Position der Bildelemente

Nimmt ein Bildelement die zentrale Position im Format ein, besetzt es also die Bildmitte, wirkt es dominant, stabil etc., möglicherweise eintönig. Eine größere Spannung erzielt ein Bildelement in dezentraler Position im Format. Wobei hier unterschieden werden kann zwischen oben, unten, links und rechts. Diese Positionen rufen sehr unterschiedliche Wirkungen hervor.

Bildelemente, die sich oben befinden, können mögliche Eindrücke von Wichtigkeit, Abgehobenheit, aber auch Bedrohlichkeit vermitteln. Weit unten im Format wirken die Elemente weniger bedeutend, auch fallend.

Bildelemente in linker bzw. rechter Randposition wirken eher unwichtig mit einem unausgewogenen Gesamteindruck, was optisch ausgeglichen werden kann durch einen zweiten, weniger starken optischen Schwerpunkt.

VINCENT WILLEM VAN GOGH: „Das Meer bei Saintes-Maries“;1888, Öl auf Leinwand, 44 × 53 cm;Moskau, Puschkin-Museum der bildenden Künste.(Die Position der Boote links oben bis oben mittig ist das Bild bestimmende Motiv, die Boote wirken bedeutend und frisch-

In VINCENT WILLEM VAN GOGHs „Das Meer bei Saintes-Maries“ (1888) ist die Position der Boote links oben bis oben mittig das Bild bestimmende Motiv. Die Boote wirken bedeutend und frisch-fröhlich [Hauptmotiv], geben dem Bild Spannung, die Wellen im unteren Teil des Bildes wirken beruhigend, werden förmlich an den Rand gedrückt. Die Farbgebung ist ähnlich dem Himmel im oberen Teil des Bildes, auch dadurch treten die Boote als Hauptmotiv hervor.

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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