Your browser does not support the video tag.

Pflanzen und Tiere

Die überaus vielseitige Landschaft ist reich an charakteristischen Tier- und Pflanzenarten.
Buchenmischwälder bestimmen das Landschaftsbild. Auf den sandig trockenen Böden wachsen Eichen- und Birkenwälder, auf den ganz nährstoffarmen Dünen Kiefernwälder. Die Sanddorn-Gebüsche am „Bock“ sind die größten Bestände in Deutschland. Die „Hohe Düne“ bei Pramort ist mit 13 m Höhe die mächtigste waldfreie Düne Deutschlands und botanisch besonders  interessant: Strandhafer, Stranddistel und Strandflieder wachsen dort.

  • Karte von Deutschland mit den Nationalparks

Die Vogelwelt ist sehr artenreich. In den alten Waldbeständen brüten Schwarzspecht, Hohltaube, Kolkrabe, Zwergschnäpper und der Seeadler.
Den Sprosser, die östliche Nachtigall kann man in den strauchbedeckten Abrutschkanten Hiddensees beobachten. An den Ufern und Küsten der Boddenlandschaft nisten Fluß- und Zwergseeschwalbe, Säbelschnäbler, Austernfische, Rotschenkel, Brachvogel, Alpenstrandläufer, Brandgans, Mittelsänger und Rohrweihe.
Als Rastplatz für unzählige Zugvögel hat die Boddenlandschaft eine große Bedeutung. Ab Spätsommer machen hier z. B. bis zu 30 000 Kraniche auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete Rast. Hunderttausende von Schwimmvögeln nutzen die nahrungsreichen Flachwasserzonen ebenfalls für einen Zwischenaufenthalt. Zu den Wattvögeln, die hier rasten, gehören Graugans, Blässgans, Saatgans, Pfeifente und Säbelschnäbler.

Kranichzug über der Region

Die großen Flachwassergebiete der Küstengewässer des Nationalparks bieten ideale Bedingungen für die Rast der Kraniche.
Im Frühjahr auf dem Weg in den Norden, aber vor allem im Herbst auf dem Weg nach Spanien, machen ca. 30.000 dieser Großvögel einen Zwischenstopp in dieser Region. Nachts schlafen die Tiere stehend in flachem Wasser, am Tage fressen sich die Kraniche auf den Feldern den nötigen Energievorrat für den weiten Flug nach Spanien an.

Viele Vogelfreunde Kommen alljährlich, um dieses beeindruckende Naturschauspiel - den Zug der Kraniche - zu beobachten.

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Vorpommersche Boddenlandschaft, Nationalpark." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/vorpommersche-boddenlandschaft-nationalpark (Abgerufen: 13. March 2026, 01:59 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Nationalpark
  • Kraniche
  • Seeadler
Jetzt durchstarten

Thema nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich
  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Verwandte Artikel

Abfall und Recycling

Sowohl für die Lebewesen als auch für die gesamte Biosphäre sind Stoffkreisläufe charakteristisch, d. h. Prozesse, bei denen ein großer Teil der Ausgangsstoffe wieder zurückgewonnen wird. Trotzdem handelt es sich dabei im Einzelfall keineswegs um vollständige Kreisprozesse, bei denen alle Abfallstoffe recycelt werden.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Zwischen Rostock und Rügen erstreckt sich entlang der Ostseeküste eine amphibische Landschaft – die Vorpommersche Boddenlandschaft. Dort findet man noch einige der ursprünglichsten Teile in Deutschland: das Fischland, die Halbinsel Darß-Zingst, die Insel Hiddensee und Ummanz, die Rügenhalbinsel Bug und eine Anzahl kleinerer Inseln. Die Langunen zwischen Halbinseln und Festland nennt man Bodden.
Die Gesamtfläche des Nationalparks beträgt ca. 805 Quadratkilometer.
Die überaus vielseitige Landschaft ist reich an charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Seit altersher gilt die Ostseeküste in diesem Bereich als Fundgrube für Bernstein und Feuerstein. Den Kranich und andere Vögel kann man hier im Frühjahr und im Herbst beobachten.

Umsetzung der Agenda 21

1992 wurde in Rio de Janeiro auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) die Agenda 21 formuliert. Der Grundgedanke dieses Programms ist mit dem Begriff nachhaltige Entwicklung am besten beschrieben. Mit dem Nachhaltigkeitskonzept soll den Bedürfnissen der heute lebenden Menschen Rechnung getragen werden, ohne die Lebenschancen zukünftiger Generationen einzuschränken. Die Regierungen haben sich 1992 in Rio de Janeiro verpflichtet, wenn auch nicht völkerrechtlich verbindlich, Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln. Die Bundesregierung beschloss 2002 eine Nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit 21 Zielvorgaben. Im Kapitel 28 der Agenda 21 wird die besondere Rolle der Kommunen bei der Umsetzung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung betont. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sollen die Kommunen ein Handlungsprogramm, die so genannte Lokale Agenda 21, entwickeln. Bis 2002 haben 2 297 Gemeinden in Deutschland (etwa 16 % der Kommunen) einen Beschluss zur Lokalen Agenda 21 gefasst.

Wasserkreislauf

Wasser gibt es genug: 1,38 Milliarden Kubikkilometer, das entspricht einem Würfel von 1100 km (Köln bis Rom) Seitenlänge. Diese Wassermasse bleibt immer gleich. Sie befindet sich in einem ständigen Kreislauf, deshalb spricht man auch von dem Wasserkreislauf der Erde.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald wurde 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eingerichtet, und zwar als Beitrag der Bundesrepublik Deutschlands zum Europäischen Naturschutzjahr. Der Wald, der ca. 13000 ha umfasst, ist eines der ursprünglichsten Waldgebiete Deutschlands. Auf zwei Dritteln der Fläche wächst der Wald jetzt ohne jegliche Eingriffe durch den Menschen.
Die Entwicklung des ersten deutschen Nationalparks zeigt, dass auch in einem dicht besiedelten Gebiet moderner Naturschutz möglich ist. Eine stattliche Anzahl bisher durchgeführter Forschungsvorhaben und Forschungsreihen haben die tiefen Wälder des Nationalparks zum besterforschten Waldgebiet gemacht. Dafür wird weltweit hohe Anerkennung gezollt.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026