Direkt zum Inhalt
Ein Angebot von
Registrieren

Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Mathematik Abitur
  3. 7 Integralrechnung
  4. 7.5 Berechnen bestimmter Integrale; Anwendungen
  5. 7.5.1 Integrationsregeln
  6. Regeln für das Berechnen bestimmter Integrale

Regeln für das Berechnen bestimmter Integrale

Für das Berechnen bestimmter Integrale von im Intervall [a; b] stetigen Funktionen f und g können folgende Regeln Anwendung finden:

  • Regel zur Übereinstimmung bzw. Vertauschung von Integrationsgrenzen;
  • Regel der Intervalladditivität;
  • Faktorregel;
  • Summenregel
  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich

  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Jetzt kostenlos mit Kim üben

Regeln für das Berechnen bestimmter Integrale nicht verstanden?

Jetzt kostenlos mit Kim üben

In der folgenden Tabelle sind diese Regeln übersichtlich zusammengestellt.

∫ a a f ( x )   d x = 0 Übereinstimmung der Integrationsgrenzen
∫ a b f ( x )   d x = − ∫ b a f ( x )   d x Vertauschen der Integrationsgrenzen
∫ a c f ( x )   d x +     ∫ c b f ( x )   d x = ∫ a b f ( x )   d x Intervalladditivität
∫ a b   k ⋅ f ( x )   d x = k ⋅ ∫ a b f ( x )   d x Faktorregel
∫ a b   [ f ( x )     ±     g ( x ) ]   d x = ∫ a b f ( x )   d x     ±     ∫ a b g ( x )   d x Summenregel

Beweis der Summenregel:

Für die unbestimmten Integrale der Funktionen f und g gilt:
∫ [ f ( x )     +     g ( x ) ]   d x = ∫ f ( x )   d x + ∫ g ( x )   d x = F ( x ) + G ( x )

Daraus folgt:
∫ a b [ f ( x )     +     g ( x ) ]   d x = [ F ( b ) + G ( b ) ] − [ F ( a ) + G ( a ) ] = [ F ( b ) − F ( a ) ] + [ G ( b ) − G ( a ) ] = ∫ a b f ( x )   d x + ∫ a b g ( x )   d x

Beispiel für die Anwendung der Integrationsregeln:
∫ 1 4   2 sin 2 x     d x − 2 ∫ 4 1 cos 2 x     d x = 2 ∫ 1 4 sin 2 x     d x − 2 ∫ 4 1 cos 2 x     d x = 2 ∫ 1 4 sin 2 x     d x − 2 ∫ 4 1 ( 1 − sin 2 x   )     d x = 2 ∫ 1 4 sin 2 x     d x + 2 ∫ 1 4   ( 1 − sin 2 x   )     d x = 2 ∫ 1 4   ( sin 2 x + 1 − sin 2 x   )     d x = 2 ∫ 1 4 d x = [ 2   x ]   1   4 = 6

Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH): "Regeln für das Berechnen bestimmter Integrale." In: Lernhelfer (Duden Learnattack GmbH). URL: http://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/mathematik-abitur/artikel/regeln-fuer-das-berechnen-bestimmter-integrale (Abgerufen: 21. June 2026, 15:29 UTC)

Suche nach passenden Schlagwörtern

  • Faktorregel
  • bestimmtes Integral
  • Funktion
  • Intervalladditivität
  • Summenregel
  • unbestimmtes Integral
  • Integrationsgrenze
Jetzt mit Kim üben

Regeln für das Berechnen bestimmter Integrale nicht verstanden?

  • KI-Tutor Kim erklärt dir den Stoff sofort nochmal einfach und verständlich
  • Kim hilft dir bei all deinen Fragen und Aufgaben weiter

Verwandte Artikel

Integration durch lineare Substitution

Während beim Differenzieren elementarer Funktionen wieder elementare Funktionen entstehen, gibt es zahlreiche elementare Funktionen, deren unbestimmte Integrale sich nicht durch elementare Funktionen ausdrücken lassen.
Scheinbar geringfügige Veränderungen im Funktionsterm erfordern u.U. völlig andere Lösungswege oder führen zu nicht mehr elementar integrierbaren Funktionen.

Als Beispiele seien die Funktionen f ( x ) = x   ⋅   sin   x         u n d         g ( x ) = x sin   x genannt:
Während die Funktion f mit der Methode der partiellen Integration elementar integrierbar ist, kann man das Integral der Funktion g nicht mit elementaren Mitteln berechnen. Ähnlich verhalten sich die Funktionen f ( x ) = x   ⋅   e x         u n d         g ( x ) = e x x .

Bei der Integration von Produkten von Funktionen oder von verketteten Funktionen findet häufig die Substitutionsmethode Anwendung.

Integration durch nichtlineare Substitution

Ist im Integranden eines Integrals eine verkettete Funktion und außerdem noch die Ableitungsfunktion der inneren Funktion als Faktor vorhanden, so kann die Integration durch nichtlineare Substitution erfolgen.

Integration, Numerische

Hier kannst du dich selbst testen. So kannst du dich gezielt auf Prüfungen und Klausuren vorbereiten oder deine Lernerfolge kontrollieren.

Multiple-Choice-Test zum Thema "Mathematik - Numerische Integration".

Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!

WISSENSTEST

Partielle Integration

Im Unterschied zur Integration einer Summe von Funktionen, für die es eine einfache Integrationsregel (Summenregel) gibt, gestaltet sich das Integrieren eines Produktes von Funktionen weitaus schwieriger.
In einigen Fälle führt die Integration durch Substitution zum Ziel, doch in vielen Fällen kann man keine geeignete Substitution angeben.
Eine einfache Umkehrung der Differenziationregel für Produkte von Funktionen ist nicht möglich, jedoch bietet diese Regel den Zugang zu einem speziellen Integrationsverfahren, das auf der Produktregel der Differenzialrechnung fußt.
Es gilt die folgende Regel der partiellen Integration.

Numerische Integration

Sind Funktionen nicht elementar integrierbar oder ist das Ermitteln von Stammfunktionen zu aufwendig, werden numerische Integrationsverfahren zur näherungsweisen Berechnung bestimmter Integrale eingesetzt.
Derartige Methoden bilden auch den Hintergrund für die Integration durch elektronische Rechner (sofern die Integration hierbei nicht über ein Computeralgebrasystem realisiert wird).
Um den Flächeninhalt unter dem Graphen – und damit das bestimmte Integral – einer Funktion f in einem Intervall [a; b] näherungsweise zu bestimmen, wird die Fläche durch Parallelen zur y-Achse in gleichbreite Streifen mit leicht berechenbarem Inhalt zerlegt. Die Summe der Flächeninhalte ergibt dann einen Näherungswert für das bestimmte Integral im Intervall [a; b]. Eine derartige angenäherte zahlenmäßige Berechnung eines bestimmten Integrals heißt numerische Integration.

Ein Angebot von

Footer

  • Impressum
  • Sicherheit & Datenschutz
  • AGB
© Duden Learnattack GmbH, 2026