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Arbeitskämpfe in Ägypten – die ersten Streiks der Geschichte

Unter RAMSES III. lösten vermutlich durch Unterschlagung von Beamten verursachte Versorgungsprobleme unter den Bauarbeitern im Tal der Könige die ersten historisch fassbaren Streiks aus, die sich von da an im Neuen Reich regelmäßig wiederholten.Die Arbeiter griffen zu gewaltlosen Arbeitsniederlegungen, Sitzstreiks und -blockaden. Auch mit schriftlichen und mündlichen Protesten bei höchsten Beamten bis hin zum Wesir des Pharaos wurde von ihnen die Lieferung von Lebensmittelrationen erzwungen. Der ägyptische Staat akzeptierte solche gewaltfreien Arbeitskämpfe, wenn von den Arbeitern damit berechtigte Forderungen durchgesetzt werden sollten.

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Herkunft und Lebenslauf

HERODOT wurde um 490 v. Chr. geboren. Er war ein großer griechischer Geschichtsschreiber, auch ein politischer Emigrant, der vor dem Tyrannen LYGDAMOS aus der Heimat auf die Insel Samos ins Exil gehen musste. Athen wurde ihm - dem Freund des PERIKLES und SOPHOKLES - zur zweiten Heimat. HERODOT ging in die Geschichte als erster „Reiseschriftsteller“ der Antike ein. Durch das Reich der Thraker und Skythen führten ihn seine Reisen bis nach Babylon. „Die schönste Stadt unter allen, von denen wir wissen“, nannte er Babylon. Als Historiker und Geograf ging es ihm darum, persönlich empfangene Eindrücke oder auch fremde Berichte vielfältiger Aspekte (u.a. ethnografische Beschreibungen, soziale Strukturen) in einem möglichst ausdrucksreichen „Spiegel“ festzuhalten. Die historischen Geschichten umfassen Gesehenes und Gehörtes, Wahres und Fabelhaftes nahezu aller Völker der damals bekannten Welt. HERODOTs „Historien“ sind das erste umfassende historisch-ethnografische Werk der Menschheit, ein Epos aus Sage und geschichtlicher Wirklichkeit, das von einem griechischen Autor der Antike geschrieben wurde. HERODOT starb in Thurii um 430 v. Chr.

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Buddhismus – Siddhartas Erleuchtung

Zu den sogenannten Weltreligionen mit großer räumlicher Verbreitung gehört der Buddhismus, zu dem sich gegenwärtig etwa 6 % der Weltbevölkerung bekennen. Seine Anhänger leben heute mehrheitlich in China, den Staaten auf der Halbinsel Hinterindien und der Inselwelt Südasiens. Entstanden ist der Buddhismus in Indien und, wie die anderen Weltreligionen auch, bereits vor mehr als 2000 Jahren. Über den Religionsstifter SIDDHARTA GAUTAMA selbst, dessen späterer Ehrenname Buddha (Sanskrit „der Erleuchtete“) war, ist nur wenig aus späteren Niederschriften bekannt. Die erste Predigt seiner Lehre hielt er in Varanasi am Ganges, heute für die Buddhisten eine ihrer heiligsten Stätten. Von Varanasi aus setzte er „das Rad der Lehre“ in Gang, das er mehr als 45 Jahre in Bewegung hielt. Den Kern seiner aus meditativer Erleuchtung gewonnenen Lehre bilden die „vier edlen Wahrheiten“. Ziel der buddhistischen Lehre ist die Erlösung, das Aufgehen im Nirwana, in dem jede Unterscheidung zwischen Gut und Böse, Sein und Nichtsein endet und jede Lebensillusion erlischt.

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Jean François Champollion

* 23.12.1790 in Figeac (Dép. Lot)
† 04.03.1832 in Paris

Der französische Ägyptologe JEAN FRANÇOIS CHAMPOLLION entzifferte 1822 die ägyptischen Schriftzeichen auf dem Stein von Rosette, auf dem ein königliches Dekret der Priester von Memphis aus dem Jahre 196 vor Christus in hieroglyphischer und griechischer Übersetzung festgehalten war. CHAMPOLLION erschloss daraus das hieroglyphische Schriftsystem. In Anerkennung seiner Verdienste wurde für ihn 1829 am Collège de France in Paris der erste Lehrstuhl für Ägyptologie überhaupt eingerichtet.

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König David

Als israelischer König umfasste seine Regierungszeit etwa 1004/03 bis 965/964 v. Chr.
Durch die Verheiratung mit der Tochter SAULS versuchte dieser ihn in sein Herrschaftssystem einzubinden. Nach dem Tode SAULS wurde DAVID König von Juda in Hebron, und nach der Ermordung des Nachfolgers – Sohn ESCHBALL – auch König der israelitischen Stämme im Norden. Als König unterwarf DAVID den Erzfeind, die Philister, und gliederte die kanaanäischen Stadtherrschaften seinem Staatsgebilde ein. Israel und Juda fügte er weitere Gebiete in unterschiedlichen Abhängigkeitsverhältnissen hinzu: das jebusitische Jerusalem als Residenz, die ostjordanischen Staaten und einen Teil der phönikischen Küste. Das Ergebnis war ein zwei Menschenalter dauerndes Großreich „vom Strom bis an den Bach von Ägypten“, wie es Israel später nie wieder erreicht hat.

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Ägypten und das Hethiterreich - Die Schlacht von Kadesch

Unter RAMSES II. erreichten 1275 v. Chr. die Auseinandersetzungen zwischen dem hethitischen Großreich und dem wiedererstarkten ägyptischen Neuen Reich in der Schlacht von Kadesch ihren Höhepunkt und vorläufigen Abschluss.
RAMSES II. zog mit seinem Heer auf dem Landweg ins nordsyrische Küstengebiet, um den Hethitern die Festung Kadesch zu entreißen und Nordsyrien zu gewinnen. Die völlig verfehlte Taktik Ramses II. ermöglichte den Hethitern, die ägyptischen Heeresteile einzeln anzugreifen und zwei Divisionen weitgehend zu zerschlagen, ohne dass die übrigen Truppen eingreifen konnten. RAMSES II. entging nur knapp der Gefangenschaft oder dem Tod und zog sich mit den verbliebenen Truppen nach Ägypten zurück.
Die Hethiter behielten auch nach der Schlacht ihre Herrschaft über Kadesch und das nördliche Syrien.
1259 v. Chr. wurde in einem Friedensvertrag die Grenze zwischen Ägypten und dem Reich der Hethiter festgelegt.

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Frühe Hochkulturen in Asien und Nordafrika ...

Die ersten Hochkulturen in Nordafrika, dem Alten Orient und in Asien entstanden an Flüssen: das ägyptische Reich beiderseits des Nil, Mesopotamien an Euphrat und Tigris, die Harappa-Kultur am Indus und die chinesischen Reiche an Hwangho und Jangtsekiang. Hauptgrund für die frühe Besiedlung der Flussauen sind die fruchtbaren Schwemmböden, die die Flüsse abgelagert haben. Da an den Flüssen häufig wüstenhaftes Klima herrschte, lernten die Menschen frühzeitig, durch den Bau von Bewässerungsanlagen Nahrungsmittelüberschüsse zu erzielen. Um Bewässerungsanlagen, -gräben und -dämme bauen und unterhalten zu können, bedurfte es außerdem der staffen Führung des Volkes und eines gut organisierten Gemeinwesens. Land und Wasser mussten gerecht verteilt und sinnvoll verwaltet werden. Das übernahmen spezielle Beamte dieses Gemeinwesens. Auf diese Weise entstanden an den Flüssen Staatsgebilde und Städte mit einer geordneten Verwaltung.
Städtische Lebensweise, arbeitsteiliges Wirtschaften und Leben, ein gut organisierter Staat, den schriftkundige Priester und Beamte verwalten, sind folglich wichtige Merkmale aller frühen Hochkulturen.

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Inhalt des Gilgamesch-Epos

Das Epos berichtet von einem sagenhaften König, der über den sumerischen Stadtstaat Uruk herrschte, welcher um 3000 v. Chr. das Zentrum der sumerischen Kultur darstellte. GILGAMESCH (2750–2600 v. Chr.) ist zu zwei Dritteln Gott und zu einem Drittel Mensch. Er ist ein despotischer Herrscher, weswegen die Schöpfergöttin Aruru sich entschließt, den Steppenmenschen Enkidu zu erschaffen, der Gilgamesch besiegen kann. Vor dem Tempel kommt es zum Kampf, der unentschieden endet. Die Gegner werden Freunde und bestehen gemeinsame Abenteuer.

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Harappa

Das Gebiet des Indus-Tales ist seit rund 500 000 Jahren besiedelt. Als älteste nachweisbare Dorfsiedlung dieses Territoriums gilt Mehrgarh, das seit um 8000 v. Chr. von Menschen bewohnt war. Nach dem heutigen Ort Harappa am Ravi (ein Nebenfluss des Indus im Pandschab, Pakistan) wird die frühe Hochkultur benannt: die Harappa-Kultur. Die Fundstätte ist seit 1857 bekannt, als britische Eisenbahnbauer Millionen von Ziegeln von hier hatten wegholen lassen, um die Eisenbahntrasse Lahore-Multan zu befestigen. Harappa war eine Wohn- und Arbeitsstadt. Ihre Blütezeit lag zwischen 2600 und 1900 v. Chr.

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Das Ischtar Tor

Die Rekonstruktion des Ischtar Tors von Babylon stellt heute eines der wichtigsten Ausstellungsstücke des Vorderasiatischen Museums auf der Berliner Museumsinsel dar. Es wurde 1900 von ROBERT KOLDEWEY ausgegraben. Die Fassadenziegel gelangten 1926 nach Berlin, wo unverzüglich die Sanierung der Fragmente und die Rekonstruktion eingeleitet wurde. König NEBUKADNEZAR II. erbaute das Tor im doppelten Mauerring um die Innenstadt Babylons. Das Tor war nicht nur schwer befestigt, sondern mit einer tiefblauen Fassade aus glasierten Ziegeln auch äußerst prächtig verkleidet. Tierreliefornamente aus glasierten Formziegeln lockerten die blauen Flächen des Tores auf. Seine Pracht verdankte das Tor der Tatsache, dass es Babylons Prozessionsstraße überspannte. Hier präsentierte sich der König alljährlich beim Neujahrsfest in Begleitung der Götterstatuen hunderttausenden von staunenden Stadtbewohnern und Besuchern. So diente das Tor bei der pompösen Prozession als beeindruckende Bühne für die Inszenierung der königlichen Macht bzw. des königlichen Machtanspruchs.

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Jericho - eine der ältesten Städte der Welt

Die Stadt Jericho liegt 10 km nordwestlich der heutigen Mündung des Jordan in das Tote Meer. Die ältesten Siedlungsschichten der Stadt sind ca. 11000 Jahre alt.
Bereits im 8. Jahrtausend v. Chr. begannen Jerichos Bewohner damit, ihre Siedlung stadtähnlich auszustatten. Die frühe „Stadt“ Jericho hatte bis zu 3000 sesshafte Bewohner. Ihre Religion kannte offensichtlich den Glauben an ein Leben nach dem Tod und frönte einer nicht näher bekannten Variante des Ahnenkults.
Trotz seiner Befestigung wurde bereits das frühe Jericho zweimal erobert und zerstört. An eine dieser Zerstörungen erinnert das Alte Testament, in dem berichtet wird, das göttliche Posaunen die Mauern von Jericho einstürzen ließen.

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Keilschrift

Die Keilschrift wurde von den Sumerern aus den frühen Buchhaltungssystemen ihrer Tempelwirtschaften entwickelt. Die frühesten Vorläufer der Keilschrift waren Zählsteine mit einer bestimmten Form und Symbolik zur Darstellung von Nutztieren und Waren. Einen entscheidenden Schritt zur Schrift stellte die Ablösung der Zählsteine durch entsprechend normierte Bildzeichen (Piktogramme) dar. Die Keilschrift entstand, als die Bilder auf einer weiteren Entwicklungsstufe in abstrakte Zeichen aufgelöst wurden. Diese setzten die Sumerer aus keilförmigen Einzelelementen zusammen, die sie durch Abdrücke von Griffeln mit dreieckigem Querschnitt im frischen Ton des Schreibmaterials erzeugten. In der ausgereiften Keilschrift bezeichneten die ca. 600 Schriftzeichen nicht nur Gegenstände, sondern als Ideogramme auch Ideen oder Tätigkeiten und als Phonogramme Laute.
Die Keilschrift war im 2. vorchristlichen Jahrtausend im gesamten Vorderen Orient außerhalb Ägyptens verbreitet. Im 1. vorchristlichen Jahrtausends wurde sie dann durch Buchstabenschriften abgelöst.

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Die Vorfahren - aramäische Kleintiernomaden

Israel ist nicht als geschlossene ethnische Einheit in Kanaan eingewandert. Zwischen ca. 1400 und 1200 v. Chr. liessen sich einzelne nomadische Gruppen und Stämme aramäischer Herkunft in Kanaan nieder. Sie waren Ziegen- und Schafzüchter. Dabei wechselten sie regelmäßig von den Winterweiden der Wüste zu den Sommerweiden im Kulturland. Die einzelnen Verbände waren sehr lose organisiert und wurden von Scheichs und Stammesältesten gelenkt. Sie verehrten überwiegend Vätergottheiten, eine der aus dem Sinai zuwandernden Gruppen verehrte den dort beheimateten Gott Jahwe, dessen Kult ganz Israel übernahm. Mindestens einer der aus dem Süden stammenden Verbände brachte die Erinnerung an einen Zwangsaufenthalt in Ägypten mit. Die Ansiedlung der Nomaden war ein langdauernder, unorganisierter und weitgehend friedlich verlaufender Prozess. Dabei erfolgte der Übergang zum Getreide-, Oliven- und Weinanbau sowie zur Rinderzucht. Die nomadischen Stämme wuchsen zu einem einheitlichen Volk, das sich Israel nannte, zusammen. Dabei spielte die Übernahme der Jahwe-Religion durch alle Zuwanderer eine entscheidende Rolle.

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ADOLPH MENZEL: Das Eisenwalzwerk

„Das Eisenwalzwerk“, gemalt von ADOLOPH MENZEL, vermittelt uns einen genauen Einblick in das Geschehen in einer Fabrikhalle der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Beim Anblick des Gemäldes werden wir in die damalige Zeit versetzt. Der Maler will nicht den technischen Fortschritt anpreisen. Er stellt das Zusammenspiel der Arbeiter, ihr Geschick, ihre Kraft und Konzentration dar, mit der sie die Walzstraße bedienen. Als Kunstwerk war das Gemälde, das 1875 fertiggestellt wurde, für die damalige Zeit außergewöhnlich. Kein anderer Künstler dieser Zeit hat die Arbeitswelt zu Beginn der Industrialisierung so eindrucksvoll und anregend gemalt; wie es MENZEL mit diesem großen Gemälde tat.

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Geschichtsbegriff

Der Geschichtsbegriff wird sowohl in der Wissenschaft als auch umgangssprachlich häufig in einem doppelten Sinne gebraucht, zum einen wird das vergangene Geschehen in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft (die Geschichte), zum anderen ihre Erforschung und Darstellung (die Geschichtswissenschaft) gemeint.
Geschichte kann definiert werden als die Gesamtheit der Veränderungen der menschlichen Gesellschaft oder einzelner Teilbereiche, wie sie durch das Denken und Handeln Einzelner oder gesellschaftlicher Gruppen in der Vergangenheit erfolgte, sich in der Gegenwart fortsetzt und auch in der Zukunft erfolgen wird. Geschichte vollzieht sich in Raum und Zeit. Das schlägt sich auch in einer Periodisierung des Geschichtsprozesses sowie in Teilgebieten der Geschichtswissenschaft nieder.
Kenntnisse über die Geschichte und Einsichten in ihr Wesen, vor allem über die geschichtliche Bedingtheit unserer Existenz (Geschichtsbewusstsein) sind in der Gegenwart unerlässlich für das selbstständige Denken und Handeln als mündige Bürger. Die Beschäftigung mit Geschichte kann für jeden interessant sein und Spaß machen.

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Wissenstest, Antike

Hier kannst du dich selbst testen. So kannst du dich gezielt auf Prüfungen und Klausuren vorbereiten oder deine Lernerfolge kontrollieren.

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Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!

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Die Abbasiden

Die Abbasiden waren ein muslimisches Herrschergeschlecht, das auf ABUL-ABBAS, den Onkel MOHAMMEDS, zurückgeht: Das Geschlecht der Abbasiden stellte 749/750–1258 die Kalifen. Ihre Hauptstadt war seit 762 Bagdad. Zwischen 1261 und 1517 gab es eine Zweiglinie (Scheinkalifat) in Kairo.
Die Unruhen der Omaijadenzeit gipfelten in der Machtübernahme durch die zweite Kalifendynastie, die der Abbasiden. Der letzte Omaijade MARWAN II. fand 750 in Ägypten den Tod. Unter den
Abbasiden veränderte sich das Kalifenreich entscheidend. Der Staat wurde nach persischem und byzantinischem Vorbild umgestaltet. Die politischen Geschicke bestimmten Wesire.

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Muhammad ibn Musa Al-Chwarizmi

* 787
† um 850

MUHAMMAD IBN MUSA AL-CHWARIZMI war ein persisch-arabischer Mathematiker, der von 787 bis um 850 lebte. Er wirkte insbesondere am Hof des Kalifen AL-MANSUR in Bagdad. Er führte die indische Ziffernschreibweise und damit das dekadische Positionssystem in den arabischen Kulturkreis ein und beschrieb diese in einem Lehrbuch, welches 820 erschien. Im Buch findet man vor allem die Gesamtheit der Regeln zum formalen Lösen von Gleichungen. Diese Regeln (Handlungsvorschriften) bildeten lange Zeit die Grundlage für die Gleichungslehre und für Handlungsvorschriften wurde der Begriff „Algorithmus“ aus dem Namen des Autors abgeleitet.

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Avicenna

ABDULLAH IBN SINA (AVICENNA ) wurde im Jahre 980 n. Chr. in Afshana (bei Buchara; im mittelasiatischen Usbekistan) als Sohn eines staatlichen Würdenträgers im Sultanat von Buchara geboren. Mit 13 Jahren begann er in seiner Heimatstadt ein Studium der Philosophie und Medizin. Mit 16 begann er bereits Patienten zu behandeln und mit 17 Jahren heilte er den Samanidenherrscher von Buchara von einer Krankheit. Politische und persönliche Wirren veränderten AVICENNAs Leben völlig. Ohne materielle Hilfe von anderen begann er ein Wanderleben durch verschiedene Sultanate und Kalifate. Dieses führte ihn an viele persische Fürstenhöfe, wo er als Arzt, Astronom, Staatsmann und Schriftsteller wirkte. Er starb nur 58-jährig in Hamadan (Persien) an einer schweren Kolik.

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Bilderverehrung: Der byzantinische Bilderstreit

In den orthodoxen Kirchen spielen Bilder von

  • Christus,
  • der Gottesmutter und
  • den Heiligen

eine sehr große Rolle. Bis 843 gab es um die Frage der Bilderverehrung im Byzantinischen Reich eine sich über etwa 120 Jahre erstreckende heftige Kontroverse, die man als „Bilderstreit“ bezeichnet. Das frühe Christentum war sich noch einig in der Ablehnung von Götterbildern. Ab dem 4. Jahrhundert begann man das Bild in Stellvertretung für den Heiligen selbst zu verehren. Dagegen wandte sich der Staat unter der Regierung LEONs III. Bilderverehrer wurden auch unter seinen Nachfolgern verfolgt und exekutiert. Erst 843 kam es zur Wiederherstellung des Bilderkults und damit zum „Triumph der Orthodoxie“.

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Die mittelalterliche Burg

Im späten 11. Jh. begann die Blütezeit des Burgenbaus in Deutschland. Man schätzt, dass im Mittelalter knapp 20 000 Burgen errichtet wurden, von denen heute immerhin noch 6 500 ganz, meist aber nur noch als Burgruinen erhalten sind. Burgen waren das Herrschaftssymbol des Rittertums, Mittelpunkt des ritterlichen Lebens und erfüllten eine wirtschaftliche Funktion. Die Burgherren verwalteten Besitzungen, trieben von abhängigen Bauern Abgaben ein und sicherten Straßen und Brücken, wofür sie Zölle erhielten. So unterschiedlich die Lage von mittelalterlichen Burgen auch war, so relativ einheitlich waren ihre Baubestandteile, zu denen Burggraben, Ringmauer, Torbau, Bergfried und Palas gehörten. Das resultierte aus der gemeinsamen Funktion aller Burgen, der Wehrfunktion. Seit der Wende zur Neuzeit an der Schwelle zum 15. Jh. wurden keine Burgen mehr gebaut. Das hing mit dem Aufkommen der Feuerwaffen zusammen. An ihre Stelle traten die Schlösser des Adels, die allerdings keine Wehrfunktion mehr hatten.

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Kulturelle Leistungen der Byzantiner bis zum 11. Jahrhundert

Als „Byzanz“ wurde das östliche Römische Reich mit der 324 n. Chr. von Kaiser KONSTANTIN gegründeten Hauptstadt Konstantinopel erst von den Humanisten der Renaissancezeit bezeichnet. Die Byzantiner selbst verstanden sich dagegen als Römer (griech.: Rhomaioi) und rechtmäßige Nachfolger des Imperium Romanum. Die Kaiserkrönung JUSTINIANS I. leitete 527 einen rasanten Aufschwung des Oströmischen Reiches ein. Parallel zu den militärischen Erfolgen blühten unter JUSTINIAN auch Kultur und Handel auf. Als imposantes Zeugnis seines Anspruches, über Staat und Kirche zu herrschen, ist bis heute die „Hagia Sophia“ in Istanbul zu besichtigen.
Besondere Beachtung in künstlerischer Hinsicht verdienen die Ikonendarstellung, aber auch die Literatur und die Geschichtsschreibung sowie die von mehreren byzantinischen Kaisern in Auftrag gegebenen Gesetzessammlungen.

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Chlodwig I.

* 466 in Tournai
† 27. November 511 in Paris

CHLODWIG (CHLODOWECH = LUDWIG; französisch: CLOVIS, später LOVIS, LOUIS) war der Begründer des Fränkischen Reiches. Er gehörte dem Herrschergeschlecht der Merowinger an und war Sohn des fränkischen Kleinkönigs CHILDERICH von Tournai und seiner Gattin BASINA. Mit 22 Jahren wurde er Nachfolger seines Vaters und begann durch List und Gewalt, alle anderen fränkischen Gaukönige (zuletzt um 510 den in Köln residierenden rheinfränkischen König) und Teilfürstentümer zu unterwerfen.
Er machte Paris zur Hauptstadt seines Reiches.
Am 25.12. 498 (andere Angaben sind 496/497) empfing CHLODWIG in Reims durch Bischof REMIGIUS die Taufe nach dem nicäischen Bekenntnis. Der Katholizismus wurde Staatsreligion.

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Die Hanse

Die Hanse war kein Städtebund im eigentlichen Sinne mit politischer Zwecksetzung. Sie war vielmehr ein Zusammenschluss von Fernkaufleuten, der allein wirtschaftliche Ziele verfolgte. Unter Führung des 1159 gegründeten Lübeck vollzog die Hanse 1356 den Schritt vom lockeren Zusammenschluss als Handelshanse zur Städtehanse. Zu ihrer Blütezeit im 14. und 15. Jh. gehörten der Hanse etwa 200 Städte an, die auch im Binnenland lagen. Zentren waren jedoch die großen Hafenstädte an der Nordsee, insbesondere aber an der Ostsee.
Die Vormachtstellung der Hanse im Nord- und Ostseeraum wurde im 15. Jh. durch das Vordringen von englischen und holländischen Kaufleuten gebrochen. Damit begann der Niedergang der Hanse als Wirtschaftsmacht, obwohl sie formell noch bis ins 17. Jh. hinein bestand.

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Edikt von Nikaea

KONSTANTIN I., DER GROSSE berief 325 das erste ökumenische Konzil von Nikäa wegen des Arianischen Streits ein. Es galt, die trinitarische Frage (Frage nach der Dreieinigkeit Gottes) zu klären. Lag also

  • „Homousie“ = Wesensgleichheit, bzw. Wesenseinheit (Katholizismus) oder
  • „Subordinatianismus“= Sohn dem Vater untergeordnet (Arianismus)

vor? Es setzte sich die katholische Meinung durch, dass Jesus Christus zwar „empfangen, doch nicht erschaffen“ worden und demnach „von gleicher Substanz“ wie der Vater sei. Der Sohn sei also Teil des „dreieinigen Gottes“. Mit diesem Beschluss begann die Kirchenspaltung. In den folgenden Jahrhunderten bildeten sich die orthodoxe und die katholische Kirche als eigenständige christliche Kirchen heraus.

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