Jobst Bürgi

JOBST BÜRGI wurde am 28. Februar 1552 im schweizerischen Lichtensteig geboren. Über seinen Ausbildungsweg ist wenig bekannt.
Von 1579 an hielt sich BÜRGI als Uhrmacher und Astronom am Hofe WILHELM DES WEISEN, des Landgrafen von Hessen, in Kassel auf. In der Kasseler Sternwarte beobachtete er die Bewegung der Himmelskörper und war zugleich für die Wartung der astronomischen Instrumente zuständig. JOBST BÜRGI entwickelte und baute selbst eine Reihe solcher Geräte sowie auch Uhren, Globen und andere Modelle. Als Hilfsmittel für die Auswertung seiner Beobachtungen entwickelte er eine Sinustafel und im Jahre 1588 das erste (bekannte) Logarithmensystem.

BÜRGI erfand den sogenannten Proportional- bzw. Reduktionszirkel, mit dem sich Strecken vergrößern und verkleinern lassen.
In den Jahren 1604 bis 1630 stand JOBST BÜRGI in den Diensten des Kaisers RUDOLF II. Am kaiserlichen Hof in Prag traf er mit JOHANNES KEPLER (1571 bis 1630) zusammen und wurde durch diesen zur Veröffentlichung seiner Erkenntnisse über Logarithmen ermuntert.
Im Jahre 1631 kehrte JOBST BÜRGI nach Kassel zurück. Hier verstarb er am 31. Januar 1632.

Porträt von Jobst Bürgi (1552 bis 1632) aus einem 1684 in Kassel erschienen zeitgenössischen Druck

Stand: 2010
Dieser Text befindet sich in redaktioneller Bearbeitung.

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