Eigenwillige Ausdrucksformen international angesehener Künstlerinnen

Die materialbetonten Installationen von REBECCA HORN (geb. 1944, „Motorisiertes Pfauenrad“, 1980, „Pfauenmaschine“, 1982) kreisen thematisch um den weiblichen Körper, um Verletzung und Verhüllung, um den Gegensatz von hart und weich, schwer und leicht.

REBECCA HORN studierte an der „Hochschule für Bildende Künste“ in Hamburg. Sie probierte sich künstlerisch als Bildhauerin, Objektkünstlerin, Drehbuchautorin und Regisseurin aus. 1972 stellte sie als eine der jüngsten Künstlerinnen erstmals auf der „documenta 5“ in Kassel aus. Charakteristisch für ihr Oevre ist, dass sie Video, Performance, Installation und Skulptur in ihrem Werk miteinander kombiniert.

Die in Prag geborene KATHARINA SIEVERDING (geb. 1944) hat wie HORN ebenfalls, allerdings nur ein Studienjahr lang, in Hamburg an der „Hochschule für Bildende Künste“ studiert. 1964–1967 setzte sie ihr Studium in Düsseldorf an der dort ansässigen Staatlichen Kunstakademie bei Prof. TEO OTTO fort. 1967–1972 war sie Meisterschülerin bei Prof. JOSEPH BEUYS. SIEVERDING steht für eine Kunstrichtung, die die Fotografie als eigenständiges Bildmedium einsetzt. Durch Überblendungen und andere fototechnische Manipulationen reflektiert sie ihre Physiognomie und ihre Weltsicht, wie die atomare Bedrohung, Krieg und Gewalt (Serie „Kontinentalkern“ 1983, 1988).

.ROSEMARIE TROCKEL (geb. 1952) hat in den unterschiedlichsten künstlerischen Gattungen und Medien gearbeitet: Foto, Video, Zeichnung, Installation. Sie ging einen ungewöhnlichen Weg, studierte Anthropologie, Soziologie, Theologie und Mathematik, bis sie an der Kölner Werkkunstschule im Fachbereich Grafik und Design ein Studium begann. Ihre erste Einzelausstellung hatte sie 1983 in der Galerie Philomene Magers, Bonn. Sie zeigte plastische und zeichnerische Arbeiten, später auch Arbeiten auf Papier mit Tusche, Bleistift, Kreide oder Öl. Mit CARSTEN HÖLLER beschäftigte sie sich intensiv seit Mitte der 1990er-Jahre mit Video und anderen künstlerischen Projekten. Erstmals auf einer documenta war sie 1997 vertreten. Bekannt wurde TROCKEL allerdings durch ihre Strickbilder in den 1980er-Jahren.

Die große alte Dame der Bildhauerei der zweiten Jahrhunderthälfte ist die 1911 in Frankreich geborene und in den USA lebende LOUISE BOURGEOIS. Ihr reiches Oeuvre wird in Europa heute weithin rezipiert. In den 1980er-Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten, die organische Formen aufgreifen („Blind Man´s Buff“, 1984).

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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