Direkt zum Inhalt

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Geschichte
  3. 2 Vor- und Frühgeschichte
  4. 2.2 Der Mensch in der Steinzeit
  5. 2.2.1 Religion und Kunst in der Altsteinzeit
  6. Jäger und Sammler

Jäger und Sammler

Die wirtschaftliche Grundlage der Menschen in der langen Epoche der Altsteinzeit waren die Jagd und das Sammeln. Die ersten Werkzeuge waren bearbeitete Steine. Wichtigstes Werkzeug und Waffe war der Faustkeil. Von dem vorrangig benutzten „Rohstoff“ Stein hat auch diese Epoche ihren Namen. Die ersten Menschen lebten gemeinsam in Horden. Diese Horden waren wandernde Gruppen von Menschen, die einen gemeinsamen Lagerplatz hatten.
Die Menschen lebten in enger Verbindung mit der Natur und waren noch in hohem Maße von ihr abhängig.

Schule wird easy mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.
Jetzt 30 Tage risikofrei testen
Your browser does not support the video tag.

Vor etwa einer Million Jahren lebte in Afrika, Asien und Europa der sogenannte Frühmensch (Homo-erectus-Gruppe). Überreste dieser Lebensform, die als erste die Bezeichnung Mensch verdient, wurden an verschiedenen Stellen auf Java, in China, in Afrika und auch in Deutschland in dem Ort Mauer bei Heidelberg gefunden. Neuste Funde im heutigen Georgien belegen, dass bereits vor 1,4 bis 2,4 Millionen Jahren Hominide (Menschenartige) lebten. Damit wird in Frage gestellt, dass der Homo erectus als erster Wanderer zwischen den Kontinenten gilt.

Lebensweise im Altsteinzeitalter

Durch Fundstellen in Chou-Kou-Tien bei Peking (Bejing) in China, Dmanisis in Georgien, Cro-Magnon in Frankreich, Mauer bei Heidelberg in Deutschland und andere konnte die Lebensweise der Menschen nachgezeichnet werden. Die Menschen lebten in einer höhlenreichen Landschaft, kannten das Feuer und gingen auf Großwildjagd. Wesentlich für die Nahrungsbeschaffung war das Sammeln von Früchten, Wurzeln und Kleingetier. Die Menschen lebten in kleinen Gruppen zusammen.

Die erste Gemeinschaftsform arbeitender Menschen war die Horde. In mehreren Hundertausend Jahren vermochten die Menschen nur langsam ihre Lebensweise zu verändern. Mehrfach veränderten sich Klima und Landschaften in Folge von Eiszeiten, Regenzeiten, großen Wärmeperioden.

Funde beweisen, dass die Menschen den Arbeitsgeräten aus Stein eine zweckbestimmte Form gegeben hatten. Das prägende Werkzeug wurde der Faustkeil. Alle vorkommenden Arbeiten wie Schaben, Kratzen, Schlagen Bohren konnten mit ihm ausgeführt werden. Die dabei gemachten Erfahrungen führten zur Schaffung von Spezialwerkzeugen. Es entstanden Bohrer, Kratzer, Stichel und Schaber.

Im Zusammenhang mit der Verbesserung der Arbeit und der Lebensweise veränderte sich auch das Aussehen der Menschen. Eine dieser Formen war der Neandertaler. Dieser Neandertalmensch lebte in Asien, Afrika und Europa. Rastplätze wurden in Deutschland, z. B. im Leinetal bei Hannover und in Ehringsdorf bei Weimar gefunden. Sie lebten unter überhängenden Felsen, in Höhlen und hatten sich aus Zweigen und Blattwerk einfache Windschirme erstellt.

Zu ihren Jagdwaffen gehörte neben Feuersteingeräten der hölzerne Speer. Das jagdbare Wild wurde auch in Fanggruben gefangen. Die sich entwickelnden Jagdmethoden in der Horde erforderten bereits eine Planung und Aufgabenteilung. Die Ausbeute der Jagd und des Sammelns gehörte der ganzen Horde und wurde nach bestimmten Regeln unter die Mitglieder verteilt.

Aus den Horden werden Sippen

Im Kampf gegen die Unbilden der Natur und gegen wilde Tiere hatten sich die Hordengemeinschaften enger zusammengeschlossen. Auch die Erfordernisse der gegenseitigen Hilfe bei der Nahrungsbeschaffung führte zu befreundeten Beziehungen zu anderen Horden. Es kam zu bestimmten Ordnungen innerhalb der Gemeinschaften, zur Herausbildung von Sippen als beständige Organisationsform.

Die Sippe war eine größere Gruppe von Verwandten gleicher Abstammung. Für die Sippe galt das Verbot, innerhalb der Sippe zu heiraten. Die in der Sippengemeinschaft lebenden Menschen besiedelten neben Asien, Afrika und Europa auch den Norden des amerikanischen Kontinents. Sie besaßen viele Werkzeuge aus Holz, Knochen, Stein, deren Anfertigung eine weitgehende Spezialisierung der Feuersteinwerkzeuge bedeutete. Es wurden bereits Werkzeuge zur Herstellung von Werkzeugen produziert.

Als Jagdwaffen wurden Speerschleuder und Harpune entwickelt. Am Ende der Eiszeit war die Erfindung von Pfeil und Bogen eine bedeutende Errungenschaft für die Verbesserung der Jagdmethoden. In zunehmendem Maße konnte der Jagderfolg gesichert und die Ernährungsgrundlage verbreitert werden. Die Jagdreviere konnten eingeschränkt werden, so dass Rastplätze für längere Zeit an ergiebigen Jagdgründen bestehen blieben.
Ausgrabungen, z. B. in Deutschland, belegen das Vorhandensein dieser Rastplätze mit langgestreckten Hüttenbauten, Pfahlbauten, Feuerstellen.

Innerhalb der Sippengemeinschaften bildete sich in Folge der immer komplizierter werdenden Arbeitsvorgänge eine einfache, naturwüchsige Arbeitsteilung heraus. Diese Arbeitsteilung vollzog sich vor allem zwischen den Geschlechtern. Die Tätigkeit des Mannes war insbesondere die Jagd, die der Frau das Sammeln von Früchten, Wurzeln und Kleingetier, ihr oblag die Wartung der Kinder und des Feuers sowie die Nahrungszubereitung.

  • Pfahlbauten

Alle Angehörigen der Sippe hatten gleiche Rechte und Pflichten. Über die geistige Vorstellungswelt der Menschen geben vielen Zeichnungen und Malereien an Felswänden ( z. B. an den Felswänden der Höhle bei Lascaux im Vézèretal in Südfrankreich), Ritzungen auf Knochengeräten Auskunft. Darstellungen von Tierbildern und Jagdszenen zeugen von magischen, zauberischen Vorstellungen. Sie spiegeln den Erkenntnisstand wider; die Menschen glaubten an eine Verbesserung ihres Jagdergebnisses, wenn sie Tiere an die Felswände malten und sie dann mit Speeren durchbohrten oder mit Pfeilen beschossen.

  • Höhlenzeichnungen

Zahlreiche, über ganz Europa verbreitete Frauenfigürchen, in weichen Stein oder Knochen geritzt, geben Kunde von der Stellung der Frau. Im Laufe der letzten Eiszeit hatte sich in Afrika, Asien und Europa eine etwa gleich hohe Jäger- und Sammlerkultur entwickelt. Die Bestattung der Toten, zunächst in einfachen Erdgruben, wird Brauch.

Nachdem die großen Gletschermassen, etwa 8000 v. Chr., abgeschmolzen waren, nahm der Fischfang einen besonderen Platz ein. An fischreichen Gewässern bildete sich allmählich eine Saison bedingte Sesshaftigkeit heraus. Die Ratplätze wurden mitunter zu kleinen Ansiedlungen für längere Zeit. In dieser Zeit gesellte sich der Hund als Jagdhelfer zum Menschen.
Ein grundlegender Wandel in der Lebensweise vollzog mit dem Anbau von Pflanzen und der Zähmung und Haltung von Tieren. Es vollzog sich der Übergang vom Sammler und Jäger zum Ackerbauer und Viehzüchter.

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Jäger und Sammler." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/jaeger-und-sammler (Abgerufen: 29. November 2025, 13:23 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Steinzeitalter
  • Faustkeil
  • Bestattung
  • Werkzeug
  • Malerei
  • Zeichnungen
  • Menschwerdung
  • Horde
  • Feuer
  • Feuerstein
  • Hüttenbau
  • Frauenfigürchen
  • Fundstellen
  • Sammler
  • Nahrungsgrundlage
  • Arbeitsteilung
  • Jäger
  • Steinzeit
  • Hund
  • Sippe
  • Jagdwaffen
Jetzt durchstarten

Lernblockade und Hausaufgabenstress?

Entspannt durch die Schule mit KI-Tutor Kim und Duden Learnattack.

  • Kim hat in Deutsch, Mathe, Englisch und 6 weiteren Schulfächern immer eine von Lehrkräften geprüfte Erklärung, Video oder Übung parat.
  • 24/7 auf Learnattack.de und WhatsApp mit Bildupload und Sprachnachrichten verfügbar. Ideal, um bei den Hausaufgaben und beim Lernen von Fremdsprachen zu unterstützen.
  • Viel günstiger als andere Nachhilfe und schützt deine Daten.

Verwandte Artikel

120 000 v. Chr.

Die Steinzeit umfasst das kulturgeschichtliche Zeitalter der Menschheit, in der vor allem die Verwendung von Stein als Werkstoff vorherrschte. Das Steinzeitalter untergliedert sich in die Altsteinzeit (Paläolithikum), Mittelsteinzeit (Mesolithikum) und die Jungsteinzeit (Neolithikum). Die Übergänge sind fließend, da sich in den verschiedenen Weltteilen zu unterschiedlichen Zeiten die Entwicklungen vollzogen. Als allgemeine Zeitbegrenzung können gelten:

  • Altsteinzeit vor etwa 2,5 Mio. Jahren (Vorsteinzeit), allgemein vor 600 000 Jahren,
  • Mittelsteinzeit um 10 000 v. Chr. bis 8000 v. Chr.,
  • Jungsteinzeit um 8000 v. Chr. bis um 4000 v. Chr.

Die Altsteinzeit umfasst in der menschheitsgeschichtlichen Epoche den längsten Abschnitt.

Befunde der Ausgrabungen

Jericho ist bislang die älteste bekannte stadtartige Siedlung der Welt. Ausgrabungen lassen vermuten, dass sie um 9000 v. Chr. entstanden ist. Sie hatte eine starke Befestigung und aus Lehmziegeln gebaute Rundhäuser. Diese „Stadt“ nahm etwa 4 ha ein, die Befestigung bestand aus einer 3 m starken Steinmauer mit zugehörigem Graben. Auch der wahrscheinlich älteste Tempel der Welt wurde in Jericho errichtet.
Jericho verdeutlicht den Übergang der Menschen vom Jäger und Sammler zur Sesshaftigkeit.

Entwicklung der Herrentiere (Primaten) im Tertiär

Zahlreiche Funde belegen die Evolution des Menschen aus nicht menschlichen Vorfahren. Der Mensch gehört im natürlichen System der Organismen mit den Halbaffen (z.B. Maki) und den Echten Affen (Neuwelt- und Altweltaffen) zu den rezenten (heute lebenden) Primaten.

Bronzezeit in Europa – Deutschland

Als Bronzezeit wird die Epoche bezeichnet, die zwischen der Kupfer- und Eisenzeit der Vor- und Frühgeschichte liegt. Sie begann in Mitteleuropa etwa um 1800/1700 v. Chr. und währte bis 800/700 v. Chr. In dieser Zeit war das Metall Bronze der wichtigste Werkstoff und diente u. a. zur Herstellung von Werkzeugen, Waffen und Schmuck. Zu den Funden aus der Bronzezeit gehören Schmuckstücke wie Armringe, Beinringe und Anhänger; Waffen wie Dolche, Äxte, Beile und Schwerter sowie Rüstungsteile wie Helme, Panzer und Schilde. Funde in der Nähe von Bang Chiang in Thailand lassen darauf schließen, dass Bronze schon 4500 v. Chr. bekannt war. In Kleinasien wurden Bronzegegenstände gefunden, die auf das Jahr 3000 v. Chr. zurückgehen. Von einer charakteristischen Bronzezeit lässt sich allerdings nur in einigen Regionen der Welt sprechen. In die frühe Phase der Bronzezeit fallen die sumerische Kultur sowie der Aufstieg Akkads in Mesopotamien. Die babylonische Kultur gelangte in der mittleren Bronzezeit zur Blüte. Das minoische Kreta und das mykenische Griechenland gelten als bedeutende Kulturen der späten Bronzezeit, die dort um 1200 v. Chr. endete.

Historische Siedlungen bis zum Ende der Antike (um 300 n. Chr.)

Die Menschen lebten ca. 30000 Jahre als Jäger und Sammler. In dieser Zeit bestanden ihre Siedlungen vorwiegend aus Zeltlagern oder Wohnstätten in Höhlen oder unter Felsüberdachungen. Um 8000 v. Chr. begannen die Menschen Fischfang, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, und sie bauten die ersten Dörfer. Mit Entstehung der frühen Hochkulturen entwickelten sich die ersten Städte, u. a. in Mesopotamien, Vorder- und Kleinasien, Ägypten, China, Indien, auf Kreta, in Mittelamerika und Peru. Griechen und Römer bauten auf diesen Errungenschaften auf und entwickelten sie fort.
Um 3000 v. Chr. gab es 15 uns heute bekannte Städte auf der Erde, so die wahrscheinlich älteste Stadt Jericho, in Mesopotamien die Stadt Uruk und im Iran Susa.
Um 1500 v. Chr. gab es bereits 100 Städte. Sie lagen vorwiegend in einem Streifen zwischen dem 20. und dem 40. Breitengrad nördlicher Breite in Europa, Asien und Afrika und vorwiegend an Meeresküsten oder Flüssen. Viele der Städte weisen Gemeinsamkeiten im Grundriss auf und wurden bereits regelrecht geplant. Erst 1500 Jahre später wurden in Europa Städte nördlich von 40° n. B. gebaut.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2025