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Motette der Ars nova

Der Epochen- und Stilbegriff „Ars nova“ umfasst etwa die Zeit von 1320 bis 1380. Als Hauptgattung gilt hier die Motette und diese erfährt in jener Zeit eine starke stilistische und notationstechnische Entwicklung. Die Motetteninhalte befassen sich mit diversen politischen, sozialen und romantischen Themen. Die Neuheiten der Motette der Ars nova sind gekennzeichnet durch

  • die Kombination zweizeitiger (imperfekter) und dreizeitiger (perfekter) Notenwerte, außerdem durch
  • Hinzugewinnung kleinerer Notenwerte durch die Erweiterung der Zahl der Mensurarten sowie durch
  • die Möglichkeit des Mensurwechsels.

Entscheidend sind auch die Neuerungen des Aufschreibens von Musik, denn nun existiert ein Gewebe aus verschiedenen Tondauern mit weitreichender Auswirkung auf die Einzelstimmen, ihr Zusammenwirken im Satz und ihren harmonischen Zusammenklang. Die bedeutendsten Komponisten sind PHILIPPE DE VITRY (1291–1361) und GUILLAUME DE MACHAUT (um 1300–1377).

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Musikdrama

Die Bezeichnung „Musikdrama“ wird häufig für RICHARD WAGNERS (1813–1883) reife Opern seit „Lohengrin“ (1850) und „Tristan“ (1865) verwendet. WAGNER selbst lehnte die Bezeichnung ab, strebte aber von der Sache her eine besonders intensive Verbindung zwischen Musik, Handlung und Text an. Er entwickelte Ansätze zu seiner von romantischen Ideen geprägten Konzeption eines umfassenden Gesamtkunstwerks bereits vor der Revolution von 1848. Doch entfaltete er sie erst nach den Ende der Revolution, das den radikalen revolutionären Hoffnungen, die WAGNER weitgehend teilte, nicht entsprach.

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Musikfilm

Der Musikfilm ist eine spezielle Filmgattung, in dem Musik im Mittelpunkt von Stoff, Handlung und Figurenbeziehungen steht. Voraussetzung war die Entstehung des Tonfilms Ende der 1920er Jahre. Der Musikfilm prägte verschiedene Typen aus. Dabei kann es sich um die Verfilmung von Operetten, Revuen und Musicals handeln, aber auch die verfilmten Biografien von Komponisten, von Interpretinnen und Interpreten aus allen Bereichen. Der Musikfilm ist auch ein Mittel, um Werbung für Songs zu machen und um Bühnenshows zu verfilmen.

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Episches Musiktheater

Das epische Musiktheater mit seiner bewussten Stilisierung und betonten Künstlichkeit anstelle einer fiktiven „Natürlichkeit“ der Kunst ist eine terminologische Neuprägung von BERTOLT BRECHT (1898–1956). Den Begriff „Episches Theater“ wandte BRECHT auf die „Dreigroschenoper“ (1928) an. Doch hat dieser Theatertyp viele Wurzeln.

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Musizieren als Theater bei Kagel und Schnebel

Der kompositionsgeschichtliche Wandel, der sich ab 1950 vollzog, brachte um 1960 neue Formen des Musiktheaters hervor. Neben der Hauptform der Literaturoper entwickelten sich verschiedene musiktheatrale Spielarten, die nicht unmittelbar an die Tradition der Oper anknüpften, sondern einem musikalischen Denken entsprungen waren, das eine neue Form der Synthese von Sprache, Musik und Szene suchte und das Selbstverständnis traditioneller Formen und kultureller Konventionen in Frage stellte. Für diese gibt es eine Reihe von Bezeichnungen wie beispielsweise

  • „Musikalisches Theater“,
  • „Sichtbare Musik“,
  • „Instrumentales Theater“,
  • „Visuelle Musik“,
  • „Audiovisuelle Musik“,
  • „Szenische Musik“ oder
  • „Medienkomposition“.

Die Einbeziehung des Optischen und Gestischen in die kompositorische Erfindung ist diesen Spielarten ebenso gemeinsam wie das Fehlen einer durchgehenden dramatischen Handlung. Die Szene ist nicht wie in der Oper durch den Handlungsverlauf eines Textes bestimmt, sondern durch andere Kriterien organisiert.

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Entwicklungstendenzen Neuer Musik seit 1990

Die 1990er-Jahre haben der Neuen Musik entscheidende Veränderungen gebracht. War in den 1970er- und 1980er-Jahren Neue Musik noch ausschließlich komponiert, wenn auch unter Anwendung verschiedenster Kompositionstechniken und mit unterschiedlichen klanglichen Materialien – instrumental und vokal erzeugte Klänge, Geräusche, aufgenommene Ausschnitte aus der alltäglichen akustischen Umwelt oder elektronisch generierte Klänge –, so begann sich das in den 1990er-Jahren zu verändern.

  • Digitalisierung,
  • Medialisierung und
  • Globalisierung

hatten Entwicklungen zur Folge, die wie die Neue Improvisation, die Clubkultur, Laptopkomposition, Klangkunst oder die Netzmusik nach neuartigen und ungewohnten Wegen suchten. Die vordem strikt getrennten Musikbereiche des herkömmlichen Konzert- und Kammermusikbetriebs einerseits sowie der Popmusik andererseits begannen sich in ihren fortgeschrittensten, nichtkommerziellen und subkulturellen Erscheinungsformen zu vermischen. Der Bereich, der als zeitgenössische Musik bezeichnet wird, erweiterte sich damit enorm.

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Opera buffa bei Mozart

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791) schrieb insgesamt sechs komische Opern, von denen eine jedoch nur fragmentarisch blieb („Lo sposo deluso“, 1783). Die zwei Werke seiner Jugendzeit „La finta semplice“ (1768) und „La finta giardiniera“ (1775) standen ganz in der Tradition der Gattung, die Opern der Reifezeit dagegen führten die Form nicht nur auf ihren Höhepunkt, sondern sprengten den bestehenden Rahmen der Opera buffa. Mit „Le nozze di Figaro“ (1786), „Don Giovanni“ (1787) sowie „Così fan tutte“ (1790) schuf MOZART Meisterwerke, die heute zum Standardrepertoire der Opernbühnen gehören.

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Opéra comique, Singspiel, Melodram

Es lassen sich zwei Grundtypen des Musiktheaters unterscheiden:

  • Oper ohne gesprochene Dialoge und
  • Oper mit gesprochenen Dialogen.

Der italienische Operntyp seit dem ausgehenden 16. Jh. hebt alle Textelemente in Musik auf, gleichgültig, ob es sich um eine ernste, „seriöse“ Oper handelt (Opera seria) oder um eine heitere, komische Oper (Opera buffa). Das gilt auch für die höfische französischsprachige Oper, die „Tragédie lyrique“ (soviel wie „musikalische Tragödie“) des ausgehenden 17. und des 18. Jh.

Davon unterscheidet sich grundsätzlich der Singspiel-Typus, der sich im 18. Jh. entfaltete. Er steht dem Sprechschauspiel näher, und enthält mehr oder minder ausgedehnte, gesprochene Dialoge. Dieser im Deutschen „Singspiel“ genannte Typus heißt im Englischen „Ballad opera“ (Balladen- oder Liederoper), im Französischen „Opéra comique“ (komische Oper) und im Spanischen „Zarzuela“ (benannt nach dem Ort ihrer ersten Aufführungen im 17. Jh., dem königlichen Lustschloss Palacio de la Zarzuela).

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Love Parade

Die Berliner Love Parade hat wie kaum eine andere Veranstaltung zur weltweiten Verbreitung von Klub-Kultur und Techno-Musik beigetragen, obwohl beider Ursprünge in den USA liegen. Durch die Berliner Love Parade sind Kultur und Musik ethnischer und sexueller Minderheiten aus den USA nicht nur zu einem deutschen Medienereignis geworden, sondern auch zu einem zentralen Bestandteil einer konsumorientierten Jugendkultur am Ende des letzten Jahrtausends.

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Bob Marley

* 06.02.1945 St. Ann, Jamaika
† 11.05. 1981 Miami, Florida

BOB MARLEY, geboren als ROBERT NESTA MARLEY, war ein jamaikanischer Sänger, Gitarrist und Bandleader, mit dessen Namen sich in den 1970er-Jahren der Siegeszug des Reggae rund um den Globus verband. Seine Songs haben ihn zu einer politischen, kulturellen und musikalischen Symbolfigur für die farbige Bevölkerung seiner Heimat Jamaika gemacht, die ungebrochen bis in die Gegenwart fortwirkt.

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Marschmusik

Marschmusik ist eine Sammelbezeichnung, die die Gattung Marsch sowohl als eine Hauptform der Militärmusik als auch in den unterschiedlichsten musikalischen Zusammenhängen, bis hin zur populären Musik, bezeichnet.

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Mississippi Blues

Mississippi Blues – oder Delta Blues – ist ein regionaler Bluesstil, dessen Ursprungsgebiet das Mississippi-Delta sowie die US-Bundesstaaten Arkansas und Alabama im Süden der USA umfasst. Er gilt als der prägnanteste und historisch folgenreichste Regionalstil des Blues. Er spielte eine große Rolle für den Chicago Blues der 1940er-Jahre.

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New Orleans Jazz

New Orleans Jazz war der erste eigentliche Jazzstil, der sich Ende des 19. Jh. als Ergebnis einer allmählichen Reafrikanisierung des Marsch- und Ragtime-Spiels afroamerikanischer Street- und Marchingbands in verschiedenen Städten des Südens der USA herausbildete. Das Zentrum seiner Entwicklung besaß der New Orleans Jazz jedoch zweifellos in New Orleans und er wurde später auch von aus New Orleans stammenden Musikern bekannt gemacht. Zu den Pionieren dieser Entwicklung gehörte der Kornettist und Bandleader BUDDY BOLDEN (1868–1931), dessen 1895 in New Orleans gegründete Band als erste eigentliche Jazzband gilt.

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Pink Floyd

PINK FLOYD ist eine 1965 in London entstandene Rockgruppe, die maßgeblich die Entwicklung der Rockmusik geprägt hat und vor allem in den 1970er-Jahren eine Zeit lang zu ihren führenden Repräsentanten gehörte.

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Popsong

Der Popsong in seiner heutigen Gestalt geht zurück auf das in den englischen Music Halls des 19. Jh. und ihren Vorläufern, den Kneipenvarietés, entwickelte Vortragslied in Strophenform mit wiederkehrendem Refrain. Es wurde zu Amüsement und Unterhaltung dargeboten; seine Wurzeln findet man in der Tradition der Straßenballade.

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Populäre Musik in Geschichte und Gegenwart

Der Begriff populäre Musik, in der Gegenwart häufig auch einfach zu „Popmusik“ verkürzt, steht für ein in seiner Zusammensetzung immer wieder Veränderungen unterworfenes Ensemble sehr verschiedenartiger Genres und Gattungen der Musik. Sie werden an die Massenmedien gebunden produziert, verbreitet und angeeignet und spielen damit im Alltag wohl fast aller Menschen – wenn auch im einzelnen auf unterschiedliche Weise – eine bedeutende Rolle.

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Eigenschaften und Funktionen der populären Musik

Die kalkulierte Anpassung der auf dem Terrain der populären Musik angesiedelten Musikformen an die hier jeweils herrschenden kommerziellen Bedingungen der Produktion und Verbreitung von Musik schlägt sich in einem Komplex von Eigenschaften und Funktionen nieder. Die heben weder die teils gravierenden Unterschiede zwischen den verschiedenartigen musikalischen Genres und Gattungen auf, die vom Wiener Walzer bis zur Rockmusik, von Tango bis Techno populäre Musik ausmachen, noch führen sie zur Vereinheitlichung von Spielweisen und Stilistik. Aber sie machen erklärbar, warum keineswegs jede beliebige Art von Musik geeignet ist, in das so heterogene Ensemble von Genres und Gattungen Eingang zu finden, das der Begriff populäre Musik bezeichnet.

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„Popularität“ als Konzept der Aufklärung

Der Begriff „Popularität“ kam in der europäischen Aufklärung auf und wurde zu einer Kategorie, die drei verschiedene Aspekte zugleich umfasste:

  1. „Gemeinverständlichkeit“ als Postulat bzw. Forderung (normatives Verständnis),
  2. „Volkstümlichkeit“ als tatsächliche Erscheinung (deskriptives Verständnis) und
  3. „Idealität“ als angestrebter Verbreitungsgrad von Ideen und Gedankengut bzw. ihre Materialisierung in Form von Texten oder Werken der Kunst und Literatur (programmatisches Verständnis).
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Elvis Presley

* 08.01.1935 Tupelo, Miss.
† 16.08,1977 Memphis, Tenn.

ELVIS (ARON) PRESLEY war ein US-amerikanischer Popsänger und Gitarrist, der zum Synonym für den amerikanischen Rock ’n’ Roll geworden ist und einer der erfolgreichsten Musiker in der Geschichte der Popmusik gewesen ist. Er wurde schon zu Lebzeiten zu einem Mythos und gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Repräsentanten der amerikanischen Popkultur, was ihm den Beinamen „King of Rock ’n’ Roll“ einbrachte.

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Der Produzent

Der Produzent ist im Studio für die Realisation einer musikalischen Produktion verantwortlich; sein Aufgabenfeld umfasst sowohl

  • technische und
  • organisatorische als auch
  • künstlerische Aspekte,

die ihn zum Mittler zwischen den künstlerischen Vorstellungen der Musiker und ihrer technischen Umsetzung durch die Aufnahmetechniker machen.

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Formen des Rap

Rap ist ein Mitte der 1970er-Jahre in den USA aufgekommener Musikstil, der aus dem Zusammenmischen von Titeln und Titelfragmenten aus dem gängigen Hit-Repertoire vermittels mehrerer Plattenspieler durch Diskjockeys entstand. Der Begriff ist abgeleitet von dem amerikanischen Slangausdruck „to rap“ (= quasseln) und bezieht sich auf die vor allem in den afroamerikanischen Diskotheken entwickelte rhythmische Schnellsprechpraxis der Diskjockeys, die über den Musik-Mix gelegt war. Rap mobilisierte eine ganze Generation vor allem afroamerikanischer Jugendlicher in den USA, sich im Rahmen ihrer als „Hip-Hop“ bekannt gewordenen Jugendkultur auch in den Rap als dazugehörigen Musikstil aktiv und kreativ einzubringen. Entsprechend rasch differenzierte Rap sich in verschiedenen Formen aus.

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Reggae

Reggae ist eine der Hauptformen der afrokaribischen Musik und entstand Mitte der 1960er-Jahre auf Jamaika als eine Musikform, die gleichermaßen

  • als Tanzmusik,
  • als rituelle Musik der religiösen Befreiungsbewegung des Rastafari-Kults sowie
  • als musikalischer Ausdruck des sozialen Protests der städtischen Ghettobevölkerung

anzusehen ist und damit im Schnittpunkt der sozialen und kulturellen Widersprüche dieser Karibik-Insel liegt.

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Rock ‘n’ Roll

Der Begriff Rock ’n’ Roll bezeichnete in den 1950er-Jahren ein Sammelsurium verschiedenartiger Formen der populären Musik der USA, denen gemeinsam war, dass sie bei Jugendlichen aus den weißen Mittelschichten, den Teenagern, großen Widerhall fanden. Im Nachhinein ist der Begriff dann aber auf einen von Country Music und Rhythm & Blues gespeisten Ausschnitt daraus festgelegt worden, der sich vor allem mit den Namen von ELVIS PRESLEY (1935–1977) und BILL HALEY (1925–1981) verbindet. Rock ‘n’ Roll selbst war musikalisch jedoch weit vielgestaltiger.

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Rockmusik „made in Germany“

Rockmusik „made in Germany“ ist der einheimische Abkömmling einer globalisierten Musikpraxis angelsächsischen Ursprungs, der sowohl auf dem professionellen Sektor wie auch im nichtprofessionellen Bereich des Musizierens auf breiter Basis Fuß gefasst hat. Charakteristisch sind die überwiegend deutschsprachigen Texte, auch wenn eine Reihe sehr erfolgreicher Bands mit deutschen und englischen Versionen ihrer Songs zweisprachig oder vereinzelt auch nur in englischer Sprache produziert haben. Mit KRAFTWERK in den 1970er Jahren, den SCORPIONS in den 1980er Jahren oder RAMMSTEIN in jüngster Vergangenheit ist die einheimische Rockmusik auch im internationalen Kontext von teils erheblichem Einfluss gewesen.

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Rolling Stones

Die ROLLING STONES sind eine 1962 gegründete britische Rockgruppe, bestehend aus

  • MICK JAGGER (Gesang, Gitarre, Mundharmonika),
  • KEITH RICHARDS (Gitarre, Keyboards),
  • RON WOOD (Gitarre, Bassgitarre),
  • BILL WYMAN (Bassgitarre bis 1991) und
  • CHARLIE WATTS (Schlagzeug).

Sie sind als die inzwischen dienstälteste noch agierende Rockband der Welt die Symbolfiguren der Rockkultur schlechthin.

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