Aristoteles von Stagira

Der griechische Philosoph und Mathematiker ARISTOTELES wurde 384 v.Chr. in Stagira geboren. Sein Vater NIKOMACHOS war Hofarzt des makedonischen Königs AMYNTAS II. und verstarb, als ARISTOTELES noch im Kindesalter war.

Im Jahre 367 v.Chr. wurde ARISTOTELES ein Schüler PLATONS (427 bis etwa 347 v.Chr.) und blieb 20 Jahre lang an dessen Schule in Athen. Da er nicht Nachfolger von PLATON werden konnte, begab sich ARISTOTELES danach auf mehrjährige Wanderschaft.

Von 343 bis 334 v.Chr. unterrichte er am makedonischen Hof den Sohn PHILIPPS II. (der später unter dem Namen ALEXANDER DER GROSSE bekannt geworden ist). Nach dessen Thronbesteigung gründete ARISTOTELES in Athen das Lykeion, ein staatliches Gymnasium. Dessen Schüler wurden auch Peripateker (peripatos griechisch svw. Wandelgänge) genannt, weil die Gespräche zwischen ihnen und den Lehrern häufig während Spaziergängen stattfanden.

Nach dem Tode von ALEXANDER DEM GROSSEN wurde ARISTOTELES von seinen politischen Gegnern verleumdet. Diese klagten ihn des Religionsfrevels an, sodass er 323 v.Chr. gezwungen war, nach Chalkis auf Euböa ins Exil zu gehen. Hier verstarb er im darauffolgenden Jahr.

Zu wissenschaftlich-philosophischen Leistungen

ARISTOTELES war ein universaler Geist und der Begründer einer Reihe neuer Wissenschaften. So gilt er als „Vater“ der Logik und schuf die Zoologie, die Psychologie und die Botanik. In seiner Schule tritt zudem erstmals zuerst eine Geschichte der Philosophie hervor.

Fast alle beschreibenden Wissenschaften sind von ARISTOTELES und seinen Schülern gepflegt worden. Sein besonderes Verdienst ist es, das gesamte Wissen seiner Zeit in einem universalen philosophischen System der umgebildeten platonschen Ideenlehre zusammengefasst zu haben und somit Urheber einer Weltanschauung zu sein, die länger als anderthalb Jahrtausende das Abendland beherrschte.

In seinen naturwissenschaftlichen Forschungen fiel ARISTOTELES trotz großer Verdienste hinter seine pythagoreischen und atomistischen Vorläufer zurück. Das betrifft vor allem die Astronomie, wo er die Ansätze zum Heliozentrismus der Pythagoreer durch seinen Geozentrismus ersetzte.

Charakteristisch für die Lehre des ARISTOTELES ist die Trennung des Kosmos in eine sublunare Sphäre, dem Bereich unterhalb der Mondbahn, in dem das Entstehen, die Veränderung und das Vergehen stattfinden, sowie eine supralunare Sphäre jenseits der Mondbahn, den Bereich des Ewigen und Unveränderlichen. Die materiellen Körper der ersten Sphäre sind aus den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft, die der zweiten Sphäre aus dem fünften Element, dem Äther, gebildet. In der Mitte des sublunaren Bereichs liegt die kugelförmige unbewegliche Erde. Sternschnuppen, Kometen und die Erscheinung der Milchstraße wurden in diese Sphäre eingeordnet.

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