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1970 in Erfurt – man spricht wieder miteinander

Als sich im März 1970 Bundeskanzler WILLY BRANDT (BRD) und der Ministerpräsident WILLY STOPH (DDR) in Erfurt trafen, war dies auf solch offizieller Ebene das erste Zusammentreffen von ostdeutschen und westdeutschen Politikern seit einer gescheiterten Ministerpräsidentenkonferenz im Jahre 1947. Seither waren mit den Gründungen der BRD und der DDR 1949 aber nicht nur zwei deutsche Staaten entstanden. sondern vor allem seit dem Bau der Berliner Mauer 1961, auch Kontakte der Deutschen aus Ost und West fast unmöglich geworden.
Dennoch zeigten spontane Sympathiebekundungen von DDR-Bürgern für WILLY BRANDT während des Treffens in Erfurt, dass die Menschen große Hoffnungen in diese Zusammenkunft setzten. Solchen Hoffnungen kam ein von der neuen sozialliberalen Regierung der Bundesrepublik vertretenes Konzept einer „Politik der kleinen Schritte“ und eines „Wandels durch Annäherung“ entgegen. Durch Vereinbarungen mit der Regierung der DDR, die damit als gleichberechtigter Partner anerkannt wurde, wollte man für die von der Teilung betroffenen Menschen konkrete Erleichterungen und Kontaktmöglichkeiten erreichen. Gleichzeitig verknüpfte sich damit die Vorstellung, dass sich in solch konkreten Begegnungen nicht nur das Bewusstsein einer einheitlichen deutschen Nation erhalten, sondern auch ein allmählicher Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR möglich sein würde.

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Lagemaße

Zur Charakterisierung von Stichproben, vor allem solchen mit großem Umfang n, werden spezielle Werte (auch Maße genannt) herangezogen. Diese Kenngrößen von Häufigkeitsverteilungen ermöglichen insbesondere den Vergleich statistischer Untersuchungen.
Kenngrößen der Lage beschreiben Häufigkeitsverteilungen durch Angabe „mittlerer Werte“. Dabei ist die Wahl unterschiedlicher Mittelwerte möglich. Am bekanntesten ist das arithmetische Mittel (der Durchschnitt). Als weiteren Mittelwert benutzt man bei statistischen Untersuchungen den Zentralwert.

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Entstehung des Grundgesetzes der BRD

Die westlichen Besatzungsmächte hatten sich im Frühjahr 1948 für die Bildung eines deutschen Staates auf dem Territorium ihrer Besatzungszonen entschieden. Von September 1948 bis Mai 1949 beriet der sogenannte Parlamentarische Rat in Bonn das Grundgesetz dieses neuen Staates.
Am 23. Mai 1949 wurde dieses Grundgesetz verkündet. Zeitgleich wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Die Entscheidung der Westalliierten zur Gründung eines deutschen Separatstaates und die seiner Gründung folgenden Entwicklungen standen stark unter dem Eindruck des Kalten Krieges. Daneben haben Lehren aus dem Scheitern der Weimarer Republik und ihrer politischen Verfassung einerseits und die Abgrenzung vom nationalsozialistischen Schreckensregime andererseits die Diskussionen über das Grundgesetz der BRD sehr wesentlich beeinflusst. Dieses Grundgesetz begründet bis heute den Charakter der Bundesrepublik als demokratischer, freiheitlicher und föderal organisierter Rechtsstaat mit starken Bundesländern.

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Der Grundlagenvertrag von 1972

Mit dem im Dezember 1972 unterzeichneten und im Mai 1973 in Kraft getreten Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratische Republik (DDR) sollten die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten und auf der Basis von Gleichberechtigung und gutnachbarlicher Zusammenarbeit grundlegend geregelt werden. Das war nicht einfach, denn beiden Seiten verbanden grundsätzlich unterschiedliche Positionen hinsichtlich ihres beiderseitigen Verhältnisses. Die DDR sah in diesem Vertrag ein Abkommen zwischen zwei, nach dem Völkerrecht, souveränen Staaten. Sie verknüpfte mit dem Vertrag nicht zuletzt die Ziele der Anerkennung ihrer staatlichen Souveränität und internationaler Gleichberechtigung.
Die Haltung der westdeutschen Bundesregierung war komplizierter. Ihr deutschlandpolitischer Ansatz läßt sich auf die von ihr gewählte Formel bringen, nach der es sich bei den beiden Vertragspartnern um zwei Staaten, aber um eine Nation gehandelt habe. Damit sollte deutlich werden, dass man einerseits am Ziel der Wiedervereinigung festhielt, was man aber andererseits nur über die Anerkennung der Realitäten für erreichbar hielt.
In dem im Grundlagenvertrag erzielten Ergebnis konnten sich letztlich beide Seiten wiederfinden. Für die von der deutschen Teilung betroffenen Menschen ergaben sich durch diese Annäherung konkrete Erleichterungen in Form von Besuchs- und anderen Kontaktmöglichkeiten.

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Bruderzwist in Indien – Die Teilung des Subkontinents

Der indische Subkontinent war bis zur Unabhängigkeit der beiden Staaten Indien und Pakistan im Jahre 1947 lange Jahre britische Kolonie. Schon während der Kolonialzeit bildeten sich verschiedene nationale Unabhängigkeitsbewegungen heraus. Dabei repräsentierten die beiden größten, der vorwiegend hinduistische Indische Nationalkongreß (INC) einerseits und die Muslimliga andererseits, die beiden größten Religionen des indischen Subkontinents. Die zwischen beiden Organisationen bestehenden politischen Gegensätze führten in der Zeit der nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen zu manchmal gewalttätigen religiösen Auseinandersetzungen, vor allem zwischen Hindus und Moslems.
Teilweise wurden diese Gegensätze nach dem Prinzip des „Teile und Herrsche“ auch von der britischen Kolonialmacht gefördert. Seit 1945 erwiesen sich die Briten aber vor allem als unfähig, den schwierigen Prozess der Entkolonialierung in vernünftigen politischen Bahnen zu steuern. So kam es in diesem Zusammenhang schließlich zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen, deren Folgen bis heute noch andauern

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Schauplatz Indochina – Frankreich scheitert

Indochina, das die heutigen südostasiatischen Staaten Vietnam, Laos und Kambodscha auf der Halbinsel Hinterindien umfasst, war seit dem 19. Jahrhundert französische Kolonie. Schon in dieser Zeit bildeten sich verschiedene nationale Unabhängigkeitsbewegungen heraus, die sich zunächst an sozialen und demokratischen Ideen aus Europa orientierten.
Bei der Bevölkerung am populärsten war seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die kommunistisch beeinflußte Vietminh. Sie schaffte es im Prozess der Unabhängigkeit am überzeugendsten, grundlegende soziale Bedürfnisse mit Forderungen nach nationaler Unabhängigkeit zu verbinden.
Behindert wurden diese Bestrebungen allerdings durch die alte Kolonialmacht Frankreich, die nach ihrer Schwächung im Zweiten Weltkrieg über ihre Kolonien zu alter weltpolitischer Stärke zurückfinden wollte.
Dieser Gegensatz zwischen der Kolonialmacht und den nationalen Unabhängigkeitsbestrebungen führte zum ersten Indochinakrieg 1945–1954. Eine Rolle spielte dabei auch schon der Gegensatz zwischen den USA und der Sowjetunion im Kalten Krieg.

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Der Kalte Krieg

Mit dem Begriff des Kaltes Krieges bezeichnet man einen Zustand zwischenstaatlicher Spannungen, der aber die Grenze zu einem offenen (heißen) Krieg noch nicht überschreitet. Mit Kalter Krieg wird jedoch auch eine historische Epoche bezeichnet. Diese begann kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dauerte mit Spannungen und Konflikten unterschiedlicher Stärke und Ausprägung zwischen den beiden großen Blöcken in der Welt bis zum Zusammenbruch des sozialistischen Staatenblocks um 1990 herum an.
Im Kalten Krieg standen sich die bis 1945 gemeinsam gegen Deutschland kämpfenden USA einerseits und die Sowjetunion andererseits mit den jeweils mit ihnen verbündeten Staaten gegenüber. Diese Staatenblöcke repräsentierten gegensätzliche wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Ordnungen. Damit war nicht nur in Europa, sondern weltweit eine machtpolitischer Gegensatz verbunden, der die Welt mehrfach an den Rand eines atomaren Krieges brachte. Den Beginn dieser Gegnerschaft markierten internationale politische Ereignisse und internationale Strategien im Jahre 1947. Im Hinblick auf die Verantwortung für den Ausbruch des Kalten Krieges gibt es nach wie vor verschiedene Erklärungsansätze.

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Die bedingungslose Kapitulation

Bereits auf der Konferenz von Casablanca vom Januar 1943 forderten General CHARLES DE GAULLE, General GIRAUD, der britische Premierminister WINSTON CHURCHILL und der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika FRANKLIN D. ROOSEVELT die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Dieser Forderung schloss sich später auch JOSSIF STALIN an. Am 7. Mai 1945 unterzeichnete Generaloberst JODL im Namen des deutschen Oberkommandos die Gesamtkapitulation aller Streitkräfte. In Anwesenheit Marschall SHUKOWS wurde die Kapitulationsurkunde für alle Wehrmachtsteile vom Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall KEITEL, kurz nach null Uhr in der Nacht zum 9. Mai unterzeichnet.

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Der Koreakrieg

Im Koreakrieg, der von 1950 bis 1953 dauerte, standen sich zwei Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung gegenüber, die auch in unterschiedliche Blocksysteme eingebunden waren: die Demokratische Volksrepublik Korea im Norden und die Republik Korea im Süden der koreanischen Halbinsel. Zudem waren das kommunistische China auf Seiten Nordkoreas und die USA auf Seiten Südkoreas in den Krieg verwickelt. Der Krieg wurde mit großer Grausamkeit geführt und forderte mehrere Millionen Opfer, auch auf Seiten der Zivilbevölkerung.
Die Teilung Koreas und der wechselvolle Verlauf des Koreakrieges sind nur im Zusammenhang mit dem Ost-West-Konflikt zwischen der Sowjetunion und ihren Verbündeten einerseits und den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten andererseits zu verstehen. Im Ergebnis des Koreakrieges wurde auf der Welt das Wettrüsten verstärkt, und der Kalte Krieg nahm an Intensität zu.

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Die Kubakrise

Während der Kubakrise vom 22. bis 28.Oktober 1962 bestand die Gefahr, dass in der Karibik der Dritte Weltkrieg ausbrechen würde.
In Übereinkunft mit der kubanischen Regierung hatte die UdSSR Raketen mit Atomsprengköpfen, taktische Atomwaffen sowie 40 000 Mann auf der Insel stationiert.
Durch ein US-Aufklärungsflugzeug U-2 wurden am 14.10.1962 die fortgeschrittenen Vorbereitungen dafür aufgedeckt. Die USA forderten entschlossen den Abzug der Raketen. Präsident KENNEDY ließ sich nicht vom Militär zu einem Präventivschlag drängen. Es wurde eine Seeblockade über Kuba verhängt, um weitere Transporte von Waffen und Ausrüstung zu verhindern. Der Ministerpräsident der UdSSR, CHRUSCHTSCHOW, reagierte zwar mit heftigen Worten, ließ sich aber dennoch auf diplomatische Verhandlungen ein.
Am 28.Oktober erklärte sich die Sowjetunion bereit, die Raketen abzuziehen. Von den USA erhielt Kuba eine Sicherheitsgarantie. Mit diesem Kompromiss war die Krise beendet.
Am 20. November 1962 wurde die Seeblockade aufgehoben.

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Die Öffnung der Mauer am 9. November 1989

In der Nacht des 9. November 1989 kam es zur Öffnung der seit August 1961 bestehenden Mauer in Berlin. Ausgangspunkt war eine am Abend stattgefundene Pressekonferenz, auf der der SED-Chef von Ostberlin über eine sofort in Kraft tretende Neuregelung des Reiseverkehrs informierte.
Noch vor 24.00 Uhr hatten sich Tausende von Ostberlinern in Bewegung gesetzt und überschritten die Grenze, zuerst an den Grenzübergängen Chausseestraße und Bornholmer Straße.
Die Grenzkontrolleure waren von der Ereignissen völlig überrollt worden. Sie handelten ohne spezielle Anweisungen der Regierung, es gab solche auch nicht.
Der am 9. November tagende Bundestag unterbrach von 20.22 Uhr bis 20.46 Uhr seine Sitzung und mehrere Redner äußerten sich zu dem überraschenden Ereignis.

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Die Judenverfolgung im NS-Regime – die Nürnberger Gesetze

Das Programm der NSDAP und der NS-Staat waren von der Rassenideologie des Nationalsozialismus geprägt und von Anbeginn an antisemitisch ausgerichtet. Die menschenverachtende Begründung dieser Ideologie, die die Überlegenheit der arischen (deutschen) Rasse gegenüber minderwertigen Rassen, vor allem den jüdischen Menschen, betonte, lieferte HITLER u. a. in seinem Buch „Mein Kampf“: Nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten „Rasse“ sollten die Juden alles Schlechte, Böse, Abartige, das Satanische schlechthin, verkörpern. HITLER wurde es dabei von einer tausendjährigen europäischen Tradition der Judenverfolgung erleichtert, sie in diese Rolle zu zwängen.
Gestützt auf das ideologische „Rüstzeug“, begann unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden in Deutschland.
Ihre rechtliche Ausgrenzung und Diskriminierung erfolgte dabei durch spezielle Gesetze. So wurden Juden per Gesetz aus dem Staatsdienst oder vom Wehrdienst ausgeschlossen. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Ausgrenzung jedoch mit den Nürnberger Gesetzen. „Reichsbürgergesetz“ und „Blutschutzgesetz“ nahmen den deutschen Juden die wesentlichsten Bürgerrechte und waren fortan die scheinjuristische Grundlage für ihre hemmungslose Verfolgung.

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Pierre Laplace

PIERRE SIMON DE LAPLACE (1749 bis 1827), französischer Mathematiker und Astronom
* 28. März 1749 Beaumont-en-Auge
† 5. März 1827 Paris

PIERRE SIMON DE LAPLACE lieferte bedeutende Beiträge auf den Gebieten der höheren Analysis, der Wahrscheinlichkeitsrechnung sowie der Himmelsmechanik. So fasste er beispielsweise in seinem 1812 erschienenen Werk „Théorie analytique des probabilités“ das damalige Wissen zur Wahrscheinlichkeitsrechnung zusammen.

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Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess

Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 fand vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg der erste Prozess gegen die nationalsozialistischen Hauptkriegsverbrecher statt. Angeklagt waren Vertreter verschiedener nationalsozialistischer Organisationen und Repräsentanten des nationalsozialistischen Deutschland. Deren Schreckensregime hatte in vielen europäischen Ländern das Bedürfnis nach Bestrafung der begangenen Verbrechen wach werden lassen.
Dennoch war der Prozess keine Rache der Sieger an den Unterlegenen. Der Prozess verlief weitgehend nach rechtsstaatlichen Kriterien. Gleichwohl rief er auch das politische Interesse der interessierten Öffentlichkeit hervor, die ihn einerseits betroffen, manchmal aber auch kontrovers begleitete. Dieser Prozess war der Auftakt einer ganzen Reihe von Prozessen in verschiedenen Ländern, die zur strafrechtlichen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Untaten in den folgenden Jahrzehnten stattfanden.

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Die Ostverträge und Willy Brandts Kniefall in Warschau

Heute noch steht das Bild des knienden deutschen Bundeskanzlers für einen wichtigen historischen Abschnitt der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und insbesondere ihrer Außenpolitik. Denn das Ereignis fand im Rahmen einer Reise statt, während derer in der polnischen Hauptstadt der sogenannte Warschauer Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen unterzeichnet wurde. Dieser Vertag war Teil einer Reihe von Verträgen der BRD mit den Staaten Osteuropas, den sogenannten Ostverträgen, die die Aufnahme normaler Beziehungen zwischen den Vertragspartnern beabsichtigten. Sie waren damit Teil einer sei 1969 unter Bundeskanzler Willy Brandt betriebenen neuen Ostpolitik, die auf dem Boden der in den 50er Jahren vollzogenen Westbindung der Außenpolitik der Bundesrepublik eine neue und wichtige Komponente hinzufügte. Als Willy Brandt am 7. Dezember 1970 vor dem Mahnmal für die Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto niederkniete, war das für viele Zeitgenossen ein sehr bewegender Moment. Er symbolisierte das Eingeständnis deutscher Schuld und die Bitte um Verzeihung bei denjenigen, die unter den Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland besonders zu leiden hatten.

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Der Nahost-Konflikt

Die Wurzeln des Nahostkonflikts reichen bis zum Ende des 19. Jh. zurück. Aufgrund der Verfolgung der europäischen Juden, die während des Nationalsozialismus ihren grausamen Höhepunkt erreichte, stieg die Zahl der Auswanderer nach Palästina stetig an. Nach dem Zweiten Weltkrieg stimmte die UNO der Teilung Palästinas und der Gründung eines israelischen Staates zu, der am 14. Mai 1948 von DAVID BEN GURION ausgerufen wurde. Noch in derselben Nacht griffen die benachbarten arabischen Staaten Israel an, unterlagen aber in diesem Krieg. In weiteren Kriegen eroberten die Israelis Gebiete im Libanon, die Sinai-Halbinsel, die Golan-Höhen, und verschafften sich die Kontrolle über die palästinensischen Gebiete.
Gegen die israelische Vorherrschaft setzte sich die 1964 gegründete PLO zur Wehr. Ihr Kampf um einen eigenständigen Palästinenser-Staat verschärfte sich 1987 mit dem als Intifada bezeichneten Aufstand. Der Anfang der 90er-Jahre angestoßene Friedensprozess, in dem Israel nach der Devise „Land für Frieden“ Gebiete (Gaza, Westbank) an die Palästinenser abtreten sollte, geriet nach der Ermordung des ehemaligen israelischen Regierungschefs YITZHAK RABIN 1995 ins Stocken.

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Helmut Schmidt

* 23.12.1918 in Hamburg
† 10.11.2015 in Hamburg

HELMUT SCHMIDT war fünfter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Während seiner Amtszeit von 1974-1982 setzte er außenpolitisch die von seinem Vorgänger WILLY BRANDT begonnene Entspannungspolitik fort. SCHMIDT war wesentlich an der Formulierung des NATO-Doppelbeschlusses beteiligt und bekämpfte entschieden den Terrorismus der RAF. Infolge der Bewältigung wirtschafts- und innenpolitischer Krisen und durch seine energische Ausführung als Bundeskanzler erwarb sich SCHMIDT im In- und Ausland hohes Ansehen. Innerhalb der SPD blieb er jedoch umstritten. 1982 wurde HELMUT SCHMIDT durch ein konstruktives Misstrauensvotum als Bundeskanzler von HELMUT KOHL abgelöst.

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11. September 2001

Fast jeder wird sich noch daran erinnern, was an diesem Tag geschehen ist.
Um 8.46 Uhr Ortszeit krachte Flug AA 11 der American Airlines in den Nordturm des World Trade Centers und explodierte. Zu diesem Zeitpunkt dachten viele noch an einen Unfall. Nachdem dann aber wenige Minuten später, nämlich um 9.03 Uhr, ein weiteres Flugzeug, Flug UA 175 der United Airlines, den Südturm der Twin Towers traf, wurde allmählich klar, dass dies kein Zufall sein konnte. Um 8.43 Uhr Ortszeit traf ein drittes entführtes Flugzeug, Flug AA 77 der American Airlines, das Pentagon in Arlington, einem Vorort der US-Hauptstadt Washington, DC. Ein weiteres ebenfalls entführtes Flugzeug, Flug UA 93 der United Airlines, stürzte in der Nähe von Pittsburgh ab, als Passagiere versucht hatten, die Entführer zu überwältigen, nachdem sie per Handy von ihren Angehörigen von den Anschlägen erfahren hatten.

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Der Vietnamkrieg – Dokumentation

Die Kriege um die Unabhängigkeit und Einheit Vietnams dauerten von 1944 bis 1975. Der Vietnamkrieg war der Krieg der USA gegen die Demokratische Republik Vietnam im Norden und die Nationale Befreiungsfront Südvietnams, der 1964 nach dem umstrittenen Zwischenfall im Golf von Tonking begann. Diesen Krieg führten die USA zusammen mit einem Kontingent aus SEATO-Staaten. Die Streitkräfte Südvietnams hatten dabei nur eine Helferrolle.
Trotz rigoroser und ständig eskalierender Kriegführung der USA mit bis 550 000 eigenen Einsatzkräften, dreijähriger Bombardierung der DRV und repressiven Maßnahmen gegen die Zivilbevölkerung blieben sie in diesem Dschungelkrieg erfolglos. Zudem sahen sie sich starkem politischen Druck der internationalen Öffentlichkeit ausgesetzt. 1973 wurden infolge des Pariser Vietnam-Abkommens die amerikanischen Streitkräfte abgezogen. Am 30. April 1975 wurde Saigon von den von den Befreiungsstreitkräften eingenommen, der Krieg war beendet.
Die Folgen für das internationale Ansehen der USA sowie für den mentalen Zustand im Inneren waren katastrophal. Bis heute dauert das Vietnam-Trauma an.

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DDR 1971 – von Ulbricht zu Honecker

1971 wurde Walter Ulbricht als Erster Sekretär der SED gestürzt, weil er für die DDR einen eigenen Weg des sozialistischen Aufbaus beanspruchte und konstruktiv auf die Ostpolitik Willy Brandts einzugehen beabsichtigte. Ulbricht war erst in den 60er Jahren zu Einsichten gelangt, die ihn zum Reformpolitiker befähigten. Das stieß aber auf den Widerspruch Moskaus und eines Teils der SED-Politbüro-Mitglieder, an deren Spitze sich Erich Honecker setzte.
Honecker vertrat auch die Interessen der meisten Funktionäre des Parteiapparates, die die Ungewissheiten von Reformen scheuten und ängstlich die errungenen Positionen und Privilegien verteidigten. Der im Vergleich zu Ulbricht deutlich jüngere Honecker verkörperte in seiner Person einen moderneren Politikstil – vor allem in der Außenpolitik. Innenpolitisch führte Honeckers Reformfeindlichkeit letztlich zu Stagnation und Niedergang.

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Ein neues Weltbild

Seit dem Altertum versuchten die Menschen, die beobachteten Bewegungen am Sternhimmel und auf der Erde zu erklären und die erkannten Regelmäßigkeiten zu einem Weltbild zu vereinen. Die Herausbildung des heutigen heliozentrischen Weltbildes war ein langer, mit Irrtümern, Umwegen und vielen Opfern gepflasterter Weg der menschlichen Erkenntnis. Er begann mit dem geozentrischen Weltbild des PTOLEMÄUS vor knapp 2000 Jahren und ist untrennbar mit den Namen bedeutender Gelehrter des Mittelalters, wie KOPERNIKUS, KEPLER und GALILEI,
verbunden.

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Alexander von Humboldt – wissenschaftlicher Entdecker Amerikas

ALEXANDER VON HUMBOLDT wurde zum zweiten, wissenschaftlichen Entdecker des spanischen Amerika. Er gilt als Begründer der modernen wissenschaftlichen Entdeckungsreisen. Sein vielseitiges, rastloses Wirken und enzyklopädisches Wissen war schöpferisch anregend auf mehrere Generationen junger Naturforscher. Viele von ihnen hat HUMBOLDT mit Rat und Tat gefördert. Die Bekanntschaft mit herausragenden Dichtern und Naturwissenschaftlern hatte entscheidenden Einfluss auf HUMBOLDTS Natur- und Menschenbild sowie sein Vorhaben, in fernen tropischen Ländern Forschungen zu betreiben. Nicht zuletzt gehörte zu den glücklichen Umständen in HUMBOLDTS Leben die Bekanntschaft mit dem französischen Botaniker AIMÉ BONPLAND. Beiden gelang der Nachweis, dass die Stromgebiete des Orinoko und des Amazonas durch einen schiffbaren Naturkanal miteinander verbunden sind.

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Wissenstest, Entdeckungszeitalter

Hier kannst du dich selbst testen. So kannst du dich gezielt auf Prüfungen und Klausuren vorbereiten oder deine Lernerfolge kontrollieren.

Multiple-Choice-Test zum Thema "Geschichte - Das Entdeckungszeitalter".

Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!

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Ablasshandel

Der Hohenzoller ALBRECHT II. VON BRANDENBURG wurde schon mit 23 Jahren Erzbischof von Magdeburg, Verwalter des Bistums Halberstadt und Erzbischof von Mainz. Den für diese Ämterkumulation (Ämterhäufung) an Rom zu zahlenden Geldbetrag lieh er sich von den FUGGERN. Um seine Schulden begleichen zu können, gestattete ihm der Papst, in seinen Bistümern den Ablasshandel einzuführen. Dies geschah durch den Dominikanermönch JOHANNES TETZEL. Die Art des Ablasshandels führte zum Konflikt mit MARTIN LUTHER, der gegen diese Art der Tilgung von Sündenstrafen im Jahr 1517 seine berühmten 95 Thesen verfasste. Hierin prangerte LUTHER nicht nur den Ablasshandel, sondern viele weitere Missstände in der katholischen Kirche an. ALBRECHT II. war ein entschiedener Gegner LUTHERS und der Reformation, als Renaissancefürst aber auch Humanist und Förderer der Kunst.

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Der Absolutismus –schrankenlose Machtentfaltung

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges änderten sich in den europäischen Ländern die Herrschaftsstrukturen. In den meisten Staaten, u. a. in Spanien, Portugal und Frankreich, siegte das Königtum über die Stände. Die Monarchen übten fortan mehr oder weniger die alleinige Macht im Staat aus und regierten absolutistisch. Sie waren nicht an die bestehenden Gesetze gebunden und nur dem göttlichen Recht unterworfen.
Die Herrscher legitimierten ihren absoluten Herrschaftsanspruch mit Gott und beriefen sich auf ihr Gottesgnadentum. Deshalb waren sie auch nicht bereit, andere Autoritäten und Gewalten anzuerkennen, und entwickelten einen speziellen absolutistischen Regierungsstil. Sie griffen reglementierend in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ein und unterwarfen sich den Staat völlig. Modellfall und Vorbild für den Absolutismus in Europa war das Frankreich von LUDWIG XIV.

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